
11. Feb. 2026 23:01Reinhold Paul
Andacht 12.02.2026
Wer in Bethlehem die Geburtskirche Jesu besucht, muss sich tief bücken, denn der niedrige Eingang ist nur 120 cm hoch. Dass dies nicht die ursprüngliche Höhe war, ist an dem alten Torbogen darüber deutlich zu erkennen. Weil die edlen Herren einst hoch zu Ross in die Kirche ritten, wurde der Eingang erniedrigt. Dies sollte verdeutlichen: Zu Jesus kann man nicht in seiner Selbsterhöhung kommen, sondern nur in Demut. Jeder muss von seinem hohen Ross heruntersteigen und kann nur gebeugt zu ihm gelangen.
Die Demut war noch nie sehr begehrt. Der Hochmut hingegen, von dem im Ausgangstext auch die Rede ist, sagt uns oft mehr zu. Doch Gott bewertet diese Eigenschaften ganz anders. Der Hochmütige ist zu eingenommen von sich selbst, er will beherrschen und bestimmen. Der Demütige lebt in dienender Gesinnung.
In Pharisäer und Zöllner im Tempel erkennen wir genau diese beiden Typen wieder. Der Pharisäer vergleicht sich mit den anderen, lobt, wie hoch er über ihnen stehe, und zählt Gott seine Qualitäten auf. Der Zöllner hingegen bleibt in seiner Bescheidenheit am Eingang stehen, fühlt sich nicht würdig, seinen Blick zum Himmel zu erheben, sondern betet nur den Satz: „Gott sei mir Sünder gnädig.“ Er fand Gnade, der andere aber ging leer aus. Jesus beschließt die Geschichte mit den Worten: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden“ (Lk 18,14).
Unser höchstes Vorbild, gerade in der Demut, ist Jesus: „Lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Mt 11,29). Jesus war sich nicht zu vornehm, sich vor seinen Jüngern zu bücken und ihnen – sogar Judas – ihre Füße zu waschen.
Zur Demut gehört auch eine Portion Mut. Wie viel friedlicher wäre es auf dieser Welt, wenn alle Menschen diese Eigenschaft etwas besser pflegen würden. In Gottes neuem Reich wird es endlich so weit sein.
Herr Jesus, bewahre uns vor dem Hochmut und hilf uns, echte Demut von dir zu lernen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Wer in Bethlehem die Geburtskirche Jesu besucht, muss sich tief bücken, denn der niedrige Eingang ist nur 120 cm hoch. Dass dies nicht die ursprüngliche Höhe war, ist an dem alten Torbogen darüber deutlich zu erkennen. Weil die edlen Herren einst hoch zu Ross in die Kirche ritten, wurde der Eingang erniedrigt. Dies sollte verdeutlichen: Zu Jesus kann man nicht in seiner Selbsterhöhung kommen, sondern nur in Demut. Jeder muss von seinem hohen Ross heruntersteigen und kann nur gebeugt zu ihm gelangen.
Die Demut war noch nie sehr begehrt. Der Hochmut hingegen, von dem im Ausgangstext auch die Rede ist, sagt uns oft mehr zu. Doch Gott bewertet diese Eigenschaften ganz anders. Der Hochmütige ist zu eingenommen von sich selbst, er will beherrschen und bestimmen. Der Demütige lebt in dienender Gesinnung.
In Pharisäer und Zöllner im Tempel erkennen wir genau diese beiden Typen wieder. Der Pharisäer vergleicht sich mit den anderen, lobt, wie hoch er über ihnen stehe, und zählt Gott seine Qualitäten auf. Der Zöllner hingegen bleibt in seiner Bescheidenheit am Eingang stehen, fühlt sich nicht würdig, seinen Blick zum Himmel zu erheben, sondern betet nur den Satz: „Gott sei mir Sünder gnädig.“ Er fand Gnade, der andere aber ging leer aus. Jesus beschließt die Geschichte mit den Worten: „Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden“ (Lk 18,14).
Unser höchstes Vorbild, gerade in der Demut, ist Jesus: „Lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Mt 11,29). Jesus war sich nicht zu vornehm, sich vor seinen Jüngern zu bücken und ihnen – sogar Judas – ihre Füße zu waschen.
Zur Demut gehört auch eine Portion Mut. Wie viel friedlicher wäre es auf dieser Welt, wenn alle Menschen diese Eigenschaft etwas besser pflegen würden. In Gottes neuem Reich wird es endlich so weit sein.
Herr Jesus, bewahre uns vor dem Hochmut und hilf uns, echte Demut von dir zu lernen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



