
19. Aug. 2026 22:01Mabel Addai
Andacht 20.08.2026
„Fahr doch einfach schwarz! Das ist doch nur eine Haltestelle.“ Meine neue Arbeitsstelle war eigentlich gar nicht so weit entfernt, aber leider galt meine Fahrkarte nur bis zur Haltestelle genau vor der neuen Zone. Ärgerlich. Die Fahrkarte, die ich besaß, war schon sehr teuer, jetzt sollte ich nur wegen einer einzigen Haltestelle dreißig Euro dazu bezahlen? Dreißig Euro monatlich waren für mich nicht wenig, da ich auf Honorarbasis arbeite. Aber weil ich nicht betrügen wollte, biss ich in den sauren Apfel und bezahlte.
Trotzdem musste ich mir von anderen anhören, dass es doch voll unnötig sei und ich schon nicht erwischt würde. „Nein, das kann ich nicht. Gott möchte nicht, dass wir betrügen!“, gab ich fest entschlossen zurück. Doch obwohl ich wusste, dass ich das Richtige tat, ärgerte ich mich innerlich ein wenig.
Dann kam mir eine Idee. Warum frage ich nicht einfach meine Chefin, ob ich etwas Unterstützung bekommen könnte? Anfangs traute ich mich nicht, da ich ja erst vor Kurzem dort angefangen hatte, aber nach langem Hin und Her entschied ich mich, doch zu fragen, ohne eine konkrete Summe zu nennen. „Ich kann mal nachfragen, aber ich bin mir nicht sicher, ob man Ihnen helfen kann“, sagte sie.
Einige Tage später kam sie zu mir. „Wir können Ihnen doch helfen, aber Sie kriegen von uns nur dreißig Euro.“ Nur?! Das war doch genau die Summe, die ich brauchte! Sofort schickte ich ein Dankgebet an Gott.
Geht es uns nicht oft so? Manchmal kommen wir in eine Situation, in der wir versucht werden, uns für den leichteren, vielleicht nicht ganz korrekten Weg zu entscheiden, und sagen uns: Gott wird da schon ein Auge zudrücken, wenn ich jetzt nicht ganz ehrlich bin. Er wird es schon verstehen. Noch schwieriger ist es, wenn Menschen, die uns nahestehen, uns noch dazu ermutigen, etwas zu tun, das nicht Gottes Willen entspricht. Und schon befinden wir uns in einer Zwickmühle. Soll ich oder lieber nicht?
Nicht ohne Grund sagt uns Gott: „Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen“ (Spr 3,7). Gott weiß, was wir brauchen, er wird uns gute Gaben nicht versagen und hat stets das Beste für uns im Sinn.
Also bleibe Gott treu. Er wird dich mit der Krone des Lebens belohnen!
Zum Bibelvers: Offenbarung 2,10
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
„Fahr doch einfach schwarz! Das ist doch nur eine Haltestelle.“ Meine neue Arbeitsstelle war eigentlich gar nicht so weit entfernt, aber leider galt meine Fahrkarte nur bis zur Haltestelle genau vor der neuen Zone. Ärgerlich. Die Fahrkarte, die ich besaß, war schon sehr teuer, jetzt sollte ich nur wegen einer einzigen Haltestelle dreißig Euro dazu bezahlen? Dreißig Euro monatlich waren für mich nicht wenig, da ich auf Honorarbasis arbeite. Aber weil ich nicht betrügen wollte, biss ich in den sauren Apfel und bezahlte.
Trotzdem musste ich mir von anderen anhören, dass es doch voll unnötig sei und ich schon nicht erwischt würde. „Nein, das kann ich nicht. Gott möchte nicht, dass wir betrügen!“, gab ich fest entschlossen zurück. Doch obwohl ich wusste, dass ich das Richtige tat, ärgerte ich mich innerlich ein wenig.
Dann kam mir eine Idee. Warum frage ich nicht einfach meine Chefin, ob ich etwas Unterstützung bekommen könnte? Anfangs traute ich mich nicht, da ich ja erst vor Kurzem dort angefangen hatte, aber nach langem Hin und Her entschied ich mich, doch zu fragen, ohne eine konkrete Summe zu nennen. „Ich kann mal nachfragen, aber ich bin mir nicht sicher, ob man Ihnen helfen kann“, sagte sie.
Einige Tage später kam sie zu mir. „Wir können Ihnen doch helfen, aber Sie kriegen von uns nur dreißig Euro.“ Nur?! Das war doch genau die Summe, die ich brauchte! Sofort schickte ich ein Dankgebet an Gott.
Geht es uns nicht oft so? Manchmal kommen wir in eine Situation, in der wir versucht werden, uns für den leichteren, vielleicht nicht ganz korrekten Weg zu entscheiden, und sagen uns: Gott wird da schon ein Auge zudrücken, wenn ich jetzt nicht ganz ehrlich bin. Er wird es schon verstehen. Noch schwieriger ist es, wenn Menschen, die uns nahestehen, uns noch dazu ermutigen, etwas zu tun, das nicht Gottes Willen entspricht. Und schon befinden wir uns in einer Zwickmühle. Soll ich oder lieber nicht?
Nicht ohne Grund sagt uns Gott: „Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den HERRN und weiche vom Bösen“ (Spr 3,7). Gott weiß, was wir brauchen, er wird uns gute Gaben nicht versagen und hat stets das Beste für uns im Sinn.
Also bleibe Gott treu. Er wird dich mit der Krone des Lebens belohnen!
Zum Bibelvers: Offenbarung 2,10
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