
2. Aug. 2026 22:01Jessica Kaufmann
Andacht 03.08.2026
Zum Bibelvers: Haltung
Die Geschichte zwischen Sarai und Hagar ist keine liebliche Familiengeschichte. Die Bedienstete Hagar wird von ihrem Herrn Abraham schwanger, weil seine Ehefrau Sarai fürchtet, keine eigenen Nachkommen bekommen zu können. Am Ende eskaliert die Situation zwischen den beiden, weil jede ihre Macht demonstrieren will, in dem die jeweils andere gedemütigt wird. Und selbst wenn Hagar als Sklavin strukturell ganz klar im Nachteil ist, nutzt auch sie die Situation, sobald sie die Oberhand hat, und zeigt ihrer Herrin Sarai, dass sie, da sie das Kind ihres Herrn austrägt, nun „die wichtigere“ Frau ist.
Sara zahlt es ihr heim und demütigt ihre Sklavin so lange, bis diese es nicht mehr aushält und flieht. Und Abraham? Der hält sich raus aus den „Frauengeschichten“ und tut so, als ginge es ihn nichts an. Dabei trägt er sehr wohl Mitverantwortung für die Situation in der Familie.
Eine verworrene Geschichte und für unser heutiges christliches Familienbild eine Herausforderung.
Doch auch wenn es sicher nicht darum geht, sich diese Konstellationen zum Vorbild zu nehmen – die Situation ist nun mal, wie sie ist. Es menschelt auch bei Gotteskindern und treuen Nachfolgern. Bemerkenswert ist die Begegnung Hagars mit Gott in der Wüste. Gott begegnet ihr in Form eines Engels. Er schickt sie zurück zu ihrer Herrin, die sich sicherlich nicht komplett geändert hat. Sie soll sich wieder ihren alten Machtstrukturen unterordnen. Dennoch sagt Hagar, dass sie sich von Gott gesehen weiß, sie bezeichnet Gott als den Sehenden, als denjenigen, der sie wahrnimmt. Ihre äußere Situation hat sich nicht geändert, wohl aber ihre Haltung und ihr Wissen um ihren Wert und ihren Auftrag.
Es kann sein, dass auch wir in Situationen landen, die uns nicht behagen, die ungerecht sind. Es ist gut möglich, dass Gott Gebete erhört und diese Situationen zum Guten ändert. Die Realität zeigt uns jedoch, dass dies nicht immer der Fall ist. Von Hagar können wir lernen: Mit Gott an der Seite kann das Leben noch immer hart sein. Das Wissen um einen Gott, der mich sieht, kann aber vieles lindern und Kraft geben, weiterzumachen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Zum Bibelvers: Haltung
Die Geschichte zwischen Sarai und Hagar ist keine liebliche Familiengeschichte. Die Bedienstete Hagar wird von ihrem Herrn Abraham schwanger, weil seine Ehefrau Sarai fürchtet, keine eigenen Nachkommen bekommen zu können. Am Ende eskaliert die Situation zwischen den beiden, weil jede ihre Macht demonstrieren will, in dem die jeweils andere gedemütigt wird. Und selbst wenn Hagar als Sklavin strukturell ganz klar im Nachteil ist, nutzt auch sie die Situation, sobald sie die Oberhand hat, und zeigt ihrer Herrin Sarai, dass sie, da sie das Kind ihres Herrn austrägt, nun „die wichtigere“ Frau ist.
Sara zahlt es ihr heim und demütigt ihre Sklavin so lange, bis diese es nicht mehr aushält und flieht. Und Abraham? Der hält sich raus aus den „Frauengeschichten“ und tut so, als ginge es ihn nichts an. Dabei trägt er sehr wohl Mitverantwortung für die Situation in der Familie.
Eine verworrene Geschichte und für unser heutiges christliches Familienbild eine Herausforderung.
Doch auch wenn es sicher nicht darum geht, sich diese Konstellationen zum Vorbild zu nehmen – die Situation ist nun mal, wie sie ist. Es menschelt auch bei Gotteskindern und treuen Nachfolgern. Bemerkenswert ist die Begegnung Hagars mit Gott in der Wüste. Gott begegnet ihr in Form eines Engels. Er schickt sie zurück zu ihrer Herrin, die sich sicherlich nicht komplett geändert hat. Sie soll sich wieder ihren alten Machtstrukturen unterordnen. Dennoch sagt Hagar, dass sie sich von Gott gesehen weiß, sie bezeichnet Gott als den Sehenden, als denjenigen, der sie wahrnimmt. Ihre äußere Situation hat sich nicht geändert, wohl aber ihre Haltung und ihr Wissen um ihren Wert und ihren Auftrag.
Es kann sein, dass auch wir in Situationen landen, die uns nicht behagen, die ungerecht sind. Es ist gut möglich, dass Gott Gebete erhört und diese Situationen zum Guten ändert. Die Realität zeigt uns jedoch, dass dies nicht immer der Fall ist. Von Hagar können wir lernen: Mit Gott an der Seite kann das Leben noch immer hart sein. Das Wissen um einen Gott, der mich sieht, kann aber vieles lindern und Kraft geben, weiterzumachen.
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