Andacht 07.02.2026
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Bibel
Glauben

6. Feb. 2026 23:01Werner Jelinek

Andacht 07.02.2026

Diesen Zuspruch Jesu greift Heiko Bräuning im Refrain eines seiner Lieder auf: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Dann aber schildert er in den Strophen die Katastrophen:

Worte, die das Fürchten lehren, Krisen, die die Angst vermehren, Mauern, die die Sicht verbauen, Pläne, die wir nicht durchschauen. Menschen, die uns Angst einjagen, Nöte, die sich überschlagen, Dramen, die uns sprachlos machen, Sorgen, die zu schaffen machen. (Euer Herz erschrecke nicht) 

Im Matthäusevangelium Kapitel 14 wird ab Vers 22 die Lage der Jünger eindrücklich beschrieben. Es ist Nacht. Sie sind im Boot auf dem See unterwegs. Wind und Wellen toben sich aus. Das Schiff droht zu sinken. Ihr Rudern scheint zwecklos. Und Jesus? Er ist nicht da.

Schildert das auch unsere Lage? Was nimmt uns momentan die Sicht? Welche Sorgenwogen scheinen über uns zusammenzuschlagen? Haben wir das Gefühl, Jesus sei weit weg?

Vielleicht stecken wir in einer weniger dramatischen Situation als die Jünger. Was aber in der Welt passiert, kann uns nicht unberührt lassen. Die Philosophin Martha Nussbaum sagte jüngst: „Empathie ist, wenn das Leid anderer das eigene Wohlbefinden mindert, selbst wenn man davon ausgeht, dass einem derartiges Leid erspart bleibt.“

Auf einmal sehen die Jünger etwas auf sie zukommen. Sie erschrecken, meinen, es sei ein Gespenst. Wir fragen: Was kommt auf uns zu? Wie sieht unsere Zukunft aus? Ist sie gespenstisch? Doch dann kommt das Wort der Ermutigung. Jesus spricht die Jünger und auch uns an: „Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ (Mt 14,27).

Lassen wir unsere Sorgenstrophen nicht in Endlosschleife laufen. Nehmen wir mit dem Kehrreim die Ermutigung Jesu ernst: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich.“

Zum Bibelvers: Matthäus 14,27

© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)

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