
2. Apr. 2025 22:01Roland Fischer
Andacht 03. April 2025
Gedanken zum Thema: Handeln
Diese Aufforderung von Jesus findet sich in der Bergpredigt, wie sie uns Matthäus überliefert hat. Sie wird auch die goldene Regel genannt, weil sie die Ethik der Bergpredigt auf den Punkt bringt. Jegliches Verhalten den Mitmenschen gegenüber, das Gebot der Nächsten-, ja sogar der Feindesliebe, ist darin zusammengefasst, sodass sie zu Recht „das Gesetz und die Propheten“ genannt werden kann. Das Prinzip lautet: So wie ich behandelt werden möchte, gehe ich auch mit meinen Mitmenschen um.
Der Volksmund hat das Sprichwort geprägt: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Hier wird das gleiche Prinzip sichtbar. Dabei liegt der Fokus auf der Vermeidung verletzenden Handelns. Jesus geht einen Schritt weiter: Er fordert proaktiv ein positives Handeln.
Vor ca. 300 Jahren wurde Immanuel Kant in Königsberg geboren. Er war einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung und Begründer der modernen abendländischen Philosophie. Mit ihm verbindet man unter anderem die Kritik der reinen Vernunft (1781) und die Kritik der praktischen Vernunft (1788). Am bekanntesten ist aber sein sogenannter kategorischer Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Auch hier findet sich das gleiche Prinzip: Das Handeln, das ich mir wünsche, kann und soll auch für andere Menschen verpflichtend sein. Dabei ist von gesetzlichen Regelungen die Rede. Jesus geht weiter: Er beschreibt ein freiwilliges, von Nächstenliebe motiviertes Handeln, dessen Segen wieder auf mich zurückfällt.
Ganz praktisch angewandt heißt das: Wenn ich mich allein fühle und nach Beziehungen sehne, dann gehe ich hin und besuche einen anderen Menschen. Wenn ich mir Worte des Lobes und der Anerkennung wünsche, dann bin ich gern bereit, einen anderen Menschen zu ermutigen. Wenn ich möchte, dass man mit meinen Fehlern barmherzig umgeht, dann liegt es an mir, auch anderen ihre Schwächen zu verzeihen.
So wird aus der goldenen Regel ein goldenes Handeln!
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Handeln
Diese Aufforderung von Jesus findet sich in der Bergpredigt, wie sie uns Matthäus überliefert hat. Sie wird auch die goldene Regel genannt, weil sie die Ethik der Bergpredigt auf den Punkt bringt. Jegliches Verhalten den Mitmenschen gegenüber, das Gebot der Nächsten-, ja sogar der Feindesliebe, ist darin zusammengefasst, sodass sie zu Recht „das Gesetz und die Propheten“ genannt werden kann. Das Prinzip lautet: So wie ich behandelt werden möchte, gehe ich auch mit meinen Mitmenschen um.
Der Volksmund hat das Sprichwort geprägt: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Hier wird das gleiche Prinzip sichtbar. Dabei liegt der Fokus auf der Vermeidung verletzenden Handelns. Jesus geht einen Schritt weiter: Er fordert proaktiv ein positives Handeln.
Vor ca. 300 Jahren wurde Immanuel Kant in Königsberg geboren. Er war einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung und Begründer der modernen abendländischen Philosophie. Mit ihm verbindet man unter anderem die Kritik der reinen Vernunft (1781) und die Kritik der praktischen Vernunft (1788). Am bekanntesten ist aber sein sogenannter kategorischer Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
Auch hier findet sich das gleiche Prinzip: Das Handeln, das ich mir wünsche, kann und soll auch für andere Menschen verpflichtend sein. Dabei ist von gesetzlichen Regelungen die Rede. Jesus geht weiter: Er beschreibt ein freiwilliges, von Nächstenliebe motiviertes Handeln, dessen Segen wieder auf mich zurückfällt.
Ganz praktisch angewandt heißt das: Wenn ich mich allein fühle und nach Beziehungen sehne, dann gehe ich hin und besuche einen anderen Menschen. Wenn ich mir Worte des Lobes und der Anerkennung wünsche, dann bin ich gern bereit, einen anderen Menschen zu ermutigen. Wenn ich möchte, dass man mit meinen Fehlern barmherzig umgeht, dann liegt es an mir, auch anderen ihre Schwächen zu verzeihen.
So wird aus der goldenen Regel ein goldenes Handeln!
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)