Andacht 06.03.2026
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Bibel
Glauben

5. März 2026 23:01Peter Zaiser

Andacht 06.03.2026

Gedanken zum Thema: Ermutigung

Die Organisation eines Ameisenstaats stellt Forscher vor viele Fragen. Wie gelingt es ihnen, ihren Ameisenhügel so strukturiert zu versorgen? Es gibt keinen Chef und doch wissen alle genau, was zu tun ist. Zum Beispiel helfen sie einander nach der Winterstarre. Jene Ameisen, die schon beweglicher sind, krabbeln auf ihren Ameisenhügel und lassen sich von der Sonne wärmen. Richtig aufgeheizt laufen sie in den Bau zurück und wärmen ihre Mitbewohner, damit auch diese leichter die Winterstarre verlassen können.

Was für ein schönes Bild für die Ermutigung, die Christen einander geben sollen, wie es auch der Eingangstext sagt. Wie kann man jemandem helfen, der in eine geistliche Winterstarre geraten ist? Wie sieht die Ermutigung konkret aus? Das ist keine leicht zu beantwortende Frage, schließlich sind Menschen unterschiedlich und haben ihre ganz eigenen Geschichten. Vielleicht ist das Zuhören der beste ­Anfang: „Wie geht es dir? Was tut sich momentan in deinem Leben? Kann ich dir irgendwie helfen?“ Ermutigung beginnt immer mit dem Sich-Einfühlen in die Situation des anderen. Auf diesem Weg können Menschen trotz mancher schmerzhaften Irritation wieder zu einer Beziehung zu Gott und zur Gemeinde finden.

Niemand von uns ist vor einem geistlichen Stillstand gefeit. Wie gut tut es, wenn jemand da ist, der an mir als Mensch und an meinem Wohlergehen Interesse zeigt. Wir übernehmen damit die Aufgabe, die Gottes Geist am Menschen vollbringen will. Er will doch sagen: „Ich bin dein Gott und ich verlasse dich nicht. Ich will das Beste für dich.“ Lasst uns Menschen sein, die Gottes Wärme weitergeben.

Zum Bibelvers: Hebräer 10,23–25

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