
3. Okt. 2026 22:01Gerhard Greorgi
Andacht 04.10.2026
Traditionen haben es an sich, sich hartnäckig zu halten. Eine dieser bewährten Traditionen ist das Erntedankfest am Ende des Sommers. Aber ist es nur noch Traditionsbewusstsein, das uns Jahr für Jahr veranlasst, Erntedank zu feiern? Ist Erntedank nicht mehr als ein reichlich angestaubter Brauch? Stammt er doch aus einer Zeit, in der die Menschen Gott verantwortlich sahen für all das Gute, das ihnen widerfuhr. Haben wir heute so etwas noch nötig angesichts überquellender Regale im Supermarkt?
Allein in der EU landen jährlich 88 Millionen Tonnen essbarer Lebensmittel auf dem Müll. Eine schockierende Bilanz, die betroffen und nachdenklich macht. Haben wir den Bezug zu den von uns konsumierten Lebensmitteln verloren? Unsere Nahrung scheint aus der Fabrik, aus dem Regal und nicht vom Feld zu kommen. Oft blenden wir die Arbeit und das Handwerk aus, das dafür von der Aussaat bis zur Ernte nötig ist. Und was ist mit Gott, der für die günstigen Rahmenbedingungen sorgt?
Unlängst habe ich im TV einen Kurzbericht über einen chinesischen Sportler gesehen. Der Mann hat in Österreich zum ersten Mal in seinem Leben eine Kuh gesehen. Ein Beispiel, das zeigt, wie viele Menschen in unserer Zeit den Draht zur Natur verloren haben. Die meisten von uns müssen ja auch nicht säen und ernten und dazwischen bangen vor Frost, Dürre oder Schädlingen. Viele werden erst stutzig, wenn die Lebensmittelpreise steigen.
Die Arbeit, die unsere Landwirte leisten, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Doch bei all ihrem Einsatz für die Produktion unserer Lebensmittel: Wenn Gott nicht seinen Segen gibt und Naturkatastrophen zu Missernten führen, was dann?
„An Gottes Segen ist alles gelegen“ (Ps 127). Wie wahr! Und deshalb ist das, was Gott Noah nach der Sintflut versprach, für uns in herausfordernden Zeiten eine wunderbare Verheißung. Sie gibt uns Hoffnung für die Gegenwart und die Zeit, die noch vor uns liegt.
Deshalb lasst uns Erntedank feiern: als bewusstes Innehalten der Konsumgesellschaft und als ein Bewusstmachen der Abhängigkeit von dem Einen, der größer ist als wir. Gott gebührt aller Dank für den Erntesegen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Traditionen haben es an sich, sich hartnäckig zu halten. Eine dieser bewährten Traditionen ist das Erntedankfest am Ende des Sommers. Aber ist es nur noch Traditionsbewusstsein, das uns Jahr für Jahr veranlasst, Erntedank zu feiern? Ist Erntedank nicht mehr als ein reichlich angestaubter Brauch? Stammt er doch aus einer Zeit, in der die Menschen Gott verantwortlich sahen für all das Gute, das ihnen widerfuhr. Haben wir heute so etwas noch nötig angesichts überquellender Regale im Supermarkt?
Allein in der EU landen jährlich 88 Millionen Tonnen essbarer Lebensmittel auf dem Müll. Eine schockierende Bilanz, die betroffen und nachdenklich macht. Haben wir den Bezug zu den von uns konsumierten Lebensmitteln verloren? Unsere Nahrung scheint aus der Fabrik, aus dem Regal und nicht vom Feld zu kommen. Oft blenden wir die Arbeit und das Handwerk aus, das dafür von der Aussaat bis zur Ernte nötig ist. Und was ist mit Gott, der für die günstigen Rahmenbedingungen sorgt?
Unlängst habe ich im TV einen Kurzbericht über einen chinesischen Sportler gesehen. Der Mann hat in Österreich zum ersten Mal in seinem Leben eine Kuh gesehen. Ein Beispiel, das zeigt, wie viele Menschen in unserer Zeit den Draht zur Natur verloren haben. Die meisten von uns müssen ja auch nicht säen und ernten und dazwischen bangen vor Frost, Dürre oder Schädlingen. Viele werden erst stutzig, wenn die Lebensmittelpreise steigen.
Die Arbeit, die unsere Landwirte leisten, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Doch bei all ihrem Einsatz für die Produktion unserer Lebensmittel: Wenn Gott nicht seinen Segen gibt und Naturkatastrophen zu Missernten führen, was dann?
„An Gottes Segen ist alles gelegen“ (Ps 127). Wie wahr! Und deshalb ist das, was Gott Noah nach der Sintflut versprach, für uns in herausfordernden Zeiten eine wunderbare Verheißung. Sie gibt uns Hoffnung für die Gegenwart und die Zeit, die noch vor uns liegt.
Deshalb lasst uns Erntedank feiern: als bewusstes Innehalten der Konsumgesellschaft und als ein Bewusstmachen der Abhängigkeit von dem Einen, der größer ist als wir. Gott gebührt aller Dank für den Erntesegen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)


