Andacht 22.08.2026
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Bibel
Glauben

21. Aug. 2026 22:01Wolfgang Dorn

Andacht 22.08.2026

Die Geschichte von der Begegnung Jesu mit der samaritischen Frau zeigt: Für Gott zählt Verbundenheit (vgl. V. 4–26). In seiner Begegnung mit der Frau am Brunnen brach Jesus mit drei jüdischen Bräuchen. Erstens sprach er eine Frau an; zweitens war sie eine Samariterin und gehörte damit zu einer Gruppe, die die Juden traditionell verachteten; und drittens bat er sie, ihm Wasser zu bringen, obwohl es ihn zeremoniell unrein gemacht hätte, wenn er ihren Becher oder Krug benutzt hätte. Sein Verhalten schockierte die Frau am Brunnen. Aber Jesus lebte in uneingeschränkter Liebe, innerlich frei von Gesetzen und Bräuchen, die das Ganzsein und Gemeinschaft behinderten.

Jesus legte Wert auf heil machende Liebe. Er war ein „Ganzmacher“, der diejenigen zusammenbrachte, die gespalten, getrennt oder ausgeschlossen waren. Er initiierte eine neue Art des Zusammenkommens von Menschen in Liebe. Am Ende seines Lebens betete er: „Dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21). Er brachte zusammen, was getrennt war, und stellte sich gegen Systeme, die Menschen herabsetzten, marginalisierten oder ausschlossen. Er forderte andere nicht durch Argumente oder Angriffe heraus, sondern durch seine tiefe Liebe. Jesus sagte: „Wehrt euch nicht gegen Menschen, die euch etwas Böses antun! Sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch deine andere Backe hin!“ (Mt 5,39 BB).

Der Glaube an Christus sollte uns dazu bewegen, liebevoll und frei zu leben, Verbundenheit zu schaffen und auf diese Weise eine neue Zukunft für die Menschen, die Gesellschaft und die gesamte Welt zu gestalten.

Zum Bibelvers: Johannes 4,5–7

© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)

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