Andacht 13.04.2026
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Bibel
Glauben

12. Apr. 2026 22:01Albert Przykopanski

Andacht 13.04.2026

Im heutigen Text geht es auf den Höhepunkt des ­Erlösungsgeschehens zu. Der Mann, dem Tausende zuhörten, der mit wenigen Broten und Fischen Tausende sättigte, Kranke und Verletzte heilte, ist der Retter ­Israels. Auf seinem Weg nach Jerusalem breiteten sie vor ihm ihre Kleidung und Palmwedel aus und riefen: „Hosianna!“ Hosianna geht auf einen Ausdruck zurück, den wir in Psalm 118,25 finden und der bedeutet: „O Herr, hilf, rette doch!“

Welche Hilfe erwarteten die Menschen von Jesus? Die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus sagten im Gespräch mit dem Erlöser: „Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde“ (Lk 24,21). Er brachte doch die besten Voraussetzungen mit, um sie vom verhassten römischen Joch zu befreien.

Eine Symbolik deuteten sie jedoch falsch. Der Prophet Sacharja sprach von einem König, der in Sanftmut auf einem Esel reitend daherkommt. Siegreiche Könige reiten auf einem Schlachtross in die Stadt ein, nicht auf einem Esel.

Aber Jesus ging nicht, wie vom Volk erwartet, den Römern ans Leder. Er ging in den gottesdienstlichen Mittelpunkt des Volkes. Dort im Tempel räumte er auf. Und er, auf den sie ihre Hoffnung setzten, ließ sich von den Handlangern der Besatzer festnehmen und den Römern ausliefern. „Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde.“ Was nach Jesu Einzug in Jerusalem geschah, ließ die Stimmung der Hosiannarufer kippen. Die Begeisterung schlug um in die lauten Rufe: „Kreuzige ihn!“ (Mt 27,22 NLB).

Was hat das mit mir zu tun? Da gibt es die bösen Nachbarn, mobbende Mitschüler oder Kollegen, das Finanzamt und die mich gängelnde Regierung. Sie sind meinem Gefühl nach die Übeltäter unserer Zeit. Und was macht Gott? Statt mir behilflich zu sein, sagt er: „Hast du nicht in deinem Innersten etwas aufzuräumen? Bring deine Angelegenheiten dort ins Reine. Sei dir gewiss, ich lasse dich nicht hängen, ich helfe dir.“ Und dann sagt Jesus noch: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen“ (Lk 6,27). So wird der Ruf Hosianna zu meiner Bitte an Jesus, mein Innerstes zu durchforschen, alte Denkmuster auszuräumen und mich von seinem Geist neu füllen zu lassen.

Zum Bibelvers: Matthäus 21,9

© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)

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