Andacht 04.02.2026
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3. Feb. 2026 23:01Rolf Pöhler

Andacht 04.02.2026

Gedanken zum Thema: Zeit

„Zeit ist Geld“, heißt es. Doch der Wert des Geldes hängt von seiner Verfügbarkeit ab. Gibt es zu viel, verliert es an Wert; haben wir zu wenig, können wir uns nichts leisten. Ähnlich die Zeit: Ist sie im Überfluss vorhanden, verschwenden wir sie; fehlt sie uns, dann zählt jede Minute.

Wie viel Lebenszeit wir insgesamt bekommen, ist ganz unterschiedlich. Doch jeden Tag erhalten wir alle exakt die gleiche Menge: 1440 Minuten. Jede Stunde entrinnen uns davon vier Prozent auf Nimmerwiedersehen. Wer einmal an den Niagarafällen stand, kennt das Gefühl des unaufhaltsamen Zeitflusses.

Nur über die uns heute geschenkte Zeit können wir verfügen. Auf das Gestern und Morgen haben wir keinen Zugriff. Darum die Aufforderung: „Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit“ (NGÜ). Wie sieht das aus? Wie bekomme ich meine Zeit in den Griff? Es ist wie Haschen nach Wind. Wir verlieren Zeit, sie läuft, ja sie rennt uns davon, sie zerrinnt uns unter den Händen, wir schlagen sie manchmal sogar tot. Dabei ist sie doch so wertvoll. „Kauft die Zeit aus!“, schreibt Paulus (LB).

Die Frage ist nicht: „Wie kriege ich meine Zeit in den Griff?“, denn sie ist unverfügbar und unkontrollierbar, sondern sie lautet vielmehr: „Wie kriege ich mich selbst in den Griff?“ Zeitmanagement ist Selbstmanagement. Hier liegen Problem und Lösung. Der Wert der Zeit korreliert mit unserem Selbstwert. Wer um seinen Wert weiß, weiß auch die Zeit zu schätzen. Was tut mir gut? Was ist mir wichtig? Was erhöht meine Lebensqualität?

Es hilft, in „Zeit-Räumen“ zu denken. Es gibt Wohnräume, Schlafräume, Arbeitsräume, Fitnessräume usw. Wir halten uns jeweils für eine gewisse Zeit und Tätigkeit darin auf. Dasselbe gilt für unsere „Zeiträume“, in die wir unser Leben einteilen können. Alle haben ihre eigene, unverwechselbare Funktion und Bedeutung.

Für den Umgang mit der Zeit empfiehlt es sich, folgende Prinzipien anzuwenden: 1. Ausgewogenheit: Keiner dieser Räume füllt das ganze Leben, keiner bleibt unbewohnt. 2. Eigenverantwortung: Ich entscheide nach meinen Möglichkeiten, wie viel Zeit ich jeweils darin verbringe. 3. Prioritäten: Meine Werte bestimmen, wo ich mich die meiste Zeit aufhalte. Deshalb „macht das Beste aus der Zeit, die euch geschenkt ist!“ (Kol 4,5 Hfa).

Zum Bibelvers: Epheser 5,16

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