Andacht 16.05.2026
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Bibel
Glauben

15. Mai 2026 22:01Sylvia Renz

Andacht 16.05.2026

1901 schenkte Dennis Bernal, der Besitzer des amerikanischen Elektrizitätswerks Livermore Power and Light Company der örtlichen Feuerwehr von Liver­more eine Glühbirne. Diese wurde am 8. Juni des gleichen Jahres in die Fassung gedreht – und brennt bis heute. Sie ist die älteste leuchtende Glühbirne der Welt, so steht es im Guinnessbuch der Rekorde. Diese Birne wird liebevoll Centennial Light (hundertjähriges Licht) genannt und ihr Licht wird alle zehn Sekunden über eine Webcam in die ganze Welt ausgestrahlt. Sehr hell ist das aber nicht. Denn die bernsteingelbe Funzel hat gerade einmal vier Watt.

Jesus gab seinen Nachfolgern einen großen Auftrag: „Seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14 NLB). Wie wichtig Licht ist, merken wir vor allem im Dunkeln. Wir stoßen überall an und gehen unsicher. Bei Stromausfall fühlen wir uns gelähmt und suchen hektisch nach einer Taschenlampe oder Kerze. Wir brauchen Licht zum Leben, so sind wir vom Schöpfer programmiert. Warum fordert Jesus uns auf, unser Licht leuchten zu lassen und es nicht unter einem Eimer zu verstecken? Ganz einfach: Alle sollen davon profitieren – Orientierung, Mut und auch Freude erhalten. Denn Jesus erklärt, dass unser Licht aus den guten Werken besteht, aus unserem liebevollen Denken, ­Reden und Tun. Dadurch weisen wir wie Leuchttürme auf den Gott der Liebe hin.

Wenn unsere Mitmenschen zu Jesus finden, erleben sie die Erfüllung ihrer tiefsten Sehnsucht. Sie entdecken den Sinn ihres Lebens und merken, dass sie gewollt, geliebt und gerufen sind. Das macht sie dankbar und froh, und sie lassen sich ebenfalls anstecken und tragen das Licht weiter. Manchmal meinen wir, dass unsere Zeit zu finster, zu stark von Krisen ge­beutelt und von Kriegen zerrissen sei, um dem etwas ­Helles und Warmes entgegenzusetzen. Aber schon ein kleines Teelicht kann einen dunklen Raum erhellen. Vielleicht fühlen wir uns wie die trübe Vier-Watt-Funzel, doch Gottes Licht scheint trotzdem durch uns hindurch.

Zum Bibelvers: Matthäus 5,14–15

© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)

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