
6. Nov. 2026 23:01Thorsten Hentschke
Andacht 07.11.2026
Gedanken zum Thema: Gebet
Ich werde diese unangenehme Situation nicht vergessen: Wir waren auf einem Gemeindewochenende und ich hatte als einer der Jüngsten die Aufgabe, den Bibeltext in der kurzen Abendandacht vorzutragen. Ich hatte damals eine alte Lutherübersetzung und las den Abschnitt so vor, wie ich ihn zunächst erkannte. „Gebet“ – ein Wort mit zwei Bedeutungen – stand am Anfang des Satzes und war großgeschrieben. Dementsprechend dachte ich an die Zwiesprache mit Gott und las: „Gebet, und so wird euch gegeben!“ Allgemeines Gelächter setzte ein und ich korrigierte mich schnell.
Aber stopp mal, war das wirklich so falsch? Ja, in diesem Zusammenhang schon, denn Jesus fordert uns hier auf, für unsere Mitmenschen da zu sein und ihnen in ihrer Not praktisch zu helfen.
Ein paar Kapitel weiter zitiert Lukas wieder Jesus: „Bittet, so wird euch gegeben“ (Lk 11,9). Da lag ich mit meinem Versprecher doch nicht so falsch. So können Gebete auch Bitten enthalten, mit denen laut Jesus eine Verheißung verknüpft ist. Er sagt nicht, dass wir genau das bekommen, was wir erbitten, aber es wird uns gegeben, wir werden finden, es wird uns geöffnet. Ein Gebet ist also nie umsonst.
Durch unser Beten erklären wir unsere Abhängigkeit von Gott. Wir sind untrennbar mit ihm verbunden. Aus Dankbarkeit für diese Beziehung können wir etwas weitergeben. Wir können beispielsweise Geld spenden und damit unser Vertrauen gegenüber Gott ausdrücken. Wir zeigen, dass wir nicht am Geld hängen, dass wir nicht in erster Linie für uns selbst sorgen wollen und dass wir Gott unsere Wünsche und Bedürfnisse anvertrauen. Weil wir an einen versorgenden Gott glauben, können wir voller Nächstenliebe leben.
Seit Jahren beteiligt sich meine Heimatgemeinde deshalb unter anderem an der Aktion „Kinder helfen Kindern“ von ADRA, einem Projekt, das wir wirklich wichtig finden. Darüber hinaus unterstützen wir zu Weihnachten auch die Sterneaktion unseres Heimatorts für Bedürftige aus unserem Umfeld.
Lasst dem Gebet auch freigiebige Taten folgen!
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Gebet
Ich werde diese unangenehme Situation nicht vergessen: Wir waren auf einem Gemeindewochenende und ich hatte als einer der Jüngsten die Aufgabe, den Bibeltext in der kurzen Abendandacht vorzutragen. Ich hatte damals eine alte Lutherübersetzung und las den Abschnitt so vor, wie ich ihn zunächst erkannte. „Gebet“ – ein Wort mit zwei Bedeutungen – stand am Anfang des Satzes und war großgeschrieben. Dementsprechend dachte ich an die Zwiesprache mit Gott und las: „Gebet, und so wird euch gegeben!“ Allgemeines Gelächter setzte ein und ich korrigierte mich schnell.
Aber stopp mal, war das wirklich so falsch? Ja, in diesem Zusammenhang schon, denn Jesus fordert uns hier auf, für unsere Mitmenschen da zu sein und ihnen in ihrer Not praktisch zu helfen.
Ein paar Kapitel weiter zitiert Lukas wieder Jesus: „Bittet, so wird euch gegeben“ (Lk 11,9). Da lag ich mit meinem Versprecher doch nicht so falsch. So können Gebete auch Bitten enthalten, mit denen laut Jesus eine Verheißung verknüpft ist. Er sagt nicht, dass wir genau das bekommen, was wir erbitten, aber es wird uns gegeben, wir werden finden, es wird uns geöffnet. Ein Gebet ist also nie umsonst.
Durch unser Beten erklären wir unsere Abhängigkeit von Gott. Wir sind untrennbar mit ihm verbunden. Aus Dankbarkeit für diese Beziehung können wir etwas weitergeben. Wir können beispielsweise Geld spenden und damit unser Vertrauen gegenüber Gott ausdrücken. Wir zeigen, dass wir nicht am Geld hängen, dass wir nicht in erster Linie für uns selbst sorgen wollen und dass wir Gott unsere Wünsche und Bedürfnisse anvertrauen. Weil wir an einen versorgenden Gott glauben, können wir voller Nächstenliebe leben.
Seit Jahren beteiligt sich meine Heimatgemeinde deshalb unter anderem an der Aktion „Kinder helfen Kindern“ von ADRA, einem Projekt, das wir wirklich wichtig finden. Darüber hinaus unterstützen wir zu Weihnachten auch die Sterneaktion unseres Heimatorts für Bedürftige aus unserem Umfeld.
Lasst dem Gebet auch freigiebige Taten folgen!
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



