Andacht 20.10.2026
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Bibel
Glauben

19. Okt. 2026 22:01Andre Zander

Andacht 20.10.2026

Welch eine tragische Wendung in der so ansehnlichen Vita des reichen Mannes! Laut Lukas handelte es sich um einen „der führenden Männer des jüdischen Rats“ (Lk 18,18 BB). Ein integrer Mann, der alles richtig machen wollte und dem das offenbar auch gelang.

Demütig kniete er vor Jesus nieder, und das in aller Öffentlichkeit; anders als sein Kollege Nikodemus, der sich lieber in der Dunkelheit zu Jesus schlich.

Und er hatte das feine Gespür dafür, dass ihm noch irgendetwas fehlte, obwohl er alles richtig machte. Alles in allem ein sehr lobenswerter Mensch.

Dann kam Jesus mit der unglaublichen Forderung, alles Vermögen wegzugeben. Warum verprellte Jesus ihn so sehr, nachdem er ihn „lieb gewonnen“ hatte? Jesus war kein Materialist und schon gar nicht käuflich. Bei Zachäus forderte Jesus gar nichts. Der Zöllner kam ganz von selbst auf die Idee, etwas – nicht alles – zu geben. Nikodemus wurde lediglich mit einem Rätsel konfrontiert, dass er wiedergeboren werden müsse.

Was will uns diese Geschichte also sagen? Was wollte Jesus am Beispiel des reichen Mannes zeigen? Das Halten der Gebote hilft uns im Leben weiter, aber es sichert uns nicht das ewige Leben!

Wie quälen sich manche Christen mit der Frage: „Reicht das, was ich getan habe?“ Die ehrliche und einzig richtige Antwort auf diese Frage lautet: „Nein!“ Egal, wie sehr du dich anstrengst, aus eigener Kraft kannst du es nie ins Reich Gottes schaffen.

Die frohe Botschaft in dieser Geschichte kommt am Ende (vgl. V. 27). Auf die Frage seiner erschrockenen Jünger, wer überhaupt gerettet werden könne, antwortete Jesus: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“

In dem wunderbaren Lied „Were It Not for Grace“ heißt es: „Ich würde ewig rennen, aber das Rennen verlieren […] Er ging die letzte Meile zwischen mir und dem Himmel, sodass ich nicht verloren ginge.“

Danke, Gott, dass du unsere Rettung möglich machst!

Zum Bibelvers: Markus 10,21–22

© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)

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