
4. Apr. 2026 22:01Heidemarie Klingeberg
Andacht 05.04.2026
Gedanken zum Thema: Auferstehung
Am Ostersonntagmorgen kamen einige Frauen zum Grab, um den Leichnam ihres Herrn zu salben. Jesus war höchstwahrscheinlich in ein sogenanntes Rollsteingrab, eine im Orient übliche Grabanlage, hineingelegt worden. Solche Gräber wurden durch einen Rollstein verschlossen. Für diesen Felsblock wurde eine Rinne angelegt, in der er hin- und herbewegt werden konnte, wenn die nächste Bestattung anstand. Auf dem Hinweg überlegten die Frauen, wer ihnen den Stein zur Seite wälzen könnte, „denn er war sehr groß“ (Mk 16,4).
Nur der Evangelist Matthäus erwähnt in seinem Bericht zur Auferstehung Jesu ein interessantes Detail: Der Engel „rollte den Stein weg und setzte sich darauf“. Es ist schon bemerkenswert, dass der Engel, der offensichtlich ein Erdbeben auslöste, den riesigen Steinbrocken, der das Grab verschloss und der obendrein versiegelt und von römischen Soldaten bewacht war, völlig mühelos beiseiteschob. Wie zur Bekräftigung seiner Tat setzte er sich auch noch darauf. So, als wollte er sagen: „Jetzt kann niemand mehr die Auferstehung des Herrn verhindern!“
Die Symbolik dieses Bildes geht über das Auferstehungsgeschehen hinaus. Der Stein ist weg! Wie viele große Felsbrocken und kleine Steinchen nehmen uns auf unserem Lebensweg die Luft zum Atmen, hindern uns am Weitergehen, engen uns ein und rauben uns die Möglichkeiten zur Entfaltung. Wie Grabsteine lasten sie auf uns. Fehlende Zuwendung in der Kindheit, eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten, ein ungeliebter Beruf, Diskriminierung und Mobbing, seelische Belastungen, schwere Krankheiten und Verlusterlebnisse.
Die Kraft der Auferstehung gilt nicht nur für Tote, sondern auch für unter Steinen Begrabene. Der auferstandene Herr kann die Felsen meines Lebens wegrollen, sodass ich wieder frei atmen darf. Ja, der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und auch ich darf seine Hand ergreifen und zum Leben aufstehen.
Zum Bibelvers: Matthäus 28,1–2
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Auferstehung
Am Ostersonntagmorgen kamen einige Frauen zum Grab, um den Leichnam ihres Herrn zu salben. Jesus war höchstwahrscheinlich in ein sogenanntes Rollsteingrab, eine im Orient übliche Grabanlage, hineingelegt worden. Solche Gräber wurden durch einen Rollstein verschlossen. Für diesen Felsblock wurde eine Rinne angelegt, in der er hin- und herbewegt werden konnte, wenn die nächste Bestattung anstand. Auf dem Hinweg überlegten die Frauen, wer ihnen den Stein zur Seite wälzen könnte, „denn er war sehr groß“ (Mk 16,4).
Nur der Evangelist Matthäus erwähnt in seinem Bericht zur Auferstehung Jesu ein interessantes Detail: Der Engel „rollte den Stein weg und setzte sich darauf“. Es ist schon bemerkenswert, dass der Engel, der offensichtlich ein Erdbeben auslöste, den riesigen Steinbrocken, der das Grab verschloss und der obendrein versiegelt und von römischen Soldaten bewacht war, völlig mühelos beiseiteschob. Wie zur Bekräftigung seiner Tat setzte er sich auch noch darauf. So, als wollte er sagen: „Jetzt kann niemand mehr die Auferstehung des Herrn verhindern!“
Die Symbolik dieses Bildes geht über das Auferstehungsgeschehen hinaus. Der Stein ist weg! Wie viele große Felsbrocken und kleine Steinchen nehmen uns auf unserem Lebensweg die Luft zum Atmen, hindern uns am Weitergehen, engen uns ein und rauben uns die Möglichkeiten zur Entfaltung. Wie Grabsteine lasten sie auf uns. Fehlende Zuwendung in der Kindheit, eingeschränkte Bildungsmöglichkeiten, ein ungeliebter Beruf, Diskriminierung und Mobbing, seelische Belastungen, schwere Krankheiten und Verlusterlebnisse.
Die Kraft der Auferstehung gilt nicht nur für Tote, sondern auch für unter Steinen Begrabene. Der auferstandene Herr kann die Felsen meines Lebens wegrollen, sodass ich wieder frei atmen darf. Ja, der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und auch ich darf seine Hand ergreifen und zum Leben aufstehen.
Zum Bibelvers: Matthäus 28,1–2
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



