
14. Feb. 2026 23:01Lisa Gäbler
Andacht 15.02.2026
Wie schnell bildet man sich eine Meinung zu einem anderen Menschen und steckt ihn in eine Schublade. Wie schnell fällt man ein Urteil. Ein Händedruck, das Auftreten, der Kleidungsstil, die Stimmlage, die Körperhaltung oder auch der Körpergeruch können bewirken, dass wir in Windeseile eine Meinung von unserem Gegenüber haben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bereits die ersten 0,3 bis 7 Sekunden dafür entscheidend sind, was wir von einer Person halten. Doch was sagt das Äußere darüber aus, wie ein Mensch wirklich ist? Ein muskulöser Mann mit Tattoos und Glatze kann ein einfühlsamer Krankenpfleger sein, während die zierliche, ruhige Frau mit Brille als Fleischerin arbeiten kann.
Ein altes indianisches Sprichwort besagt: „Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.“ Diese Weisheit fordert uns dazu auf, einen Menschen erst richtig kennenzulernen, um uns ein komplexeres Bild von ihm machen zu können.
Was aber ist mit den Mitmenschen, die wir schon länger kennen? Stecken sie in unserem Kopf in einer Schublade fest? Einmal negativ aufgefallen – immer unmöglich? Oder einmal gut – immer gut? In Schubladen zu denken ist einfacher. Veränderungen müssen dann nicht mehr wahrgenommen werden. Sollte das vorgefertigte Bild einmal nicht passen, dann wird es zurechtgeschnitten.
Gott kennt uns ganz genau. Er weiß um unsere Fehler und begegnet uns trotzdem immer wieder vorurteilsfrei. Sollten wir uns nicht auch in dieser Gabe üben? Ich nehme mir vor, nicht mehr voreilig zu urteilen, sondern den Menschen eine Chance zu geben und ihnen offen zu begegnen. Es ist an der Zeit, feste Meinungen abzulegen, Mitmenschen neu wahrzunehmen und zu versuchen, negative Erfahrungen zu verarbeiten. Vergeben ist nicht einfach, und eine bestehende Sichtweise zu verändern erfordert Mut. Doch unvoreingenommen lebt es sich so viel befreiter und besser.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Wie schnell bildet man sich eine Meinung zu einem anderen Menschen und steckt ihn in eine Schublade. Wie schnell fällt man ein Urteil. Ein Händedruck, das Auftreten, der Kleidungsstil, die Stimmlage, die Körperhaltung oder auch der Körpergeruch können bewirken, dass wir in Windeseile eine Meinung von unserem Gegenüber haben. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass bereits die ersten 0,3 bis 7 Sekunden dafür entscheidend sind, was wir von einer Person halten. Doch was sagt das Äußere darüber aus, wie ein Mensch wirklich ist? Ein muskulöser Mann mit Tattoos und Glatze kann ein einfühlsamer Krankenpfleger sein, während die zierliche, ruhige Frau mit Brille als Fleischerin arbeiten kann.
Ein altes indianisches Sprichwort besagt: „Urteile nie über einen anderen, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.“ Diese Weisheit fordert uns dazu auf, einen Menschen erst richtig kennenzulernen, um uns ein komplexeres Bild von ihm machen zu können.
Was aber ist mit den Mitmenschen, die wir schon länger kennen? Stecken sie in unserem Kopf in einer Schublade fest? Einmal negativ aufgefallen – immer unmöglich? Oder einmal gut – immer gut? In Schubladen zu denken ist einfacher. Veränderungen müssen dann nicht mehr wahrgenommen werden. Sollte das vorgefertigte Bild einmal nicht passen, dann wird es zurechtgeschnitten.
Gott kennt uns ganz genau. Er weiß um unsere Fehler und begegnet uns trotzdem immer wieder vorurteilsfrei. Sollten wir uns nicht auch in dieser Gabe üben? Ich nehme mir vor, nicht mehr voreilig zu urteilen, sondern den Menschen eine Chance zu geben und ihnen offen zu begegnen. Es ist an der Zeit, feste Meinungen abzulegen, Mitmenschen neu wahrzunehmen und zu versuchen, negative Erfahrungen zu verarbeiten. Vergeben ist nicht einfach, und eine bestehende Sichtweise zu verändern erfordert Mut. Doch unvoreingenommen lebt es sich so viel befreiter und besser.
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