
21. Mai 2026 07:59APDWeiterstadt, Kreis Darmstadt-Dieburg, Hesse, Germany
Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit: ADRA Deutschland unterzeichnet offenen Brief an Bundeskanzler und Finanzminister
Gemeinsam mit anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) hat die Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. einen offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Finanzminister Lars Klingbeil unterzeichnet.
Darüber informierte die Hilfsorganisation in einer Pressemitteilung. Die Bundesregierung plant für den Haushalt 2027 umfassende Kürzungen bei der Finanzierung der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Davor hatte ein Bündnis von über 150 Nichtregierungsorganisationen (NRO) gewarnt, zu dem auch ADRA Deutschland gehört. Das Bündnis forderte in einer Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“ die Bundesregierung nachdrücklich auf, die drastischen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe zu stoppen und stattdessen in globale Solidarität zu investieren (siehe APD-Meldung vom 5. Mai). Jetzt erinnert das Bündnis in einem offenen Brief (online hier zu lesen) an diese Forderung. Die Unterzeichner fordern einen sofortigen Stopp der geplanten massiven Kürzungen und warnen vor den Konsequenzen.
Bisherige Erfolge stehen auf dem Spiel
Während die Haushaltsmittel für humanitäre Hilfe seit 2022 um fast 70 Prozent gesunken seien, wurden die Etats für Entwicklungszusammenarbeit im gleichen Zeitraum um rund ein Viertel gekürzt, heißt es in der Pressemitteilung. Angesichts weltweit eskalierender Krisen und neuer Bedrohungen warnt ADRA Deutschland e.V. eindringlich davor, dass diese Sparpolitik mühsam erarbeitete Erfolge der letzten Jahrzehnte zunichtemache. „Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sind keine Almosen, sondern eine notwendige und solidarische Vorsorge für eine gerechtere und sicherere Welt“, betont die Organisation.
Die geplanten Kürzungen hätten fatale Konsequenzen. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten zusätzlich bis zu 22,5 Millionen Menschen sterben. Sie würden aufgrund fehlender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und den Folgen von Krisen ihr Leben verlieren. Zudem seien bisherige Erfolge massiv bedroht. Dazu zählten die seit dem Jahr 2000 mehr als halbierte weltweite Kindersterblichkeit sowie der verbesserte Bildungszugang für Mädchen.
Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: https://adra.de.
Darüber informierte die Hilfsorganisation in einer Pressemitteilung. Die Bundesregierung plant für den Haushalt 2027 umfassende Kürzungen bei der Finanzierung der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Davor hatte ein Bündnis von über 150 Nichtregierungsorganisationen (NRO) gewarnt, zu dem auch ADRA Deutschland gehört. Das Bündnis forderte in einer Petition „Solidarität nicht kaputtsparen“ die Bundesregierung nachdrücklich auf, die drastischen Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe zu stoppen und stattdessen in globale Solidarität zu investieren (siehe APD-Meldung vom 5. Mai). Jetzt erinnert das Bündnis in einem offenen Brief (online hier zu lesen) an diese Forderung. Die Unterzeichner fordern einen sofortigen Stopp der geplanten massiven Kürzungen und warnen vor den Konsequenzen.
Bisherige Erfolge stehen auf dem Spiel
Während die Haushaltsmittel für humanitäre Hilfe seit 2022 um fast 70 Prozent gesunken seien, wurden die Etats für Entwicklungszusammenarbeit im gleichen Zeitraum um rund ein Viertel gekürzt, heißt es in der Pressemitteilung. Angesichts weltweit eskalierender Krisen und neuer Bedrohungen warnt ADRA Deutschland e.V. eindringlich davor, dass diese Sparpolitik mühsam erarbeitete Erfolge der letzten Jahrzehnte zunichtemache. „Investitionen in Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe sind keine Almosen, sondern eine notwendige und solidarische Vorsorge für eine gerechtere und sicherere Welt“, betont die Organisation.
Die geplanten Kürzungen hätten fatale Konsequenzen. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten zusätzlich bis zu 22,5 Millionen Menschen sterben. Sie würden aufgrund fehlender medizinischer Versorgung, Mangelernährung und den Folgen von Krisen ihr Leben verlieren. Zudem seien bisherige Erfolge massiv bedroht. Dazu zählten die seit dem Jahr 2000 mehr als halbierte weltweite Kindersterblichkeit sowie der verbesserte Bildungszugang für Mädchen.
Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: https://adra.de.



