Andacht 04.08.2026
Bildnachweis: Hans, Pixabay
Bibel
Glauben

3. Aug. 2026 22:01Günter Schlicke

Andacht 04.08.2026

Gedanken zum Thema: Überwindung

Woran denkst du, wenn du vom Überwinden liest? Sind es Grenzzäune, die Flüchtlingen den Weg in die Freiheit versperren? Sportliche Aktivitäten wie Hindernisläufe oder Bergsteigen, die uns Ausdauer und Kraft abverlangen? Wettkämpfe, in denen Gegner bezwungen werden? Viele wollen den inneren Schweinehund überwinden, denn willensstarke Menschen schaffen eine Menge. Sie treiben mehr Sport, essen weniger und gesünder, gönnen sich genügend Schlaf, halten Maß beim Einkaufen und reduzieren ihre Zeit vor Fernseher und Computer. Doch wer seine Ziele dabei immer wieder verfehlt, resigniert eines Tages.

In Ellen Whites Buch Der bessere Weg steht: „Erziehung und Bildung, Willensstärke und menschliche Anstrengungen haben zweifellos ihre Bedeutung, doch wenn es darum geht, unser Herz zu verändern, müssen sie allesamt kapitulieren. [...] Wenn sich nach außen hin etwas verändern soll, muss sich zuerst unser Denken, Wünschen und Wollen ändern“ (1995, S. 17).

Viele Menschen versuchen, Charakterschwächen mit Disziplin zu überwinden. Besonders Christen meinen, sie müssten mehr beten, häufiger in der Bibel lesen und könnten so ihre Schwächen bekämpfen. Kaum ist jedoch der Stolz überwunden, zeigen sich Missgunst und Neid. Und so geht es immer weiter, bis viele schließlich enttäuscht aufgeben. Überwinden ist eben keine Leistung und erfordert trotzdem meinen Einsatz.

Jesus weist in Offenbarung 12,11 den Weg zum Überwinden. Dort heißt es: „Und sie haben ihn [den Teufel] überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod.“ Die Grundlage jeder Veränderung ist Jesu Opfer und das Versprechen, uns den Heiligen Geist zu senden. Deshalb können wir ihn um Kraft bitten, Böses mit Gutem, Zweifel mit Vertrauen, Ängste mit Mut, Versagen durch Neubeginn und Perspektivlosigkeit mit Hoffnung zu überwinden. Wir erleben dann Sieg für Sieg. Lasst uns bei Rückschritten nicht aufgeben, sondern mit Asaf bekennen: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an“ (Ps 73,23–24).

Zum Bibelvers: Offenbarung 21,7

© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)