
31. März 2026 22:01Albrecht Höschele
Andacht 01.04.2026
Gedanken zum Thema: Neugier
Wilhelm Busch (1897–1966), der bekannte evangelische Jugendpfarrer und Evangelist, berichtete vom Setzer einer Druckerei, in der er nach dem Zweiten Weltkrieg seine Predigten vervielfältigen ließ. Eines Tages erhielt er einen Brief mit dem Geständnis jenes Mannes: Er sei als völlig verstörter und glaubensloser Mann aus dem Krieg zurückgekehrt und habe sich danach oft über jenen „Blödsinn“ geärgert, dem er zur Veröffentlichung helfen sollte. Um seinen Frust loszuwerden, habe er absichtlich Druckfehler und zynische Bemerkungen eingefügt; doch der Korrektor, ein bekennender Christ, glich dies immer geduldig aus.
Über solch ein ungewöhnliches Verhalten wurde der Setzer neugierig, ob an der christlichen Botschaft nicht doch etwas dran sein könne. Da veränderte der Heilige Geist seine Einstellung und er konnte dem Brief sinngemäß hinzufügen: „Jetzt glaube ich von Herzen an Jesus, den Sie verkündigen, und freue mich schon jede Woche auf die neue Predigt; ja, dass ich mithelfen darf bei der Verkündigung dieser herrlichen Nachricht von Gottes Liebe, die durch Christus zu uns gekommen ist.“ Bewegt zog Busch sich in sein Studierzimmer zurück und dankte froh dem lebendigen Gott, weil noch immer galt: „Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer […] und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“ (Jer 23,29 EB).
Auch noch in unserer Zeit, teils durch gläubige Menschen, wirkt die inspirierte Verheißung aus Jesu Gleichnis: „Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, [und] daran festhalten“ (Lk 8,15 EÜ). Später ergänzte der Apostel Paulus noch: „Sie können sich aber nur zu ihm bekennen, wenn sie vorher zum Glauben gekommen sind […], wenn sie die Botschaft gehört haben“ (Röm 10,14 GNB). Es braucht also Menschen wie den Korrektor in der Geschichte, die das Evangelium verbreiten, damit es von Menschen wie dem Setzer gehört werden kann. So kann der Same gelegt werden und mit Gottes Hilfe wachsen.
In diesem Sinne: „Welche Freude ist es, wenn die Boten kommen und die Gute Nachricht bringen!“ (V. 15 GNB).
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Neugier
Wilhelm Busch (1897–1966), der bekannte evangelische Jugendpfarrer und Evangelist, berichtete vom Setzer einer Druckerei, in der er nach dem Zweiten Weltkrieg seine Predigten vervielfältigen ließ. Eines Tages erhielt er einen Brief mit dem Geständnis jenes Mannes: Er sei als völlig verstörter und glaubensloser Mann aus dem Krieg zurückgekehrt und habe sich danach oft über jenen „Blödsinn“ geärgert, dem er zur Veröffentlichung helfen sollte. Um seinen Frust loszuwerden, habe er absichtlich Druckfehler und zynische Bemerkungen eingefügt; doch der Korrektor, ein bekennender Christ, glich dies immer geduldig aus.
Über solch ein ungewöhnliches Verhalten wurde der Setzer neugierig, ob an der christlichen Botschaft nicht doch etwas dran sein könne. Da veränderte der Heilige Geist seine Einstellung und er konnte dem Brief sinngemäß hinzufügen: „Jetzt glaube ich von Herzen an Jesus, den Sie verkündigen, und freue mich schon jede Woche auf die neue Predigt; ja, dass ich mithelfen darf bei der Verkündigung dieser herrlichen Nachricht von Gottes Liebe, die durch Christus zu uns gekommen ist.“ Bewegt zog Busch sich in sein Studierzimmer zurück und dankte froh dem lebendigen Gott, weil noch immer galt: „Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer […] und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“ (Jer 23,29 EB).
Auch noch in unserer Zeit, teils durch gläubige Menschen, wirkt die inspirierte Verheißung aus Jesu Gleichnis: „Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, [und] daran festhalten“ (Lk 8,15 EÜ). Später ergänzte der Apostel Paulus noch: „Sie können sich aber nur zu ihm bekennen, wenn sie vorher zum Glauben gekommen sind […], wenn sie die Botschaft gehört haben“ (Röm 10,14 GNB). Es braucht also Menschen wie den Korrektor in der Geschichte, die das Evangelium verbreiten, damit es von Menschen wie dem Setzer gehört werden kann. So kann der Same gelegt werden und mit Gottes Hilfe wachsen.
In diesem Sinne: „Welche Freude ist es, wenn die Boten kommen und die Gute Nachricht bringen!“ (V. 15 GNB).
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