Weltgebetstag der Frauen am 6. März
Das Bild zum diesjährigen Weltgebetstag trägt den Titel „Rest for the Weary“ und stammt von der nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah.
Foto: © World Day of Prayer International Committee, Inc.
Nachrichten

4. März 2026 08:38APDStein, Kreis Fürth, Bavaria, Germany

Weltgebetstag der Frauen am 6. März

Am 6. März findet in über 150 Ländern der Weltgebetstag der Frauen statt. Unter dem diesjährigen Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ haben Frauen aus Nigeria Texte geschrieben und Musikbeiträge geschickt, die für die Liturgie des Tages verwendet werden.

Nigeria ist ein Land der Superlative. Über 230 Millionen Menschen leben dort, in über 250 Ethnien und mit mehr als 500 Sprachen. Doch das Zusammenleben sei auch geprägt von blutigen Konflikten. Im Norden terrorisieren islamistische Milizen christliche, aber auch muslimische Orte. Anschläge gegen die Zivilbevölkerung bestimmen die Schlagzeilen. Die Kriminalitätsrate sei sehr hoch, Raubüberfälle und Entführungen seien allgegenwärtig, heißt es in einer Pressemitteilung des Weltgebetstags der Frauen. Nigeria sei das wirtschaftlich stärkste Land Afrikas und reich an Bodenschätzen, aber nur wenige Menschen profitierten davon. In den Großstädten boome die kreative Kulturszene. Gleichzeitig seien viele junge Leute ohne Perspektive. Zum diesjährigen Weltgebetstag wollen Frauen aus Nigeria ihr Land mit all seiner Vielfalt und seinen Gegensätzen den Teilnehmenden der Gebetsveranstaltungen weltweit näherbringen.

Über das Motto „Kommt! Bringt eure Last“

Das Motto der Weltgebetstags-Liturgie 2026 erinnert an die Einladung von Jesus im Matthäusevangelium. Das Bildmotiv dazu hat die nigerianische Künstlerin Gift Amarachi Ottah geschaffen. Auf dem Bild sind drei Frauen der größten Ethnien Igbo, Haussa und Yoruba zu sehen. Im Hintergrund tragen Frauen Lasten auf dem Kopf, wie es in Nigeria üblich ist. Aber es gibt für die nigerianischen Frauen auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt, auf die der Weltgebetstag aufmerksam macht.

Solidarität und Hoffnung

Trotz der großen Herausforderungen bewahren viele Menschen ihre Hoffnung und ihr Vertrauen in Gott. Über diese Hoffnung berichten christliche Frauen aus Nigeria – vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen – in Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten.

Über den Weltgebetstag der Frauen

Der Weltgebetstag ist die größte ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen weltweit. Die Liturgie wird jedes Jahr von einem anderen Land vorbereitet. Allein in Deutschland nehmen jährlich rund 800.000 Menschen an den multilateralen ökumenischen Gottesdiensten teil, die sich als Gebetskette rund um den Globus verstehen; weltweit sind es geschätzt mehrere Millionen. Teilnehmende kommen aus römisch-katholischen, evangelischen oder freikirchlichen Frauengruppen, Frauenverbänden und Gemeinden wie Mennoniten, Herrnhuter Brüdergemeine, Baptisten und Methodisten, oder sie gehören zur alt-katholischen, zur orthodoxen Kirche bzw. zur Heilsarmee. Die Gottesdienste werden in Kirchen oder Gemeindehäusern gefeiert, in Senioren- und Pflegeinrichtungen, Kitas und Schulen, im Freien oder auch online. Die Idee eines Frauen-Gebetstags nahm bereits 1887 in den USA und Kanada ihren Anfang. Der erste internationale Gebetstag wurde 1927 gefeiert.

Die zentrale Idee des Weltgebetstags ist „informiert beten und betend handeln“. Deshalb fördert der deutsche Weltgebetstag zurzeit über 100 Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien und dem Nahen Osten, um die Lebenssituation von Mädchen und Frauen zu verbessern und Gleichberechtigung zu fördern. Die Projekte und die Arbeit des deutschen Komitees finanzieren sich durch Spenden und die Kollekten der Weltgebetstags-Gottesdienste. Weitere Informationen: www.weltgebetstag.de

Lass dir keine Neuigkeit entgehen

Newsletter-Anmeldung