
6. Jan. 2026 23:01Andre Zander
Andacht 07.01.2026
Gedanken zum Thema: Festhalten
Nach der herausfordernden Jahreslosung von 2024 ist der Vers für letztes Jahr nicht weniger anspruchsvoll. Prüfen bedeutet, sich mit Dingen bewusst und kritisch auseinanderzusetzen: abwägen, argumentieren, bewerten, entscheiden. Dazu müssen wir aufgeschlossen sein und Kraft und Zeit investieren. Manchmal müssen wir loslassen oder revidieren können. Vor allem ist dies eine Aufforderung zur Mündigkeit: selbst entscheiden können und dürfen, statt anderen nach dem Mund zu reden.
Aber was ist „das Gute“? Darüber können die Meinungen durchaus auseinandergehen. Geflüchtete aufnehmen und integrieren oder abschieben? Kompetenzen für Frauen in der Kirche erweitern? Wie ist der Umgang mit queeren Menschen? Lieder von Paul Gerhardt oder Hillsong?
Die aktuellen Themen unserer Zeit fordern uns heraus, und es ist alles andere als einfach, nur eine Position als gut zu bewerten.
Wenn wir bei den Themen unserer Zeit verstanden haben, dass sie komplex sind und es kaum einfache Antworten gibt, sind wir schon mal einen Schritt weiter. Ein nächster und noch wichtigerer Schritt ist es, andere mit ihrer Meinung stehen lassen zu können, auch wenn wir meinen, dass sie danebenliegen. Darüber hinaus gilt es, Andersdenkende mit Respekt und Wertschätzung zu behandeln.
Tatsächlich gibt es nur einen, der das Prädikat „gut“ uneingeschränkt und ohne Kompromisse verdient – Gott allein (vgl. Lk 18,19). Wenn du dich mit Gott beschäftigst, ihn vielleicht auch prüfst, dann wirst du immer zu dem Ergebnis kommen, dass Gott gut ist und es gut mit dir meint. Deshalb kann die Jahreslosung auch so ausgedrückt werden: Behalte ihn!
Das ist mein Wunsch für uns im neuen Jahr. Was immer es bringen mag, wie unterschiedlich wir die Dinge bewerten mögen – was alle Christen vereinen soll, ist das gemeinsame Festhalten an Gott. Lassen wir uns nicht entzweien durch unterschiedliche Meinungen, sondern verinnerlichen wir, dass alles, was wir tun, in Liebe geschehen soll (vgl. 1 Kor 16,14).
Zum Bibelvers: 1. Thessalonicher 5,21
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Festhalten
Nach der herausfordernden Jahreslosung von 2024 ist der Vers für letztes Jahr nicht weniger anspruchsvoll. Prüfen bedeutet, sich mit Dingen bewusst und kritisch auseinanderzusetzen: abwägen, argumentieren, bewerten, entscheiden. Dazu müssen wir aufgeschlossen sein und Kraft und Zeit investieren. Manchmal müssen wir loslassen oder revidieren können. Vor allem ist dies eine Aufforderung zur Mündigkeit: selbst entscheiden können und dürfen, statt anderen nach dem Mund zu reden.
Aber was ist „das Gute“? Darüber können die Meinungen durchaus auseinandergehen. Geflüchtete aufnehmen und integrieren oder abschieben? Kompetenzen für Frauen in der Kirche erweitern? Wie ist der Umgang mit queeren Menschen? Lieder von Paul Gerhardt oder Hillsong?
Die aktuellen Themen unserer Zeit fordern uns heraus, und es ist alles andere als einfach, nur eine Position als gut zu bewerten.
Wenn wir bei den Themen unserer Zeit verstanden haben, dass sie komplex sind und es kaum einfache Antworten gibt, sind wir schon mal einen Schritt weiter. Ein nächster und noch wichtigerer Schritt ist es, andere mit ihrer Meinung stehen lassen zu können, auch wenn wir meinen, dass sie danebenliegen. Darüber hinaus gilt es, Andersdenkende mit Respekt und Wertschätzung zu behandeln.
Tatsächlich gibt es nur einen, der das Prädikat „gut“ uneingeschränkt und ohne Kompromisse verdient – Gott allein (vgl. Lk 18,19). Wenn du dich mit Gott beschäftigst, ihn vielleicht auch prüfst, dann wirst du immer zu dem Ergebnis kommen, dass Gott gut ist und es gut mit dir meint. Deshalb kann die Jahreslosung auch so ausgedrückt werden: Behalte ihn!
Das ist mein Wunsch für uns im neuen Jahr. Was immer es bringen mag, wie unterschiedlich wir die Dinge bewerten mögen – was alle Christen vereinen soll, ist das gemeinsame Festhalten an Gott. Lassen wir uns nicht entzweien durch unterschiedliche Meinungen, sondern verinnerlichen wir, dass alles, was wir tun, in Liebe geschehen soll (vgl. 1 Kor 16,14).
Zum Bibelvers: 1. Thessalonicher 5,21
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