Andacht 02. April 2025
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Bibel
Glauben

1. Apr. 2025 22:01Elí Diez-Prida

Andacht 02. April 2025

Gedanken zum Thema: Zeit

Am Wochenende hat man uns eine Stunde gestohlen! Aber wir bekommen sie ja am Ende der Sommerzeit zurück. Also haben wir sie im Grunde nur „verliehen“. Einige spüren die fehlende Stunde, andere merken nichts von der Zeitumstellung. Doch wir alle erleben häufig, was Peter Strauch so treffend in einem Lied zum Ausdruck bringt: „Es gibt Tage, die bleiben ohne Sinn. Hilflos seh ich, wie die Zeit verrinnt. Stunden, Tage, Jahre gehen hin, und ich frag, wo sie geblieben sind.“

„Wo ist heute bloß die Zeit geblieben!“ Kennst du dieses Gefühl auch? Vielleicht haben wir uns zu lange mit Nebensächlichem beschäftigt und planen, dem morgigen Tag etwas mehr Struktur zu geben und Prioritäten zu setzen. Vielleicht haben uns bestimmte Menschen zu sehr abgelenkt. Da man es nicht rückgängig machen kann, können wir dafür beten, dass die Zeit mit uns eine echte Hilfe für sie war. Vielleicht hatten wir uns aber auch zu viel für diesen Tag vorgenommen. Dann haben wir die Enttäuschung selbst programmiert.

Etwas kann mir allerdings niemand stehlen: meine Lebenszeit, denn sie steht in Gottes Händen. So erlebte das König David, von dem die eingehenden Worte stammen, die Peter Strauch zu seinem Liedtext inspiriert haben. Bei ihm heißt es weiter im Refrain: „Meine Zeit steht in deinen Händen. Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir. Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden. Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.“

Weil meine Zukunft, was die Zeit auch bringen mag, in Gottes Hand liegt, brauche ich nicht zu resignieren. Weil ich die Beziehung zu ihm vertiefen will, wird er mir helfen, Qualitätszeit dafür zu reservieren. Auch bei der Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen kann er mir zeigen, welche Menschen mich besonders brauchen und welche ruhig warten können oder sich einen anderen Helfer suchen sollten.

Weil ich in Gott ruhig sein kann, darf ich mir ohne schlechtes Gewissen auch Zeit der Entspannung, der Freizeit und sogar des Nichtstuns gönnen. Die Gewissheit, dass die Zeitspanne hier, deren Länge wir nicht kennen, nicht das einzige Leben ist, das Gott mir schenkt, befreit mich davon, alles hineinpacken zu wollen. Ob Winter- oder Sommerzeit, unsere Lebenszeit steht unter Gottes Regie!

Zum Bibelvers: Psalm 31,16

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