
14. Jan. 2026 08:49APDKelkheim, Main-Taunus-Kreis, Hesse, Germany
Christenverfolgung weltweit auf neuem Höchststand – Open Doors veröffentlicht Weltverfolgungsindex 2026
Rund 388 Millionen Christen sind einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt, dokumentiert das christliche Hilfswerk Open Doors im neuen Weltverfolgungsindex 2026.
Die Rangliste zeigt die 50 Länder, in denen Christen weltweit am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die neue Erhebung mache deutlich: Die Verfolgung von Christen erreicht weltweit einen neuen Höchststand. Insgesamt wären rund 388 Millionen Christen einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt.
Christen in Nordkorea Staatsfeinde Nummer eins
Nordkorea (Platz 1) führt den Weltverfolgungsindex erneut an. Christen gelten dort als Staatsfeinde Nummer eins. Zehntausende befänden sich in Arbeitslagern, wo ihnen systematische Folter und Hinrichtungen drohten. Der christliche Glaube werde als Gefahr für das Regime betrachtet und brutal unterdrückt.
Stärkste Verschlechterung in Syrien
Syrien (Platz 6) verzeichnet die stärkste Verschlechterung aller Länder im Weltverfolgungsindex. Das Land rückt von Platz 18 auf Platz 6 vor – einer der größten Positionssprünge in der Geschichte des Index. Ausschlaggebend sei der massive Anstieg der Gewalt gegen Christen.
Nach dem politischen Umbruch im Dezember 2024 erfüllten sich Hoffnungen auf mehr Sicherheit nicht. Mindestens 27 Christen seien im Berichtszeitraum wegen ihres Glaubens getötet worden. Christen berichteten von Einschüchterung im Alltag, Lautsprecherwagen riefen sie öffentlich zur Konversion auf, an Kirchen geklebte Zettel verlangten die Zahlung einer Kopfsteuer. Viele Gläubige zögen sich aus der Öffentlichkeit zurück. Heute lebten nur noch rund 300.000 Christen in Syrien. Hunderttausende hätten das Land in den vergangenen Jahren verlassen. Eine ähnliche Entwicklung sei im Irak zu beobachten.
Gewalt, Machtvakuum und Flucht in Subsahara-Afrika
Ein besonders dramatischer Schwerpunkt der Christenverfolgung liege in Subsahara-Afrika. 14 Länder dieser Region stehen auf dem Weltverfolgungsindex 2026. Schwache staatliche Strukturen bewirkten ein Machtvakuum, das islamistische Gruppen ausnutzten. Christen würden gezielt bedroht, aus ihren Dörfern vertrieben oder ermordet. Allein im Sudan (Platz 4) seien infolge des Bürgerkriegs rund 9,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Nigeria (Platz 7) bleibe das tödlichste Land für Christen weltweit: 3.490 der 4.849 weltweit dokumentierten Opfer christenfeindlicher Gewalt kämen in Nigeria ums Leben.
Christliches Leben unter Druck: Isolation und staatliche Kontrolle
Der Weltverfolgungsindex zeige jedoch auch, dass Verfolgung nicht nur durch offene Gewalt geschieht. In Algerien (Platz 20) würden nach der Schließung aller protestantischen Kirchen Gemeinden weiter überwacht und christliche Aktivitäten unterbunden. Mehr als drei Viertel der Christen hätten den Kontakt zu einer Gemeinde verloren.
Auch in China (Platz 17) verschärfe der Staat den Druck weiter. Neue Vorschriften vom September 2025 regulierten jegliche online Aktivitäten von Geistlichen. Die Durchführung von Online-Gottesdiensten, Spendensammlungen und christliche Jugendarbeit außerhalb staatlicher Kontrolle seien ihnen damit verboten. Viele Gemeinden würden sich nur noch in kleinen Gruppen im Untergrund treffen.
Hinter jeder Zahl ein Hilferuf
„Hinter jeder Zahl des Weltverfolgungsindex stehen Menschen, die wegen ihres Glaubens leiden“, betont Markus Rode, Geschäftsführer von Open Doors Deutschland. „Diese Rangliste ist ein Hilferuf. Die entscheidende Frage ist: Hören Kirchen, Zivilgesellschaft und Politik wirklich hin – und handeln sie? Handeln bedeutet, jetzt konkret helfen, Fürsprache leisten und Schutz einfordern; besonders für Christen in Subsahara-Afrika, für die wir eine weltweite Hilfskampagne gestartet haben. Für die Betroffenen wäre das ein starkes Zeichen der Hoffnung“, so Rode weiter.
Der Weltverfolgungsindex basiere wesentlich auf Informationen aus christlichen Netzwerken, mit denen Open Doors seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Die ersten zehn Länder des Weltverfolgungsindex 2026: 1. Nordkorea · 2. Somalia · 3. Jemen · 4. Sudan · 5. Eritrea · 6. Syrien · 7. Nigeria · 8. Pakistan · 9. Libyen · 10. Iran.
Über Open Doors
Open Doors setzt sich nach eigenen Angaben seit der Gründung 1955 mittlerweile in über 70 Ländern durch Hilfsprojekte für verfolgte Christen ein und untersucht jedes Jahr das Ausmaß an Gewalt, staatlicher Unterdrückung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenüber Christen in rund 100 Ländern. Die Daten dafür lieferten betroffene kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, Analysten sowie Experten von Open Doors International. Die Einhaltung der Methodik des Weltverfolgungsindex werde durch das Internationale Institut für Religionsfreiheit geprüft und zertifiziert.
