Terroranschlag auf CSD in Berlin: Regionale adventistische Kirchenleiter veröffentlichen Botschaft der Trauer und des Zuspruchs
Screenshot Facebookseite mit der Trostbotschaft.
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27. Juli 2026 10:52APDBerlin, Germany

Terroranschlag auf CSD in Berlin: Regionale adventistische Kirchenleiter veröffentlichen Botschaft der Trauer und des Zuspruchs

Nach dem Terroranschlag auf dem „Christopher Street Day“ (CSD) in Berlin haben Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Mitteldeutschland eine Botschaft der Trauer und des Zuspruchs veröffentlicht.

Bei dem mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlag am 25. Juli fuhr ein Auto in die Menschenmenge des CSD. Dabei kam eine Frau ums Leben, 29 weitere Menschen wurden jüngsten Medienberichten zufolge verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde beim Versuch seiner Festnahme getötet.

Die Botschaft im Wortlaut

Der Präsident der adventistischen Kirchenleitung für Berlin-Mitteldeutschland (Berlin-Mitteldeutsche Vereinigung, BMV), Gunnar Scholz veröffentlichte zusammen mit dem BMV-Vizepräsidenten Jens Fabich auf der Facebookseite der regionalen Kirchenleitung eine Botschaft mit Gedanken des Trostes und des Zuspruchs. Darin schreiben sie:

„Der mutmaßliche Anschlag auf Menschen in Berlin letzte Nacht schockiert uns. Viele Gedanken gehen durch den Kopf und müssen sortiert werden. Vor allem anderen steht die Trauer, die Ohnmacht und auch Wut, die uns mit den leidtragenden Familien des Gewaltverbrechens verbindet.“

Sie zitieren ein Gebet von Eugen Eckert aus dem Jahr 1994, in dem es heißt: „Komm Gott, mit deiner Gnade in gnadenloser Zeit und zeig uns Wege Pfade zu neuer Menschlichkeit. Du weißt um Leid und Sterben, von Menschenhand gebracht – Gott lass uns nicht verderben, hilf uns, du hast die Macht.“

Weiter schreiben sie: „Trotzdem fragen wir uns, wie konnte das zum wiederholten Mal passieren? Diese Frage ist wichtig und zu kurz beantwortet, wenn wir sie auf die Sicherheitsfrage reduzieren. Solch einer Tat gehen Gedanken und Worte voraus, die andere Menschen ausgrenzen, weil sie unserer Meinung nach nicht unseren Werten entsprechen. Hier beginnt Prävention, wo wir uns gegen Gedanken und Worte des Hasses und der Ausgrenzung stellen. Christen bekennen, dass es nur einen Gott gibt, der den Menschen das Leben schenkt. Ein Gott, der der Vater aller ist. Ein Vater der Christen, der Muslime, der Juden, der Hindus, der queeren Menschen ... der jedes seiner Kinder liebt. Wenn das nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, prägt es die Art und Weise wie wir mit Unterschiedlichkeit umgehen und Konflikte lösen. Es bewegt uns nicht nur im Hinblick auf selbst erlebtes Unrecht, sondern gibt Beistand dem, der von Hass und Ausgrenzung betroffen ist. Es lässt uns nicht nur für die eigene Freiheit kämpfen, sondern übernimmt Verantwortung dafür, dass die Freiheit der anderen Mitmenschen zum Wohle aller erhalten bleibt.“

Über die BMV

Zur regionalen adventistischen Verwaltungsgemeinschaft der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung (BMV) gehören die Landeskörperschaften Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort leben 6.576 mündig getaufte adventistischen Kirchenmitglieder, die sich in rund 140 Kirchengemeinden versammeln. Website: https://bmv.adventisten.de/ Facebookseite: https://www.facebook.com/bmv.adventisten/

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