
3. Apr. 2025 22:01Wolfram Wurl
Andacht 04. April 2025
Gedanken zum Thema: Träume
Ich sitze im Auto. Meine Augen füllen sich mit Tränen. Ja, ich bin traurig, aber auch angerührt und dankbar. Ich höre Musik. Jan Vering singt: „Ich habe einen Traum.“ Ein Lied, das an Martin Luther King erinnert.
Heute vor 57 Jahren starb dieser fantastische Träumer durch Kugeln, die ihn während einer Rede in Memphis trafen. Aus der Traum? Ach, das hätte Martin Luther King oft denken können; wenn er mal wieder ins Gefängnis gebracht wurde, man ihn verprügelte oder er nur knapp einem Attentat entkam. Doch er behielt seine Visionen im Herzen, denn sie ließen ihn nicht los. Ein Realist hätte vielleicht aufgegeben, weil sich ja doch nichts ändern würde – aber ein Träumer … Der träumte weiter von der Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in den Staaten, träumte weiter vom Frieden. Er konnte träumen, weil Gott diese Visionen in sein Herz gelegt hatte. Und er brachte sich für sie ein – bis sie ihn umbrachten.
Was für ein tragisches Ende. Aber im Auto überlege ich dann schon: Welche Träume habe ich eigentlich? Passen sie zu Gottes Träumen? Wenn ja, was bringe ich dafür ein? Zeigt sich die Begeisterung für meine Träume auch in meinen Worten und meinem Handeln?
Ich fühle mich zu klein, um Träume für mein Land umzusetzen. Dafür müsste ich auf die Straße gehen oder in die Politik. Doch das ist nicht so mein Ding.
Aber Träume für meine Gemeinde, die habe ich schon. Ich träume von einer Gemeinde, in der ich auch Dinge sagen kann, die ich in der Bibel erkannt habe, ohne gleich verurteilt zu werden. Ich träume von einer Gemeinde, die offen ist für Exoten und ihnen zuhört. Ich wünschte mir eine Gemeinde, die Sündern die Hände auflegt und sie für ihr weiteres Leben segnet. Ich sehne mich nach einer Gemeinde, in der man sich besucht, voneinander weiß und füreinander betet. Ich träume …
Ach ja, und ich bin dankbar, dass ich – wie Martin Luther King – Ansätze davon erleben kann, dass sich Träume erfüllen lassen. Auch in der Gemeinde.
Ich wünsche dir Träume, die dich anrühren und auf den Weg bringen. Wenn es sein muss, auch mit Tränen in den Augen.
Zum Bibelvers: Offenbarung 21,4
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Träume
Ich sitze im Auto. Meine Augen füllen sich mit Tränen. Ja, ich bin traurig, aber auch angerührt und dankbar. Ich höre Musik. Jan Vering singt: „Ich habe einen Traum.“ Ein Lied, das an Martin Luther King erinnert.
Heute vor 57 Jahren starb dieser fantastische Träumer durch Kugeln, die ihn während einer Rede in Memphis trafen. Aus der Traum? Ach, das hätte Martin Luther King oft denken können; wenn er mal wieder ins Gefängnis gebracht wurde, man ihn verprügelte oder er nur knapp einem Attentat entkam. Doch er behielt seine Visionen im Herzen, denn sie ließen ihn nicht los. Ein Realist hätte vielleicht aufgegeben, weil sich ja doch nichts ändern würde – aber ein Träumer … Der träumte weiter von der Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in den Staaten, träumte weiter vom Frieden. Er konnte träumen, weil Gott diese Visionen in sein Herz gelegt hatte. Und er brachte sich für sie ein – bis sie ihn umbrachten.
Was für ein tragisches Ende. Aber im Auto überlege ich dann schon: Welche Träume habe ich eigentlich? Passen sie zu Gottes Träumen? Wenn ja, was bringe ich dafür ein? Zeigt sich die Begeisterung für meine Träume auch in meinen Worten und meinem Handeln?
Ich fühle mich zu klein, um Träume für mein Land umzusetzen. Dafür müsste ich auf die Straße gehen oder in die Politik. Doch das ist nicht so mein Ding.
Aber Träume für meine Gemeinde, die habe ich schon. Ich träume von einer Gemeinde, in der ich auch Dinge sagen kann, die ich in der Bibel erkannt habe, ohne gleich verurteilt zu werden. Ich träume von einer Gemeinde, die offen ist für Exoten und ihnen zuhört. Ich wünschte mir eine Gemeinde, die Sündern die Hände auflegt und sie für ihr weiteres Leben segnet. Ich sehne mich nach einer Gemeinde, in der man sich besucht, voneinander weiß und füreinander betet. Ich träume …
Ach ja, und ich bin dankbar, dass ich – wie Martin Luther King – Ansätze davon erleben kann, dass sich Träume erfüllen lassen. Auch in der Gemeinde.
Ich wünsche dir Träume, die dich anrühren und auf den Weg bringen. Wenn es sein muss, auch mit Tränen in den Augen.
Zum Bibelvers: Offenbarung 21,4
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)