
28. Juni 2026 22:01Werner Jelinek
Andacht 29.06.2026
In der Liste der beliebtesten Psalmen rangiert der Hirtenpsalm – Psalm 23 – sicherlich ganz oben. Bald danach aber reiht sich der 139. ein. Eine tiefe Geborgenheit spricht aus Davids Worten. Ich kann ihnen viel abgewinnen. Der Beter weiß sich nicht nur von Gott beobachtet (vgl. V. 1), sondern bittet ihn geradezu darum: „Erforsche mich, Gott“ (V. 23). Und das tut er nicht aus frommer Überheblichkeit, sondern aus gläubigem Vertrauen. Er verlässt sich nicht auf seine Leistung. Er vertraut Gottes Liebe. Er fühlt sich nicht umzingelt, sondern umsorgt.
Öfter schon berichteten mir Mitchristen, dass ihnen das Kinderlied „Pass auf, kleines Auge, was du siehst, denn der Vater im Himmel schaut herab auf dich“ Angst vor Gott einflößte. Ich kann das nicht bestätigen. Mein Vater zeichnete mir durch sein Leben ein freundliches Vaterbild Gottes. Dass Gott ein Auge auf mich hat, war nie bedrohlich für mich. Ich brauche nicht vor Gott zu fliehen. Bei Angst und Versagen fliehe ich zu ihm hin. Dass der Herr mich von allen Seiten umgibt, kann ich – genau wie David – nicht begreifen. Das ist zu hoch für mich. Aber ich darf diese Tatsache als Wunder annehmen. Ja, der 139. ist auch mein Psalm. Er ist mir inhaltlich sehr nah.
Kürzlich lernte ich den Begriff „mein Psalm“ auch anders verstehen. Ich entdeckte ein altes jüdisches Prinzip. Anhand seines Geburtstags kann man einen persönlichen Psalm ermitteln. Dafür zählt man Tag, Monat, Jahrhundert und Jahr zusammen. Wer zum Beispiel am 29. Juni 1985 geboren wurde, rechnet folgendermaßen: 29 + 6 + 19 + 85 = 139.
Welchen persönlichen Psalm kannst du auf diese Art und Weise berechnen? Solltest du beim Berechnen über 150 hinauskommen, brauchst du nur die 19 wegzulassen. Wenn du bei einem sperrigen Psalm landest, entdecke auch dort das Mut machende Wort. Möge dein Psalm mit dir sein.
Zum Bibelvers: Psalm 139,23–24
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
In der Liste der beliebtesten Psalmen rangiert der Hirtenpsalm – Psalm 23 – sicherlich ganz oben. Bald danach aber reiht sich der 139. ein. Eine tiefe Geborgenheit spricht aus Davids Worten. Ich kann ihnen viel abgewinnen. Der Beter weiß sich nicht nur von Gott beobachtet (vgl. V. 1), sondern bittet ihn geradezu darum: „Erforsche mich, Gott“ (V. 23). Und das tut er nicht aus frommer Überheblichkeit, sondern aus gläubigem Vertrauen. Er verlässt sich nicht auf seine Leistung. Er vertraut Gottes Liebe. Er fühlt sich nicht umzingelt, sondern umsorgt.
Öfter schon berichteten mir Mitchristen, dass ihnen das Kinderlied „Pass auf, kleines Auge, was du siehst, denn der Vater im Himmel schaut herab auf dich“ Angst vor Gott einflößte. Ich kann das nicht bestätigen. Mein Vater zeichnete mir durch sein Leben ein freundliches Vaterbild Gottes. Dass Gott ein Auge auf mich hat, war nie bedrohlich für mich. Ich brauche nicht vor Gott zu fliehen. Bei Angst und Versagen fliehe ich zu ihm hin. Dass der Herr mich von allen Seiten umgibt, kann ich – genau wie David – nicht begreifen. Das ist zu hoch für mich. Aber ich darf diese Tatsache als Wunder annehmen. Ja, der 139. ist auch mein Psalm. Er ist mir inhaltlich sehr nah.
Kürzlich lernte ich den Begriff „mein Psalm“ auch anders verstehen. Ich entdeckte ein altes jüdisches Prinzip. Anhand seines Geburtstags kann man einen persönlichen Psalm ermitteln. Dafür zählt man Tag, Monat, Jahrhundert und Jahr zusammen. Wer zum Beispiel am 29. Juni 1985 geboren wurde, rechnet folgendermaßen: 29 + 6 + 19 + 85 = 139.
Welchen persönlichen Psalm kannst du auf diese Art und Weise berechnen? Solltest du beim Berechnen über 150 hinauskommen, brauchst du nur die 19 wegzulassen. Wenn du bei einem sperrigen Psalm landest, entdecke auch dort das Mut machende Wort. Möge dein Psalm mit dir sein.
Zum Bibelvers: Psalm 139,23–24
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