
15. Aug. 2026 22:01Burkhard Mayer
Andacht 16.08.2026
Wie ist mein Zeitgefühl? Fühle ich mich gehetzt oder kenne ich einen gesunden Wechsel zwischen schnell und langsam? Erlebe ich Phasen der Ruhe, die Raum für neue Gedanken und Entscheidungen, für Entspannung, für Dankbarkeit und Freude, für das Nichtmüssen zulassen? Der wöchentliche Sabbat ist auch in dieser Hinsicht ein wunderbares Zeitgeschenk.
Der heutige Bibelvers lässt mich darüber nachdenken, was ich mit meiner Lebenszeit, mit den vielen Augenblicken anfange, die mir Gott als Herr der Zeit gibt. Ja, es stimmt, was Mose bildhaft auf den Punkt bringt: Es ist, „als flögen wir davon“. Und es gilt auch, was Paulus zweimal in seinen Briefen eindringlich betont: „Kauft die Zeit aus“ (Eph 5,16; Kol 4,5). Wie soll man diese Aufforderung verstehen? Ich lese sie so: Verplempert die Zeit nicht mit Dingen, die uns vom wirklich Wichtigen abhalten; die am Ende sogar schaden. Füllt die Zeit mit dem, was die Liebe Gottes transportiert, mit dem, worauf dich der Geist Gottes hinweist.
Für das Wort Zeit verwendet Paulus das griechische Wort kairos. Gemeint ist damit nicht chronos, die Zeit, die dahinfließt, sondern der günstige, der erfüllte Augenblick, die Gelegenheit, die man nicht einfach so verstreichen lassen sollte. Habe ich Zeit, um einige Minuten innezuhalten und mir einen ausgedehnten Blick auf das Schöne zu gönnen? Nehme ich mir Zeit für das, was mich aufbaut und stärkt, für Dankbarkeitsmomente, für Gottes Wort, für das Erinnern an das heutige Andachtswort? Erkenne ich den Moment, in dem ich schweigen, und den Moment, in dem ich reden und handeln sollte? Ich las einmal einen Satz, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht: „Wenn dir an einer Person etwas Positives auffällt, dann zögere nicht, es ihr zu sagen. Es dauert nur ein paar Sekunden, aber die Person wird es vielleicht ihr ganzes Leben nicht vergessen.“ Vielleicht hält dieser Segen auch bis in die Ewigkeit, wenn wir an das ganz große Zeitfenster denken, das Gott uns öffnen will; den Sommer, der niemals endet.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Wie ist mein Zeitgefühl? Fühle ich mich gehetzt oder kenne ich einen gesunden Wechsel zwischen schnell und langsam? Erlebe ich Phasen der Ruhe, die Raum für neue Gedanken und Entscheidungen, für Entspannung, für Dankbarkeit und Freude, für das Nichtmüssen zulassen? Der wöchentliche Sabbat ist auch in dieser Hinsicht ein wunderbares Zeitgeschenk.
Der heutige Bibelvers lässt mich darüber nachdenken, was ich mit meiner Lebenszeit, mit den vielen Augenblicken anfange, die mir Gott als Herr der Zeit gibt. Ja, es stimmt, was Mose bildhaft auf den Punkt bringt: Es ist, „als flögen wir davon“. Und es gilt auch, was Paulus zweimal in seinen Briefen eindringlich betont: „Kauft die Zeit aus“ (Eph 5,16; Kol 4,5). Wie soll man diese Aufforderung verstehen? Ich lese sie so: Verplempert die Zeit nicht mit Dingen, die uns vom wirklich Wichtigen abhalten; die am Ende sogar schaden. Füllt die Zeit mit dem, was die Liebe Gottes transportiert, mit dem, worauf dich der Geist Gottes hinweist.
Für das Wort Zeit verwendet Paulus das griechische Wort kairos. Gemeint ist damit nicht chronos, die Zeit, die dahinfließt, sondern der günstige, der erfüllte Augenblick, die Gelegenheit, die man nicht einfach so verstreichen lassen sollte. Habe ich Zeit, um einige Minuten innezuhalten und mir einen ausgedehnten Blick auf das Schöne zu gönnen? Nehme ich mir Zeit für das, was mich aufbaut und stärkt, für Dankbarkeitsmomente, für Gottes Wort, für das Erinnern an das heutige Andachtswort? Erkenne ich den Moment, in dem ich schweigen, und den Moment, in dem ich reden und handeln sollte? Ich las einmal einen Satz, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht: „Wenn dir an einer Person etwas Positives auffällt, dann zögere nicht, es ihr zu sagen. Es dauert nur ein paar Sekunden, aber die Person wird es vielleicht ihr ganzes Leben nicht vergessen.“ Vielleicht hält dieser Segen auch bis in die Ewigkeit, wenn wir an das ganz große Zeitfenster denken, das Gott uns öffnen will; den Sommer, der niemals endet.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)


