
8. Aug. 2026 22:01Wolfgang Wurl
Andacht 09.08.2026
Brüllende Löwen kenne ich höchstens aus dem Zoo und da hält sich meine Angst in Grenzen, weil ich mich durch die Sicherheitsanlagen genügend geschützt weiß. Doch dann gibt es Gefahren, die mir schon Angst machen. Wir sind am Atlantik und wollen uns im Wasser erfrischen. So lange Buhnen ins Meer hinein hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Meine Frau und die sechzehnjährige Tochter waren wieder mal schneller im Wasser. Schon schwammen sie los in Richtung einer vorgelagerten Insel. Als ich eine Weile später aufs offene Meer gerate, spüre ich, wie stark die Strömung ist. Das müssen die beiden inzwischen auch gemerkt haben und kehren um. Unsere Tochter konnte nicht ganz so kräftig durchziehen und ich sehe, wie sie abtreibt. Werden ihre Kräfte reichen? Ich hatte doch mal eine Rettungsschwimmerausbildung, blitzt ein Gedanke in mir auf. Also los! Das kostet mich auch viel Kraft und ich bin unruhig. Aber ich schaffe es gerade so, hinter die Spitze der Buhne zu kommen. Dort war wieder ruhiges Wasser und wir kommen abgeschlafft und dankbar an Land.
Macht es der Teufel nicht auch so? Er will mich auch wegtreiben vom schützenden Retter. Er will, dass ich Panik bekomme, denn da kann man nicht mehr klar denken. Um einen brüllenden Löwen kann ich einen Bogen machen, aber der kräftige Sog zieht mich einfach weg. Scheinbar hat Paulus das ähnlich erlebt, als er schrieb: „Ich elender Mensch, wer wird mich retten?“ (vgl. Röm 7,24). Von meiner Logik her habe ich doch kaum eine Chance gegen den Sog von Sünde und Teufel. Doch dann – so erkennt Paulus – ist da einer, der sieht meine Situation. Er hilft mir, meine Kraft zu mobilisieren, und wenn meine Lage scheinbar kaum noch zu lösen ist, dann schickt Gott mir seinen „Rettungsschwimmer“. Wir sind nicht alleingelassen.
Herr, ich will nicht leichtsinnig werden in meinem täglichen Leben auf dieser Erde, obwohl ich weiß, dass deine Hilfe immer stärker ist als alle Löwen und aller Sog, der mich wegziehen will von dir. Danke, dass du immer da bist und ich mich blind auf dich verlassen kann.
Zum Bibelvers: 1. Petrus 5,8–9
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Brüllende Löwen kenne ich höchstens aus dem Zoo und da hält sich meine Angst in Grenzen, weil ich mich durch die Sicherheitsanlagen genügend geschützt weiß. Doch dann gibt es Gefahren, die mir schon Angst machen. Wir sind am Atlantik und wollen uns im Wasser erfrischen. So lange Buhnen ins Meer hinein hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Meine Frau und die sechzehnjährige Tochter waren wieder mal schneller im Wasser. Schon schwammen sie los in Richtung einer vorgelagerten Insel. Als ich eine Weile später aufs offene Meer gerate, spüre ich, wie stark die Strömung ist. Das müssen die beiden inzwischen auch gemerkt haben und kehren um. Unsere Tochter konnte nicht ganz so kräftig durchziehen und ich sehe, wie sie abtreibt. Werden ihre Kräfte reichen? Ich hatte doch mal eine Rettungsschwimmerausbildung, blitzt ein Gedanke in mir auf. Also los! Das kostet mich auch viel Kraft und ich bin unruhig. Aber ich schaffe es gerade so, hinter die Spitze der Buhne zu kommen. Dort war wieder ruhiges Wasser und wir kommen abgeschlafft und dankbar an Land.
Macht es der Teufel nicht auch so? Er will mich auch wegtreiben vom schützenden Retter. Er will, dass ich Panik bekomme, denn da kann man nicht mehr klar denken. Um einen brüllenden Löwen kann ich einen Bogen machen, aber der kräftige Sog zieht mich einfach weg. Scheinbar hat Paulus das ähnlich erlebt, als er schrieb: „Ich elender Mensch, wer wird mich retten?“ (vgl. Röm 7,24). Von meiner Logik her habe ich doch kaum eine Chance gegen den Sog von Sünde und Teufel. Doch dann – so erkennt Paulus – ist da einer, der sieht meine Situation. Er hilft mir, meine Kraft zu mobilisieren, und wenn meine Lage scheinbar kaum noch zu lösen ist, dann schickt Gott mir seinen „Rettungsschwimmer“. Wir sind nicht alleingelassen.
Herr, ich will nicht leichtsinnig werden in meinem täglichen Leben auf dieser Erde, obwohl ich weiß, dass deine Hilfe immer stärker ist als alle Löwen und aller Sog, der mich wegziehen will von dir. Danke, dass du immer da bist und ich mich blind auf dich verlassen kann.
Zum Bibelvers: 1. Petrus 5,8–9
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