
22. Sep. 2026 22:01Matthias Müller
Andacht 23.09.2026
Wieso erzählt Jesus solch ein skurrile Geschichte? Mit den bewusst extremen Schilderungen gibt er keine buchstäbliche Realität wieder. Denn dann hätten die, die sich angeblich im Himmel (in Abrahams Schoß) befinden, den ständigen Anblick derer vor Augen, die Höllenqualen leiden, wo ein Tropfen Wasser auf der Zungenspitze genügen würde, um die Pein zu lindern. Was meint Jesus dann mit dieser Geschichte? Es lohnt sich, den ganzen Textabschnitt zu lesen.
Jesus greift eine damals bekannte und beliebte Volkserzählung auf und wandelt sie für seinen Zweck ab. Damit bleibt er sich treu, denn er benutzte häufig Bekanntes als Beispiel für seine Lehren. Er erklärt, dass die Geschichte Folgendes deutlich machen soll: Wunder sind keine Garantie für Glauben. Das erleben wir auch heute. Der eine schildert begeistert seine wunderbare Glaubenserfahrung. Aus der Sicht des anderen ist es purer Zufall, der nichts mit göttlicher Fügung zu tun hat.
So sehr man sich manchmal Gottes wunderbares Eingreifen wünscht – feste Grundlage für den Glauben kann nur das Wort Gottes sein.
In keinem seiner anderen Gleichnisse gibt Jesus einer Person einen Namen. Weder der verlorene Sohn noch sein Bruder bekommt einen Namen, auch nicht die Frau, die den verlorenen Groschen findet, oder einer der Schuldner in einem anderen Gleichnis. Hier jedoch vergibt Jesus einen Namen und wählt ausgerechnet … Lazarus. Das kann kein Zufall sein. Mit dieser Namensnennung unterstreicht Jesus sein Anliegen, denn die Auferweckung von Lazarus bestärkte manche im Glauben und provozierte bei anderen den Plan, ihn umzubringen. Die vielfache Ablehnung Jesu durch seine Zeitgenossen ist ein Beleg dafür, dass selbst die vielen Heilungen, die er vollbrachte, die Menschen nicht automatisch zu seinen Nachfolgern machten.
Es bleibt dabei: „Der Mensch lebt [...] von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“ (Mt 4,4 SLT). Gut, wenn wir Gottesworte kennen. Lassen wir sie auch heute unsere Grundlage sein.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Wieso erzählt Jesus solch ein skurrile Geschichte? Mit den bewusst extremen Schilderungen gibt er keine buchstäbliche Realität wieder. Denn dann hätten die, die sich angeblich im Himmel (in Abrahams Schoß) befinden, den ständigen Anblick derer vor Augen, die Höllenqualen leiden, wo ein Tropfen Wasser auf der Zungenspitze genügen würde, um die Pein zu lindern. Was meint Jesus dann mit dieser Geschichte? Es lohnt sich, den ganzen Textabschnitt zu lesen.
Jesus greift eine damals bekannte und beliebte Volkserzählung auf und wandelt sie für seinen Zweck ab. Damit bleibt er sich treu, denn er benutzte häufig Bekanntes als Beispiel für seine Lehren. Er erklärt, dass die Geschichte Folgendes deutlich machen soll: Wunder sind keine Garantie für Glauben. Das erleben wir auch heute. Der eine schildert begeistert seine wunderbare Glaubenserfahrung. Aus der Sicht des anderen ist es purer Zufall, der nichts mit göttlicher Fügung zu tun hat.
So sehr man sich manchmal Gottes wunderbares Eingreifen wünscht – feste Grundlage für den Glauben kann nur das Wort Gottes sein.
In keinem seiner anderen Gleichnisse gibt Jesus einer Person einen Namen. Weder der verlorene Sohn noch sein Bruder bekommt einen Namen, auch nicht die Frau, die den verlorenen Groschen findet, oder einer der Schuldner in einem anderen Gleichnis. Hier jedoch vergibt Jesus einen Namen und wählt ausgerechnet … Lazarus. Das kann kein Zufall sein. Mit dieser Namensnennung unterstreicht Jesus sein Anliegen, denn die Auferweckung von Lazarus bestärkte manche im Glauben und provozierte bei anderen den Plan, ihn umzubringen. Die vielfache Ablehnung Jesu durch seine Zeitgenossen ist ein Beleg dafür, dass selbst die vielen Heilungen, die er vollbrachte, die Menschen nicht automatisch zu seinen Nachfolgern machten.
Es bleibt dabei: „Der Mensch lebt [...] von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“ (Mt 4,4 SLT). Gut, wenn wir Gottesworte kennen. Lassen wir sie auch heute unsere Grundlage sein.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



