
16. Feb. 2026 23:01Georgia Busch
Andacht 17.02.2026
Gedanken zum Thema: Gesundheit
Erübrigt sich diese Frage nicht im Gespräch mit einem Kranken? Wer möchte schon krank sein? Schließlich tun wir doch viel für ein möglichst langes und gesundes Leben.
Ich selbst leide seit 1990 an einer nicht zu heilenden Erkrankung und weiß, was es heißt, sich nichts sehnlicher zu wünschen, als gesund zu sein. Und doch frage ich mich, ob ich damit umgehen könnte, wenn ich dieses Gebrechen von einem auf den anderen Tag los wäre. Immerhin habe ich mich so viele Jahre damit arrangiert.
Umso interessanter ist es, wie die in Johannes 5 beschriebene Heilung am Teich Betesda abläuft. Es waren viele Bedürftige da, aber keiner von ihnen blickte auf Jesus, der sie heilen konnte. Ihre Augen waren auf das Wasser gerichtet und warteten darauf, dass es sich bewegte. Sie waren so in ihren eigenen Lösungsweg vertieft, dass der wahre Weg übersehen wurde.
Am Teich lagen viele Kranke, darunter „Blinde, Lahme, Ausgezehrte“ (Joh 5,4). Unter ihnen befand sich auch ein Mann, der schon 38 Jahre krank war. Die Krankheit, von der er so gern befreit werden wollte, raubte ihm jede Kraft. Der Herr fragte: „Willst du gesund werden?“ (V. 6.). Ja gewiss, den Willen hatte er, aber er erklärte sein Unvermögen. Durch die Begegnung mit Jesus änderte sich jedoch alles. Jesus sagte zu ihm: „Steh auf, nimm deine Bahre und geh hin!“ (V. 8). Sofort wurde der Mann gesund.
Auffällig ist, dass nicht der Kranke Jesus sieht und ihn anspricht, sondern dass es umgekehrt ist. Jesus sieht den Kranken! Und ebenso nimmt er auch dich und mich wahr, egal in welcher Situation wir uns gerade befinden. Wir dürfen sicher sein, dass Gott uns und unseren Zustand besser einschätzen kann, als wir es selbst können.
Mit diesem Wissen blicke ich nicht negativ auf mein Gebrechen, sondern kann es annehmen und habe gelernt, damit zu leben. Ich weiß, dass Gott meine Gesundheit in seinen Händen hält.
Paulus schrieb: „Und er [Gott] hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne“ (2 Kor 12,9).
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Gesundheit
Erübrigt sich diese Frage nicht im Gespräch mit einem Kranken? Wer möchte schon krank sein? Schließlich tun wir doch viel für ein möglichst langes und gesundes Leben.
Ich selbst leide seit 1990 an einer nicht zu heilenden Erkrankung und weiß, was es heißt, sich nichts sehnlicher zu wünschen, als gesund zu sein. Und doch frage ich mich, ob ich damit umgehen könnte, wenn ich dieses Gebrechen von einem auf den anderen Tag los wäre. Immerhin habe ich mich so viele Jahre damit arrangiert.
Umso interessanter ist es, wie die in Johannes 5 beschriebene Heilung am Teich Betesda abläuft. Es waren viele Bedürftige da, aber keiner von ihnen blickte auf Jesus, der sie heilen konnte. Ihre Augen waren auf das Wasser gerichtet und warteten darauf, dass es sich bewegte. Sie waren so in ihren eigenen Lösungsweg vertieft, dass der wahre Weg übersehen wurde.
Am Teich lagen viele Kranke, darunter „Blinde, Lahme, Ausgezehrte“ (Joh 5,4). Unter ihnen befand sich auch ein Mann, der schon 38 Jahre krank war. Die Krankheit, von der er so gern befreit werden wollte, raubte ihm jede Kraft. Der Herr fragte: „Willst du gesund werden?“ (V. 6.). Ja gewiss, den Willen hatte er, aber er erklärte sein Unvermögen. Durch die Begegnung mit Jesus änderte sich jedoch alles. Jesus sagte zu ihm: „Steh auf, nimm deine Bahre und geh hin!“ (V. 8). Sofort wurde der Mann gesund.
Auffällig ist, dass nicht der Kranke Jesus sieht und ihn anspricht, sondern dass es umgekehrt ist. Jesus sieht den Kranken! Und ebenso nimmt er auch dich und mich wahr, egal in welcher Situation wir uns gerade befinden. Wir dürfen sicher sein, dass Gott uns und unseren Zustand besser einschätzen kann, als wir es selbst können.
Mit diesem Wissen blicke ich nicht negativ auf mein Gebrechen, sondern kann es annehmen und habe gelernt, damit zu leben. Ich weiß, dass Gott meine Gesundheit in seinen Händen hält.
Paulus schrieb: „Und er [Gott] hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne“ (2 Kor 12,9).
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



