Andacht 10.08.2026
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Bibel
Glauben

9. Aug. 2026 22:01Udo Worschech

Andacht 10.08.2026

Gedanken zum Thema: Nachrichten

Wie geht es dir mit der täglichen Flut an Nachrichten? Ich selbst bin hin- und hergerissen. Manchmal möchte ich am liebsten die Augen und Ohren verschließen, um mich nicht mit den vielen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Ein anderes Mal spüre ich die Gefahr, mich in ein einzelnes Thema hineinzusteigern und es nicht mehr in Relation zu den anderen Phänomenen unserer globalisierten Welt betrachten zu können. Viele Themen sind so komplex, dass es mir schwerfällt, einen persönlichen Standpunkt einzunehmen.

Bei all dem besteht die Gefahr, dass ich zu einem Schwarzseher werde. Petrus schaute pessimistisch auf die Situation, als er rief: „Gott behüte dich, Herr! Dies wird dir keinesfalls widerfahren.“ Was war passiert? Jesus hatte erzählt, dass er leiden und sterben werde. Ich kann es Petrus nicht verdenken, dass er mit dieser Nachricht nicht umgehen konnte. Er selbst sah keinen Ausweg aus diesem Drama. Darum wollte er es nicht wahrhaben und verwies in seiner Ohnmacht sogar auf Gott, der das Schlimme abhalten sollte.

Wie oft könnte ich bei den Tagesnachrichten ausrufen: „Das darf nicht geschehen! Hier soll Gott eingreifen!“ Doch was bringt das? Muss ich mich nicht vielmehr fragen, was ich selbst zur Lösung des Problems beitragen kann?

Dass Jesus seiner düsteren Prognose über sein Leiden und Sterben noch die Aussicht auf seine Auferstehung angefügt hatte, schien Petrus überhört zu haben. Vielleicht hatte es aber auch seine Vorstellungskraft gesprengt.

Ich wäre froh, wenn den täglichen Negativschlagzeilen auch gute Nachrichten wie die der Auferstehung folgen würden. Doch das können die Berichterstatter nicht bieten. Das obliegt meinem Glauben und meiner Einstellung zum Leben: Viele Probleme werden uns zwingen, uns zu verändern und zu reifen. Im Nachhinein hat sich schon oft gezeigt, wozu Krisen gut sind. Der Mensch ist lernfähig.

Hinsichtlich der täglichen Nachrichten wünsche ich uns einen lebensförderlichen Umgang mit ihnen und einen positiven Blick.

Zum Bibelvers: Matthäus 16,22

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