
16. Aug. 2026 22:01Beate Strobel
Andacht 17.08.2026
Als Wüsten werden die vegetationsärmsten Gebiete der Erde bezeichnet. Es gibt Sandwüsten, Eiswüsten, völlig vegetationsfreie Vollwüsten, die Gipfel der Hochgebirge und polare Gebiete. Wüsten scheinen alle Töne zu verschlingen, kaum etwas hallt wider. Man ist auf sich allein beschränkt, weit und breit nur Steine, Sand und Himmel. Man spürt das Gewicht der Zeit, das auf den Dingen liegt. Der Wind kennt kaum Grenzen. Die unendlich scheinende Stille steht einfach da.
Immer wieder wird von Aussteigern berichtet, die sich für eine Zeit in eine Wüste zurückziehen, sich gewollt einem Mangel aussetzen und auf gewisse Veränderung oder neue Erkenntnisse hoffen, indem sie in dieser Komfortlosigkeit geistige und körperliche Disziplin üben.
Auch Jesus hat sich in die Wüste zurückgezogen. Sein Ziel: Inspiration zu finden durch die ungestörte Begegnung mit Gott. Gleichzeitig wurde aber auch für ihn die Wüste ein Ort höchster seelischer Beanspruchung; eine Nervenprobe, ein Ort des Todes und der Gefahr, der er nicht ausweichen konnte. Er selbst wurde dort „vom Teufel auf die Probe gestellt“: Durst, Hunger und Hitze, dazu eine Landschaft, in der Denken verrückt macht. Er wanderte vierzig Tage mit oder ohne Kamel tagein, tagaus durch die Ödnis, hörte nur Wind in den Ohren und seine eigenen Gedanken, sah Steine und Staub und noch mehr Steine. Dazu kam – wie es in Matthäus 4 weiter heißt – der Teufel, der Jesus in dieser Wehrlosigkeit umwarb und ihm ein Soforthilfepaket versprach, wenn er sich ihm nur zuwenden würde. Aber Jesus ging nicht darauf ein. Er ließ den Teufel richtig abblitzen, woraufhin etwas Wunderbares geschah: „Engel kamen und versorgten ihn“ (V. 11 GNB).
Durch Wüsten gehen – eine zutiefst menschliche Erfahrung, auch ohne je in der Sahara, Gobi oder der Rub al-Chali gewesen zu sein. In den Wüsten des Lebens, wenn alles um einen herum zusammenzubrechen droht, man sich am liebsten nur zurückziehen möchte, niemanden hören und sehen will, ist man am verletzlichsten und am anfälligsten für teuflische Zweifel. Genau dann wünsche ich dir Engel in Menschenform, die dir zur Seite stehen und dich mit dem versorgen, was du gerade brauchst.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Als Wüsten werden die vegetationsärmsten Gebiete der Erde bezeichnet. Es gibt Sandwüsten, Eiswüsten, völlig vegetationsfreie Vollwüsten, die Gipfel der Hochgebirge und polare Gebiete. Wüsten scheinen alle Töne zu verschlingen, kaum etwas hallt wider. Man ist auf sich allein beschränkt, weit und breit nur Steine, Sand und Himmel. Man spürt das Gewicht der Zeit, das auf den Dingen liegt. Der Wind kennt kaum Grenzen. Die unendlich scheinende Stille steht einfach da.
Immer wieder wird von Aussteigern berichtet, die sich für eine Zeit in eine Wüste zurückziehen, sich gewollt einem Mangel aussetzen und auf gewisse Veränderung oder neue Erkenntnisse hoffen, indem sie in dieser Komfortlosigkeit geistige und körperliche Disziplin üben.
Auch Jesus hat sich in die Wüste zurückgezogen. Sein Ziel: Inspiration zu finden durch die ungestörte Begegnung mit Gott. Gleichzeitig wurde aber auch für ihn die Wüste ein Ort höchster seelischer Beanspruchung; eine Nervenprobe, ein Ort des Todes und der Gefahr, der er nicht ausweichen konnte. Er selbst wurde dort „vom Teufel auf die Probe gestellt“: Durst, Hunger und Hitze, dazu eine Landschaft, in der Denken verrückt macht. Er wanderte vierzig Tage mit oder ohne Kamel tagein, tagaus durch die Ödnis, hörte nur Wind in den Ohren und seine eigenen Gedanken, sah Steine und Staub und noch mehr Steine. Dazu kam – wie es in Matthäus 4 weiter heißt – der Teufel, der Jesus in dieser Wehrlosigkeit umwarb und ihm ein Soforthilfepaket versprach, wenn er sich ihm nur zuwenden würde. Aber Jesus ging nicht darauf ein. Er ließ den Teufel richtig abblitzen, woraufhin etwas Wunderbares geschah: „Engel kamen und versorgten ihn“ (V. 11 GNB).
Durch Wüsten gehen – eine zutiefst menschliche Erfahrung, auch ohne je in der Sahara, Gobi oder der Rub al-Chali gewesen zu sein. In den Wüsten des Lebens, wenn alles um einen herum zusammenzubrechen droht, man sich am liebsten nur zurückziehen möchte, niemanden hören und sehen will, ist man am verletzlichsten und am anfälligsten für teuflische Zweifel. Genau dann wünsche ich dir Engel in Menschenform, die dir zur Seite stehen und dich mit dem versorgen, was du gerade brauchst.
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