
26. Sep. 2026 22:01Hans Wilhelm
Andacht 27.09.2026
Gedanken zum Thema: Lohn
Darf man als Christ eine solche Frage stellen? Was habe ich davon? Lohnt sich das? Das hört sich egoistisch an. Ein Christ soll doch selbstlos sein. Ein Nachfolger Christi erduldet und fragt nicht nach dem Lohn. Und hier wird uns von einem der engsten Mitarbeiter Jesu berichtet, der die Frage nach dem Lohn stellt: „Wir haben doch alles aufgegeben […]. Was werden wir dafür bekommen?“
Die Bibel beschreibt die Menschen so, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten. Und Jesus ist nicht etwa erstaunt oder verwundert. Er hebt nicht den Zeigefinger und sagt: „Also, mein lieber Petrus, wie kannst du so eine Frage stellen? Dir fehlt wohl die rechte Einstellung!“ Nein, ganz selbstverständlich antwortet er: „Ich versichere euch: Wenn Gott die Welt neu macht und der Menschensohn in all seiner Herrlichkeit auf dem Thron sitzen wird, dann werdet ihr ebenfalls auf zwölf Thronen sitzen […], weil ihr mir nachgefolgt seid“ (V. 28 Hfa). Und er schließt mit einem inzwischen als geflügeltes Wort bekannten Satz: „Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein“ (V. 30).
Wie hat er das nun wieder gemeint? Die Antwort darauf folgt im Anschluss mit dem Gleichnis der Arbeiter im Weinberg, in dem der Arbeiter, der zum Schluss kommt und nur eine Stunde arbeitet, den gleichen Lohn erhält wie der, der zwölf Stunden gearbeitet hat. Als sich letzterer beschwert, antwortet der Weinbergbesitzer: „‚Mein Freund […] ich tue dir doch kein Unrecht! Haben wir uns nicht auf diesen Betrag geeinigt? Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal auch dem Letzten genauso viel geben wie dir. […] Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?‘ Ebenso wird es einmal bei Gott sein: Dann werden die Letzten die Ersten sein, und die Ersten die Letzten“ (Mt 20,13–16 Hfa).
Mein Fazit aus dieser Begebenheit lautet: 1. Die Frage nach dem Lohn wird von Gott als legitim anerkannt und beantwortet. 2. Entscheidend ist die Nachfolge Jesu. 3. Der neidische Blick auf den anderen hilft nicht – im Gegenteil, er wirft mich zurück auf den letzten Platz.
Wenn ich mit Jesus lebe, wird der Lohn nicht ausbleiben. Ist das nicht toll?
Zum Bibelvers: Matthäus 19,27,
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Lohn
Darf man als Christ eine solche Frage stellen? Was habe ich davon? Lohnt sich das? Das hört sich egoistisch an. Ein Christ soll doch selbstlos sein. Ein Nachfolger Christi erduldet und fragt nicht nach dem Lohn. Und hier wird uns von einem der engsten Mitarbeiter Jesu berichtet, der die Frage nach dem Lohn stellt: „Wir haben doch alles aufgegeben […]. Was werden wir dafür bekommen?“
Die Bibel beschreibt die Menschen so, wie sie sind, und nicht, wie sie sein sollten. Und Jesus ist nicht etwa erstaunt oder verwundert. Er hebt nicht den Zeigefinger und sagt: „Also, mein lieber Petrus, wie kannst du so eine Frage stellen? Dir fehlt wohl die rechte Einstellung!“ Nein, ganz selbstverständlich antwortet er: „Ich versichere euch: Wenn Gott die Welt neu macht und der Menschensohn in all seiner Herrlichkeit auf dem Thron sitzen wird, dann werdet ihr ebenfalls auf zwölf Thronen sitzen […], weil ihr mir nachgefolgt seid“ (V. 28 Hfa). Und er schließt mit einem inzwischen als geflügeltes Wort bekannten Satz: „Aber viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein“ (V. 30).
Wie hat er das nun wieder gemeint? Die Antwort darauf folgt im Anschluss mit dem Gleichnis der Arbeiter im Weinberg, in dem der Arbeiter, der zum Schluss kommt und nur eine Stunde arbeitet, den gleichen Lohn erhält wie der, der zwölf Stunden gearbeitet hat. Als sich letzterer beschwert, antwortet der Weinbergbesitzer: „‚Mein Freund […] ich tue dir doch kein Unrecht! Haben wir uns nicht auf diesen Betrag geeinigt? Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal auch dem Letzten genauso viel geben wie dir. […] Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?‘ Ebenso wird es einmal bei Gott sein: Dann werden die Letzten die Ersten sein, und die Ersten die Letzten“ (Mt 20,13–16 Hfa).
Mein Fazit aus dieser Begebenheit lautet: 1. Die Frage nach dem Lohn wird von Gott als legitim anerkannt und beantwortet. 2. Entscheidend ist die Nachfolge Jesu. 3. Der neidische Blick auf den anderen hilft nicht – im Gegenteil, er wirft mich zurück auf den letzten Platz.
Wenn ich mit Jesus lebe, wird der Lohn nicht ausbleiben. Ist das nicht toll?
Zum Bibelvers: Matthäus 19,27,
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



