
28. Okt. 2026 23:01Joachim Kappler
Andacht 29.10.2026
Gedanken zum Thema: Wissen
Echtes Wissen – das klingt vielversprechend! Wir leben zwar in einer Zeit der Wissensexplosion, allerdings auch in einer Zeit des Zweifelns und der Fake News.
Bald nach der Wende hatte ich vorübergehend die Aufgabe, die vielbändige Große Bertelsmann-Lexikothek zu verkaufen. Das war eine Schatzkammer des Wissens, glaubte ich. Den Leitspruch „Mit dem Wissen für die Zukunft sind unsere Ziele erreichbar!“ sollten wir Verkäufer verinnerlichen und auch den Kunden nahebringen. Heute sind diese großen Lexika längst in ihren Regalen verstaubt und vergessen, abgelöst von Google und Wikipedia. Mit wenigen Mausklicks ist das gesamte Weltwissen erreichbar, so scheint es zumindest. Aber auch bei diesen Auskünften ist man nicht vor Irrtümern oder gar bewussten Falschinformationen sicher. Wie viele als wissenschaftlich bewiesene Lehren und Weltbilder wurden schon von neueren Erkenntnissen relativiert und überholt. Sogar vermeintlich exakte Wissenschaften wie die Physik sind davor nicht gefeit.
Echtes Wissen – was versteht die Bibel darunter? Laut Andachtstext ist es nur bei dem zu finden, der Gott liebt, denn Gott ist die Wahrheit, was auch Jesus von sich sagt (vgl. Joh 14,6). Ein Mensch, der echtes Wissen erlangt hat, wird somit Falsches von Richtigem unterscheiden können. Noch wichtiger ist aber das Wissen, dass Gott mich kennt und trotzdem liebt, wie es in einem Lied so treffend heißt (vgl. ghs 391). Das gibt mir Sicherheit und Gelassenheit in allen Fragen des Lebens.
Manche werden vielleicht bemerkt haben, dass der Eingangstext aus der Neuen Genfer Übersetzung stammt. In der Lutherbibel ist er viel kürzer und prägnanter: „Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt“ (1 Kor 8,3).
Da stellt sich wieder die Frage nach der Kausalität: Was ist die Ursache, was die Wirkung? Muss ich zuerst Gott lieben, damit er mich als liebenswert erkennt, oder kann ich ihn nur lieben, weil er mich schon längst geliebt hat? Ich glaube Letzteres, denn er sagt: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ (Jer 31,3).
Zum Bibelvers: 1. Korinther 8,3
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Wissen
Echtes Wissen – das klingt vielversprechend! Wir leben zwar in einer Zeit der Wissensexplosion, allerdings auch in einer Zeit des Zweifelns und der Fake News.
Bald nach der Wende hatte ich vorübergehend die Aufgabe, die vielbändige Große Bertelsmann-Lexikothek zu verkaufen. Das war eine Schatzkammer des Wissens, glaubte ich. Den Leitspruch „Mit dem Wissen für die Zukunft sind unsere Ziele erreichbar!“ sollten wir Verkäufer verinnerlichen und auch den Kunden nahebringen. Heute sind diese großen Lexika längst in ihren Regalen verstaubt und vergessen, abgelöst von Google und Wikipedia. Mit wenigen Mausklicks ist das gesamte Weltwissen erreichbar, so scheint es zumindest. Aber auch bei diesen Auskünften ist man nicht vor Irrtümern oder gar bewussten Falschinformationen sicher. Wie viele als wissenschaftlich bewiesene Lehren und Weltbilder wurden schon von neueren Erkenntnissen relativiert und überholt. Sogar vermeintlich exakte Wissenschaften wie die Physik sind davor nicht gefeit.
Echtes Wissen – was versteht die Bibel darunter? Laut Andachtstext ist es nur bei dem zu finden, der Gott liebt, denn Gott ist die Wahrheit, was auch Jesus von sich sagt (vgl. Joh 14,6). Ein Mensch, der echtes Wissen erlangt hat, wird somit Falsches von Richtigem unterscheiden können. Noch wichtiger ist aber das Wissen, dass Gott mich kennt und trotzdem liebt, wie es in einem Lied so treffend heißt (vgl. ghs 391). Das gibt mir Sicherheit und Gelassenheit in allen Fragen des Lebens.
Manche werden vielleicht bemerkt haben, dass der Eingangstext aus der Neuen Genfer Übersetzung stammt. In der Lutherbibel ist er viel kürzer und prägnanter: „Wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt“ (1 Kor 8,3).
Da stellt sich wieder die Frage nach der Kausalität: Was ist die Ursache, was die Wirkung? Muss ich zuerst Gott lieben, damit er mich als liebenswert erkennt, oder kann ich ihn nur lieben, weil er mich schon längst geliebt hat? Ich glaube Letzteres, denn er sagt: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ (Jer 31,3).
Zum Bibelvers: 1. Korinther 8,3
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