
14. Okt. 2026 22:01Stephan Brass
Andacht 15.10.2026
Für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist heute Simchat Tora. Übersetzt heißt das „Freude der Tora oder Weisung“. Es ist der letzte der jüdischen Feiertage, die mit dem Laubhüttenfest beginnen. An Simchat Tora startet der Zyklus der Toralesungen von vorne, also bei 1. Mose 1.
Ähnlich ist es mit den Lesungen im Kirchenjahr der großen Kirchen, das mit dem ersten Advent beginnt. Und bei diesen Andachten hier beginnt der Advent-Verlag jeweils an Neujahr mit einem erneuten Zyklus, in einem Jahr die Bibel durchzulesen. Im Durchschnitt dauert es etwa 88 Stunden, um die Bibel von Anfang bis Ende durchzulesen.
Zu Zeiten von Mose machten sich die Israeliten Quasten an die Zipfel ihrer Kleidung und blaue Schnüre an diese Quasten (4 Mo 15,38), um täglich daran erinnert zu werden, an die Gebote Gottes zu denken und sie auch zu halten. Jeden Morgen wurden sie ermutigt, einen Blick in die Tora zu werfen, um sich die Weisungen Gottes einzuprägen.
Welchen Wert hat nun das Lesen der Schrift? Ein Psalmwort formuliert es so: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Ps 119,105). Der eingangs erwähnte Text nennt verschiedene Nutzen dieser morgendlichen Übung, sich mit dem Wort Gottes zu befassen. Zum Beispiel das Öffnen des Ohrs und das Hören, wie Jünger hören. Hast du das schon einmal erlebt? Beim Lesen der Bibel etwas wahrnehmen, als säßen wir zu den Füßen Jesu und hörten ihm zu? Und dann wird erwähnt, dass die Leserin und der Leser nicht ungehorsam demgegenüber ist, was gerade gehört, gelesen oder erfahren wurde.
Von Gott geweckt zu werden, um eine gewinnbringende Zeit mit ihm und seinem Wort zu verbringen, ist sicher einen Versuch wert. Warum nicht heute diesen Zyklus starten. Ich kann’s nur empfehlen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist heute Simchat Tora. Übersetzt heißt das „Freude der Tora oder Weisung“. Es ist der letzte der jüdischen Feiertage, die mit dem Laubhüttenfest beginnen. An Simchat Tora startet der Zyklus der Toralesungen von vorne, also bei 1. Mose 1.
Ähnlich ist es mit den Lesungen im Kirchenjahr der großen Kirchen, das mit dem ersten Advent beginnt. Und bei diesen Andachten hier beginnt der Advent-Verlag jeweils an Neujahr mit einem erneuten Zyklus, in einem Jahr die Bibel durchzulesen. Im Durchschnitt dauert es etwa 88 Stunden, um die Bibel von Anfang bis Ende durchzulesen.
Zu Zeiten von Mose machten sich die Israeliten Quasten an die Zipfel ihrer Kleidung und blaue Schnüre an diese Quasten (4 Mo 15,38), um täglich daran erinnert zu werden, an die Gebote Gottes zu denken und sie auch zu halten. Jeden Morgen wurden sie ermutigt, einen Blick in die Tora zu werfen, um sich die Weisungen Gottes einzuprägen.
Welchen Wert hat nun das Lesen der Schrift? Ein Psalmwort formuliert es so: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“ (Ps 119,105). Der eingangs erwähnte Text nennt verschiedene Nutzen dieser morgendlichen Übung, sich mit dem Wort Gottes zu befassen. Zum Beispiel das Öffnen des Ohrs und das Hören, wie Jünger hören. Hast du das schon einmal erlebt? Beim Lesen der Bibel etwas wahrnehmen, als säßen wir zu den Füßen Jesu und hörten ihm zu? Und dann wird erwähnt, dass die Leserin und der Leser nicht ungehorsam demgegenüber ist, was gerade gehört, gelesen oder erfahren wurde.
Von Gott geweckt zu werden, um eine gewinnbringende Zeit mit ihm und seinem Wort zu verbringen, ist sicher einen Versuch wert. Warum nicht heute diesen Zyklus starten. Ich kann’s nur empfehlen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



