
8. März 2026 23:01Gerhard Gregori
Andacht 09.03.2026
Gedanken zum Thema: Lebensmotto
Jabez: „Schmerz, Schmerzbringer“. Was für ein undankbarer Name. Stell dir einmal vor, immer so gerufen und gegrüßt zu werden. „Mittagessen, Schmerzbringer!“ „Komm mal her, Schmerzbringer!“ „Guten Tag, Herr Schmerz!“
Für seine Mutter war seine Geburt ein so traumatisches Erlebnis, dass sie es mit der Namensgebung ihres Sohnes für immer festhielt – und ihm damit ein Etikett aufklebte.
Nomen est omen. Es ist eine Bestimmung, Ausbrechen zwecklos. Nein! Jabez ist nicht bereit, dieses ihm aufgedrückte Lebensmotto zu akzeptieren. Er wendet sich an Gott und bleibt an ihm dran, weil er weiß, dass der Herr menschliche Logik auf den Kopf stellen kann. Und er betet ein Gebet, das nur so von Egoismus strotzt, ja geradezu unverschämt wirkt.
Ich lese es und denke mir: Da glaubt wohl einer, das Leben mit Gott sei ein Wunschkonzert. Ein Gebet als Zauberformel für ein rundum sorgenfreies und erfolgreiches Leben? Schon ein wenig naiv, oder? Lehrt uns doch unsere Lebensrealität als Christen, dass sich Probleme durch Gebet oft nicht einfach in Luft auflösen.
Umso erstaunlicher der Schlusssatz in 1. Chronik 4,10: „Und Gott erfüllte ihm seine Bitte“ (NLB). Kurz und bündig, wie die Bibel eben manchmal so ist. Leider auch dann, wenn wir gern noch etwas mehr Information hätten, die Begleitumstände etwas genauer verstehen würden. Und damit verschwindet Jabez auch schon wieder.
Was bleibt, ist sein Gebet. Ein Lehrstück an radikalem, kindlichem Vertrauen. Haben wir nichts, weil wir nicht bitten (vgl. Jak 4,2)? Sind unsere Erwartungen an einen großen Gott zu zurückhaltend? Nur keine falsche Bescheidenheit! Gott liebt es, uns zu überraschen. Er fordert uns heraus, Großes von ihm zu erwarten – mehr von seinem Segen, viel mehr. Lasst uns doch öfter das Gebet des Jabez beten.
Zum Bibelvers: 1. Chronik 4,9–10
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Lebensmotto
Jabez: „Schmerz, Schmerzbringer“. Was für ein undankbarer Name. Stell dir einmal vor, immer so gerufen und gegrüßt zu werden. „Mittagessen, Schmerzbringer!“ „Komm mal her, Schmerzbringer!“ „Guten Tag, Herr Schmerz!“
Für seine Mutter war seine Geburt ein so traumatisches Erlebnis, dass sie es mit der Namensgebung ihres Sohnes für immer festhielt – und ihm damit ein Etikett aufklebte.
Nomen est omen. Es ist eine Bestimmung, Ausbrechen zwecklos. Nein! Jabez ist nicht bereit, dieses ihm aufgedrückte Lebensmotto zu akzeptieren. Er wendet sich an Gott und bleibt an ihm dran, weil er weiß, dass der Herr menschliche Logik auf den Kopf stellen kann. Und er betet ein Gebet, das nur so von Egoismus strotzt, ja geradezu unverschämt wirkt.
Ich lese es und denke mir: Da glaubt wohl einer, das Leben mit Gott sei ein Wunschkonzert. Ein Gebet als Zauberformel für ein rundum sorgenfreies und erfolgreiches Leben? Schon ein wenig naiv, oder? Lehrt uns doch unsere Lebensrealität als Christen, dass sich Probleme durch Gebet oft nicht einfach in Luft auflösen.
Umso erstaunlicher der Schlusssatz in 1. Chronik 4,10: „Und Gott erfüllte ihm seine Bitte“ (NLB). Kurz und bündig, wie die Bibel eben manchmal so ist. Leider auch dann, wenn wir gern noch etwas mehr Information hätten, die Begleitumstände etwas genauer verstehen würden. Und damit verschwindet Jabez auch schon wieder.
Was bleibt, ist sein Gebet. Ein Lehrstück an radikalem, kindlichem Vertrauen. Haben wir nichts, weil wir nicht bitten (vgl. Jak 4,2)? Sind unsere Erwartungen an einen großen Gott zu zurückhaltend? Nur keine falsche Bescheidenheit! Gott liebt es, uns zu überraschen. Er fordert uns heraus, Großes von ihm zu erwarten – mehr von seinem Segen, viel mehr. Lasst uns doch öfter das Gebet des Jabez beten.
Zum Bibelvers: 1. Chronik 4,9–10
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