Alle Informationen zum Weltverfolgungsindex 2026 unter www.opendoors.de/weltverfolgungsindex.
Die Rangliste zeigt die 50 Länder, in denen Christen weltweit am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die neue Erhebung mache deutlich: Die Verfolgung von Christen erreicht weltweit einen neuen Höchststand. Insgesamt wären rund 388 Millionen Christen einem hohen bis extremen Maß an Verfolgung ausgesetzt.
Christen in Nordkorea Staatsfeinde Nummer eins
Nordkorea (Platz 1) führt den Weltverfolgungsindex erneut an. Christen gelten dort als Staatsfeinde Nummer eins. Zehntausende befänden sich in Arbeitslagern, wo ihnen systematische Folter und Hinrichtungen drohten. Der christliche Glaube werde als Gefahr für das Regime betrachtet und brutal unterdrückt.
Stärkste Verschlechterung in Syrien
Syrien (Platz 6) verzeichnet die stärkste Verschlechterung aller Länder im Weltverfolgungsindex. Das Land rückt von Platz 18 auf Platz 6 vor – einer der größten Positionssprünge in der Geschichte des Index. Ausschlaggebend sei der massive Anstieg der Gewalt gegen Christen.
Nach dem politischen Umbruch im Dezember 2024 erfüllten sich Hoffnungen auf mehr Sicherheit nicht. Mindestens 27 Christen seien im Berichtszeitraum wegen ihres Glaubens getötet worden. Christen berichteten von Einschüchterung im Alltag, Lautsprecherwagen riefen sie öffentlich zur Konversion auf, an Kirchen geklebte Zettel verlangten die Zahlung einer Kopfsteuer. Viele Gläubige zögen sich aus der Öffentlichkeit zurück. Heute lebten nur noch rund 300.000 Christen in Syrien. Hunderttausende hätten das Land in den vergangenen Jahren verlassen. Eine ähnliche Entwicklung sei im Irak zu beobachten.
Gewalt, Machtvakuum und Flucht in Subsahara-Afrika
Ein besonders dramatischer Schwerpunkt der Christenverfolgung liege in Subsahara-Afrika. 14 Länder dieser Region stehen auf dem Weltverfolgungsindex 2026. Schwache staatliche Strukturen bewirkten ein Machtvakuum, das islamistische Gruppen ausnutzten. Christen würden gezielt bedroht, aus ihren Dörfern vertrieben oder ermordet. Allein im Sudan (Platz 4) seien infolge des Bürgerkriegs rund 9,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Nigeria (Platz 7) bleibe das tödlichste Land für Christen weltweit: 3.490 der 4.849 weltweit dokumentierten Opfer christenfeindlicher Gewalt kämen in Nigeria ums Leben.
Christliches Leben unter Druck: Isolation und staatliche Kontrolle
Der Weltverfolgungsindex zeige jedoch auch, dass Verfolgung nicht nur durch offene Gewalt geschieht. In Algerien (Platz 20) würden nach der Schließung aller protestantischen Kirchen Gemeinden weiter überwacht und christliche Aktivitäten unterbunden. Mehr als drei Viertel der Christen hätten den Kontakt zu einer Gemeinde verloren.
Auch in China (Platz 17) verschärfe der Staat den Druck weiter. Neue Vorschriften vom September 2025 regulierten jegliche online Aktivitäten von Geistlichen. Die Durchführung von Online-Gottesdiensten, Spendensammlungen und christliche Jugendarbeit außerhalb staatlicher Kontrolle seien ihnen damit verboten. Viele Gemeinden würden sich nur noch in kleinen Gruppen im Untergrund treffen.
Hinter jeder Zahl ein Hilferuf
„Hinter jeder Zahl des Weltverfolgungsindex stehen Menschen, die wegen ihres Glaubens leiden“, betont Markus Rode, Geschäftsführer von Open Doors Deutschland. „Diese Rangliste ist ein Hilferuf. Die entscheidende Frage ist: Hören Kirchen, Zivilgesellschaft und Politik wirklich hin – und handeln sie? Handeln bedeutet, jetzt konkret helfen, Fürsprache leisten und Schutz einfordern; besonders für Christen in Subsahara-Afrika, für die wir eine weltweite Hilfskampagne gestartet haben. Für die Betroffenen wäre das ein starkes Zeichen der Hoffnung“, so Rode weiter.
Der Weltverfolgungsindex basiere wesentlich auf Informationen aus christlichen Netzwerken, mit denen Open Doors seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Die ersten zehn Länder des Weltverfolgungsindex 2026: 1. Nordkorea · 2. Somalia · 3. Jemen · 4. Sudan · 5. Eritrea · 6. Syrien · 7. Nigeria · 8. Pakistan · 9. Libyen · 10. Iran.
Über Open Doors
Open Doors setzt sich nach eigenen Angaben seit der Gründung 1955 mittlerweile in über 70 Ländern durch Hilfsprojekte für verfolgte Christen ein und untersucht jedes Jahr das Ausmaß an Gewalt, staatlicher Unterdrückung sowie gesellschaftlicher und behördlicher Feindseligkeit gegenüber Christen in rund 100 Ländern. Die Daten dafür lieferten betroffene kirchliche Netzwerke, regionale Menschenrechtsanwälte, Analysten sowie Experten von Open Doors International. Die Einhaltung der Methodik des Weltverfolgungsindex werde durch das Internationale Institut für Religionsfreiheit geprüft und zertifiziert.
Alle Informationen zum Weltverfolgungsindex 2026 unter www.opendoors.de/weltverfolgungsindex.



