
2. März 2026 23:01Burkhard Mayer
Andacht 03.03.2026
Gedanken zum Thema: Bitten
Man erkennt sie schon von Weitem, doch kaum jemand kennt sie wirklich. Sie sind gewissermaßen unbekannte Bekannte. In unserer Kleinstadt Bad Schwartau sehe ich sie auf Bänken auf dem Marktplatz sitzen oder vor dem Supermarkt stehen. Einer ist an seinen weißen langen, wehenden Haaren zu erkennen, ein anderer an seiner blauen Filzjacke, pausenlos vor sich hin redend. Einen jungen Mann sehe ich öfter mit seiner Kamera herumlaufen und fotografieren. Es bleibt bei flüchtigen Begegnungen, bei bloßen Vermutungen über Hintergründe oder die Lebensgeschichte.
Auch in der Bibel gibt es solche Personen, von denen man gelesen oder gehört hat, aber nichts Persönliches weiß, manchmal nicht einmal den Namen. Und doch stärken auch sie den Glauben der Christen. Ich denke an die israelische Magd Naamans, die den kranken Hauptmann ermutigte und ihn auf Elisa hinwies. Ich denke an die zehn Aussätzigen, die Jesus heilte. Keinen einzigen kennen wir namentlich. Einem von ihnen war es wichtiger, sich bei Jesus zu bedanken, als gleich zu den Priestern zu laufen. Ja, für ein ehrliches Danke an Jesus ist immer Zeit! Und dann wird im Andachtswort auch von dem Besessenen von Gerasa berichtet, dem Jesus helfen konnte. Er wurde vom Schrecken seiner Umgebung zu einem echten Segen, indem er ohne absolviertes Theologiestudium in seiner Heimatgegend Menschen freudig von seiner Befreiung berichtete. Und schließlich der reumütige Verbrecher am Kreuz. Seine Bitte und die Zusage von Jesus stehen in auffälligem Kontrast zum anderen Schächer.
Die Bitte „Gedenke an mich“ (Lk 23,42) erinnert mich daran, nie mit dem Bitten aufzuhören. Als Personen bleiben diese Namenlosen weitgehend unbekannt, aber durch ihre wenigen Worte und ihr Verhalten hat Gott dir und mir etwas zu sagen. Ja, die unbekannten Bekannten in unserem Umfeld können ein Fingerzeig von Gott sein. Seien wir offen für vorurteilsfreie Begegnungen mit ihnen und mögen uns möglichst viele der unbekannten Bekannten in der Bibel etwas vertrauter werden. Lassen wir Gott auch durch sie zu uns sprechen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Bitten
Man erkennt sie schon von Weitem, doch kaum jemand kennt sie wirklich. Sie sind gewissermaßen unbekannte Bekannte. In unserer Kleinstadt Bad Schwartau sehe ich sie auf Bänken auf dem Marktplatz sitzen oder vor dem Supermarkt stehen. Einer ist an seinen weißen langen, wehenden Haaren zu erkennen, ein anderer an seiner blauen Filzjacke, pausenlos vor sich hin redend. Einen jungen Mann sehe ich öfter mit seiner Kamera herumlaufen und fotografieren. Es bleibt bei flüchtigen Begegnungen, bei bloßen Vermutungen über Hintergründe oder die Lebensgeschichte.
Auch in der Bibel gibt es solche Personen, von denen man gelesen oder gehört hat, aber nichts Persönliches weiß, manchmal nicht einmal den Namen. Und doch stärken auch sie den Glauben der Christen. Ich denke an die israelische Magd Naamans, die den kranken Hauptmann ermutigte und ihn auf Elisa hinwies. Ich denke an die zehn Aussätzigen, die Jesus heilte. Keinen einzigen kennen wir namentlich. Einem von ihnen war es wichtiger, sich bei Jesus zu bedanken, als gleich zu den Priestern zu laufen. Ja, für ein ehrliches Danke an Jesus ist immer Zeit! Und dann wird im Andachtswort auch von dem Besessenen von Gerasa berichtet, dem Jesus helfen konnte. Er wurde vom Schrecken seiner Umgebung zu einem echten Segen, indem er ohne absolviertes Theologiestudium in seiner Heimatgegend Menschen freudig von seiner Befreiung berichtete. Und schließlich der reumütige Verbrecher am Kreuz. Seine Bitte und die Zusage von Jesus stehen in auffälligem Kontrast zum anderen Schächer.
Die Bitte „Gedenke an mich“ (Lk 23,42) erinnert mich daran, nie mit dem Bitten aufzuhören. Als Personen bleiben diese Namenlosen weitgehend unbekannt, aber durch ihre wenigen Worte und ihr Verhalten hat Gott dir und mir etwas zu sagen. Ja, die unbekannten Bekannten in unserem Umfeld können ein Fingerzeig von Gott sein. Seien wir offen für vorurteilsfreie Begegnungen mit ihnen und mögen uns möglichst viele der unbekannten Bekannten in der Bibel etwas vertrauter werden. Lassen wir Gott auch durch sie zu uns sprechen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



