
2. Feb. 2026 14:17APDWeiterstadt, Kreis Darmstadt-Dieburg, Hesse, Germany
ADRA-Aktivitäten von Unwettern in Mosambik betroffen
Mosambiks Mitte und Süden werden derzeit von anhaltenden Regenfällen heimgesucht. Auch ein Projekt von ADRA Deutschland hat durch die Unwetter Schaden genommen.
Nach anhaltenden, schweren Regenfällen und starken Zyklonen im südlichen und zentralen Landesteil von Mosambik hat die Regierung am 16. Januar den landesweiten Notstand ausgerufen. Die massiven Wassermassen haben weite Teile der betroffenen Regionen Gaza, Maputo und Sofala überflutet und dabei schwere Schäden an häufig aus Lehm bestehenden Häusern, landwirtschaftlichen Flächen und wichtiger Infrastruktur verursacht. Bislang wurden gemeldet: 616.720 betroffene Menschen, 71.560 überflutete Häuser, 743 komplett zerstörte und 2.867 teilweise zerstörte Gebäude. 91 Notunterkünfte beherbergen rund 94.600 Menschen und es gibt mindestens 123 bestätigte Todesopfer.
ADRA-Projekt Kuvikela betroffen
Im Gebiet des Projektes Kuvikela der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland sind rund acht Hektar landwirtschaftlicher Flächen von zehn Farmer Field Schools stark in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte ADRA-Pressesprecher Andreas Lerg mit. Farmer Field Schools (FFS) sind ein partizipatives Lernkonzept für Kleinbauern. Sie dienen der praxisnahen Wissensvermittlung in der Landwirtschaft. In den Gemeinden Machangulo, Zitundo, Bela Vista und KaNyaca im Distrikt Matutuine sind jeweils mehrere FFS überflutet: Zwei in Machangulo, drei in Zitundo, drei in Bela Vista und zwei in KaNyaca. Dadurch seien 109 Projektteilnehmer unmittelbar betroffen, deren Felder in der Nähe ebenfalls überschwemmt wurden. Bei auf Feuchtigkeit empfindlich reagierenden Kulturpflanzen wie Erdnüssen und Mais drohe dadurch ein vollständiger Ernteausfall.
Das über den Blue Action Funds geförderte Projekt Kuvikela wird von ADRA Deutschland gemeinsam mit den Partnern Peace Parks Foundation, ADRA Mosambik, Associação do Meio Ambiente (AMA) und Livaningo umgesetzt. Es ziele auf die Anpassung an den Klimawandel in der Schutzzone Maputo ab. Es fördere klimaangepasste Anbaumethoden, Aquakultur und stärke die Resilienz in 20 Gemeinden der Regionen Matutuine sowie KaNyaka. Seit Juni 2022 werden in dem Projekt verschiedene Strategien umgesetzt, um sandige Böden durch Techniken wie Kompostierung zu verbessern und Ernteerträge zu steigern. Das stärke das Einkommen der Menschen in der Region durch einfach umsetzbare, nachhaltige Anbaumethoden.
Konkrete Auswirkungen auf Landwirtschaft und Aquakultur
In Machangulo, Inhaca und Bela Vista sind 16 Gemüseanbauflächen überflutet, was zu Wachstumsverzögerungen und Ertragsausfällen führe. Bei Fischereiprojekten wie der Tilapia-Zucht in den Lagunen Mucombo und Mhala sind die Plattformen der Zuchtstationen teilweise überschwemmt und die Fischgehege durch Wind beschädigt worden. Die Überwachung der Fischgesundheit in der Zuchtanlage sei derzeit nur noch sehr eingeschränkt möglich. Vollständig zerstört wurde die Fischzuchtstation in Chokwe, in der Fingerlinge als Futterfische gezüchtet wurden.
Schadensanalyse und erste Maßnahmen angelaufen
ADRA habe seinen Nationalen Notfallplan (NEMP)aktiviert und unterstütze besonders betroffene Familien in der Provinz Gaza nördlich der Hauptstadt Maputo mit Gutscheinen, die sie bei lokalen Händlern für dringend benötigte Waren einlösen können. Parallel entsende ADRA-Fachkräfte in die besonders betroffenen Gebiete, die sich an gemeinsamen Schadens- und Bedarfsanalysen beteiligen und aktuelle Informationen aus den Provinzen Gaza, Sofala und Zambezia sammeln. ADRA arbeite eng mit dem staatlichen Katastrophenschutz zusammen sowie in mehreren humanitären Koordinationsgruppen und internationalen Partnern mit. Koordiniert würden Maßnahmen wie Ernährungssicherung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH), Unterkunft und Schutz.
Auch Freiwillige des weltwärts-Programme betroffen
In der Projektregion sind laut Andreas Lerg auch zwei deutsche Freiwillige betroffen, die mit ADRA über das Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für ein Jahr in der Region tätig sind. Beide seien vom Wasser eingeschlossen und derzeit werde mit ADRA und dem Auswärtigen Amt koordiniert, beide gemeinsam mit anderen Menschen im überfluteten Gebiet per Boot in eine sichere Region zu bringen.
Spenden unter dem Stichwort „Nothilfe Mosambik“ können beim Wiederaufbau der überschwemmten Farmer Field Schools und Fischzuchtanlagen helfen. Spendenkonto von ADRA Deutschland e.V., IBAN DE36 3702 0500 0007 7040 00 oder unter www.adra.de/spenden.
Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: www.adra.de.
Nach anhaltenden, schweren Regenfällen und starken Zyklonen im südlichen und zentralen Landesteil von Mosambik hat die Regierung am 16. Januar den landesweiten Notstand ausgerufen. Die massiven Wassermassen haben weite Teile der betroffenen Regionen Gaza, Maputo und Sofala überflutet und dabei schwere Schäden an häufig aus Lehm bestehenden Häusern, landwirtschaftlichen Flächen und wichtiger Infrastruktur verursacht. Bislang wurden gemeldet: 616.720 betroffene Menschen, 71.560 überflutete Häuser, 743 komplett zerstörte und 2.867 teilweise zerstörte Gebäude. 91 Notunterkünfte beherbergen rund 94.600 Menschen und es gibt mindestens 123 bestätigte Todesopfer.
ADRA-Projekt Kuvikela betroffen
Im Gebiet des Projektes Kuvikela der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland sind rund acht Hektar landwirtschaftlicher Flächen von zehn Farmer Field Schools stark in Mitleidenschaft gezogen worden, teilte ADRA-Pressesprecher Andreas Lerg mit. Farmer Field Schools (FFS) sind ein partizipatives Lernkonzept für Kleinbauern. Sie dienen der praxisnahen Wissensvermittlung in der Landwirtschaft. In den Gemeinden Machangulo, Zitundo, Bela Vista und KaNyaca im Distrikt Matutuine sind jeweils mehrere FFS überflutet: Zwei in Machangulo, drei in Zitundo, drei in Bela Vista und zwei in KaNyaca. Dadurch seien 109 Projektteilnehmer unmittelbar betroffen, deren Felder in der Nähe ebenfalls überschwemmt wurden. Bei auf Feuchtigkeit empfindlich reagierenden Kulturpflanzen wie Erdnüssen und Mais drohe dadurch ein vollständiger Ernteausfall.
Das über den Blue Action Funds geförderte Projekt Kuvikela wird von ADRA Deutschland gemeinsam mit den Partnern Peace Parks Foundation, ADRA Mosambik, Associação do Meio Ambiente (AMA) und Livaningo umgesetzt. Es ziele auf die Anpassung an den Klimawandel in der Schutzzone Maputo ab. Es fördere klimaangepasste Anbaumethoden, Aquakultur und stärke die Resilienz in 20 Gemeinden der Regionen Matutuine sowie KaNyaka. Seit Juni 2022 werden in dem Projekt verschiedene Strategien umgesetzt, um sandige Böden durch Techniken wie Kompostierung zu verbessern und Ernteerträge zu steigern. Das stärke das Einkommen der Menschen in der Region durch einfach umsetzbare, nachhaltige Anbaumethoden.
Konkrete Auswirkungen auf Landwirtschaft und Aquakultur
In Machangulo, Inhaca und Bela Vista sind 16 Gemüseanbauflächen überflutet, was zu Wachstumsverzögerungen und Ertragsausfällen führe. Bei Fischereiprojekten wie der Tilapia-Zucht in den Lagunen Mucombo und Mhala sind die Plattformen der Zuchtstationen teilweise überschwemmt und die Fischgehege durch Wind beschädigt worden. Die Überwachung der Fischgesundheit in der Zuchtanlage sei derzeit nur noch sehr eingeschränkt möglich. Vollständig zerstört wurde die Fischzuchtstation in Chokwe, in der Fingerlinge als Futterfische gezüchtet wurden.
Schadensanalyse und erste Maßnahmen angelaufen
ADRA habe seinen Nationalen Notfallplan (NEMP)aktiviert und unterstütze besonders betroffene Familien in der Provinz Gaza nördlich der Hauptstadt Maputo mit Gutscheinen, die sie bei lokalen Händlern für dringend benötigte Waren einlösen können. Parallel entsende ADRA-Fachkräfte in die besonders betroffenen Gebiete, die sich an gemeinsamen Schadens- und Bedarfsanalysen beteiligen und aktuelle Informationen aus den Provinzen Gaza, Sofala und Zambezia sammeln. ADRA arbeite eng mit dem staatlichen Katastrophenschutz zusammen sowie in mehreren humanitären Koordinationsgruppen und internationalen Partnern mit. Koordiniert würden Maßnahmen wie Ernährungssicherung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH), Unterkunft und Schutz.
Auch Freiwillige des weltwärts-Programme betroffen
In der Projektregion sind laut Andreas Lerg auch zwei deutsche Freiwillige betroffen, die mit ADRA über das Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für ein Jahr in der Region tätig sind. Beide seien vom Wasser eingeschlossen und derzeit werde mit ADRA und dem Auswärtigen Amt koordiniert, beide gemeinsam mit anderen Menschen im überfluteten Gebiet per Boot in eine sichere Region zu bringen.
Spenden unter dem Stichwort „Nothilfe Mosambik“ können beim Wiederaufbau der überschwemmten Farmer Field Schools und Fischzuchtanlagen helfen. Spendenkonto von ADRA Deutschland e.V., IBAN DE36 3702 0500 0007 7040 00 oder unter www.adra.de/spenden.
Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: www.adra.de.



