
5. Feb. 2026 23:01Sylvain Romain
Andacht 06.02.2026
Vor vierzig Jahren sang der „Leben mit Jesus“-Chor das Lied „Anno Domini“. Seitdem hatte ich es weder gehört noch gesungen; und doch wurde es plötzlich zu meinem Ohrwurm. Wie war das möglich? Auf dem Display unseres neuen Gebrauchtwagens wird ein Pfeil mit einem oder zwei Buchstaben angezeigt. Sie weisen auf die Himmelsrichtungen hin: N für Nord und NO für Nordost etc. Weil der Pfeil wie ein A aussieht, kann man das Wort ANO lesen, und obwohl ein N fehlt, kommt mir der Refrain von „Anno Domini“ jedes Mal in den Sinn, wenn ich gen Nordosten fahre.
Werbemanager wissen es schon lange: Man kann Menschen beeinflussen, ohne dass sie es bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel sind die lästigen Werbebanner, die im Internet auf dem Bildschirm erscheinen. Kaum jemand liest sie, und doch gelangen sie in unser Unterbewusstsein und lassen uns ihr Angebot im Kopf behalten.
Wie ist es mit Gott? Beeinflusst er unbewusst? Ein empörender Gedanke! Gott ist doch ein Gott der Freiheit; er manipuliert uns doch nicht! Ja, Gott lässt uns die freie Wahl und trotzdem dürfen wir uns von Gott unterbewusst beeinflussen lassen. So kann uns zum Beispiel die Musik eines Gottesdienstes erbauen, indem sie in einem Moment der Entmutigung auftaucht. Und auch wenn die tägliche Andacht nicht immer mit einem theologischen Aha-Erlebnis endet, dringt sie in unser Unterbewusstsein wie das tägliche Brot in unsere Zellen. Indem wir Gottes Welt in unsere Welt hineinlassen, verändert sich unser Charakter, ohne dass wir es merken.
Deshalb liegt „wahrhaftig, vorbildlich und gerecht“ zu sein nicht an asketischer Anstrengung, sondern am Bejahen der göttlichen Cookies.
Egal in welchem Kampf du heute stehst, Jesus lädt dich ein, in ihm zu bleiben (vgl. Joh 15,1–5). Er sorgt dafür, dass du ihm ähnlicher wirst. Er wird dafür sorgen, dass du im richtigen Moment den geistlichen Ohrwurm bekommst, der in deinem Hinterkopf schlummert und dich durch den Tag trägt.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Vor vierzig Jahren sang der „Leben mit Jesus“-Chor das Lied „Anno Domini“. Seitdem hatte ich es weder gehört noch gesungen; und doch wurde es plötzlich zu meinem Ohrwurm. Wie war das möglich? Auf dem Display unseres neuen Gebrauchtwagens wird ein Pfeil mit einem oder zwei Buchstaben angezeigt. Sie weisen auf die Himmelsrichtungen hin: N für Nord und NO für Nordost etc. Weil der Pfeil wie ein A aussieht, kann man das Wort ANO lesen, und obwohl ein N fehlt, kommt mir der Refrain von „Anno Domini“ jedes Mal in den Sinn, wenn ich gen Nordosten fahre.
Werbemanager wissen es schon lange: Man kann Menschen beeinflussen, ohne dass sie es bewusst wahrnehmen. Ein Beispiel sind die lästigen Werbebanner, die im Internet auf dem Bildschirm erscheinen. Kaum jemand liest sie, und doch gelangen sie in unser Unterbewusstsein und lassen uns ihr Angebot im Kopf behalten.
Wie ist es mit Gott? Beeinflusst er unbewusst? Ein empörender Gedanke! Gott ist doch ein Gott der Freiheit; er manipuliert uns doch nicht! Ja, Gott lässt uns die freie Wahl und trotzdem dürfen wir uns von Gott unterbewusst beeinflussen lassen. So kann uns zum Beispiel die Musik eines Gottesdienstes erbauen, indem sie in einem Moment der Entmutigung auftaucht. Und auch wenn die tägliche Andacht nicht immer mit einem theologischen Aha-Erlebnis endet, dringt sie in unser Unterbewusstsein wie das tägliche Brot in unsere Zellen. Indem wir Gottes Welt in unsere Welt hineinlassen, verändert sich unser Charakter, ohne dass wir es merken.
Deshalb liegt „wahrhaftig, vorbildlich und gerecht“ zu sein nicht an asketischer Anstrengung, sondern am Bejahen der göttlichen Cookies.
Egal in welchem Kampf du heute stehst, Jesus lädt dich ein, in ihm zu bleiben (vgl. Joh 15,1–5). Er sorgt dafür, dass du ihm ähnlicher wirst. Er wird dafür sorgen, dass du im richtigen Moment den geistlichen Ohrwurm bekommst, der in deinem Hinterkopf schlummert und dich durch den Tag trägt.
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