
11. Okt. 2026 22:01Beate Strobel
Andacht 12.10.2026
Der vermögende Bauer, von dem Jesus hier erzählt, gibt sich große Mühe, um mithilfe seines Know-hows vorzusorgen und seinen Reichtum zu vermehren. Er hofft, damit Ruhe für seine aufgescheuchte Seele zu finden. Und Jesus nennt ihn einen Narren. Er meint damit: „Du bist ein Dummkopf, wenn du denkst, Reichtum sei das Wichtigste im Leben.“
Diese Geschichte begleitet mich schon länger. Früher dachte ich immer, es gehe darum, nicht egoistisch zu sein und mit anderen zu teilen. Mittlerweile denke ich, es geht Jesus um die Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott. Dieser reiche Kornbauer scheint ein einsamer Mensch zu sein. Mit seiner großen Ernte will er seine Seele beruhigen. Doch dieser Plan wird nicht aufgehen. Gott hat uns als Menschen in Beziehungen geschaffen. Wo Beziehungen gelingen, geht es uns gut.
Ich muss zugeben, ich bin Gott dankbar für meine materielle Absicherung. Dankbar, dass meine Scheunen nicht leer sind. Aber noch dankbarer bin ich ihm für die Menschen, die er mir geschenkt hat. Dass wir gern als Familie zusammenkommen. Dass es meinem Mann wichtig ist, mit mir Zeit zu verbringen. Dass ich Freundinnen und Freunde habe, auf die ich zählen kann. Ich fühle mich geborgen. Das sind Geschenke, die nicht selbstverständlich sind. Und das habe ich mir auch nicht mit viel Arbeit oder Fleiß verdient. Es ist eher wie bei diesem Kornbauern mit seiner unerwartet großen Ernte.
Ich will nicht den gleichen Fehler machen wie er: Ich will meine Lebensernte nicht für mich behalten. Stattdessen will ich sie dankbar aus Gottes Hand nehmen und überlegen, wie ich am besten damit umgehe. Und dann spüre ich: Ich muss nicht in Panik geraten, wenn sich Dinge in meinem Leben ändern. Es hat auch sein Gutes, wenn nicht immer alles gleich bleibt, wenn ich Neues entdecken und lernen kann. Und wenn ich Zeit für Dinge habe, die früher nicht möglich waren. Und es ist ein besonderes Geschenk, wenn ich das mit lieben Menschen erleben darf.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Der vermögende Bauer, von dem Jesus hier erzählt, gibt sich große Mühe, um mithilfe seines Know-hows vorzusorgen und seinen Reichtum zu vermehren. Er hofft, damit Ruhe für seine aufgescheuchte Seele zu finden. Und Jesus nennt ihn einen Narren. Er meint damit: „Du bist ein Dummkopf, wenn du denkst, Reichtum sei das Wichtigste im Leben.“
Diese Geschichte begleitet mich schon länger. Früher dachte ich immer, es gehe darum, nicht egoistisch zu sein und mit anderen zu teilen. Mittlerweile denke ich, es geht Jesus um die Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott. Dieser reiche Kornbauer scheint ein einsamer Mensch zu sein. Mit seiner großen Ernte will er seine Seele beruhigen. Doch dieser Plan wird nicht aufgehen. Gott hat uns als Menschen in Beziehungen geschaffen. Wo Beziehungen gelingen, geht es uns gut.
Ich muss zugeben, ich bin Gott dankbar für meine materielle Absicherung. Dankbar, dass meine Scheunen nicht leer sind. Aber noch dankbarer bin ich ihm für die Menschen, die er mir geschenkt hat. Dass wir gern als Familie zusammenkommen. Dass es meinem Mann wichtig ist, mit mir Zeit zu verbringen. Dass ich Freundinnen und Freunde habe, auf die ich zählen kann. Ich fühle mich geborgen. Das sind Geschenke, die nicht selbstverständlich sind. Und das habe ich mir auch nicht mit viel Arbeit oder Fleiß verdient. Es ist eher wie bei diesem Kornbauern mit seiner unerwartet großen Ernte.
Ich will nicht den gleichen Fehler machen wie er: Ich will meine Lebensernte nicht für mich behalten. Stattdessen will ich sie dankbar aus Gottes Hand nehmen und überlegen, wie ich am besten damit umgehe. Und dann spüre ich: Ich muss nicht in Panik geraten, wenn sich Dinge in meinem Leben ändern. Es hat auch sein Gutes, wenn nicht immer alles gleich bleibt, wenn ich Neues entdecken und lernen kann. Und wenn ich Zeit für Dinge habe, die früher nicht möglich waren. Und es ist ein besonderes Geschenk, wenn ich das mit lieben Menschen erleben darf.
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