Andacht 14.10.2026
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Bibel
Glauben

13. Okt. 2026 22:01Günter Schlicke

Andacht 14.10.2026

Gedanken zum Thema: Ereignisse

„Schon wieder eine Hiobsbotschaft!“, hört man mitunter, wenn jemand eine schlechte oder traurige Nachricht erhält. Ja, es gibt Ereignisse in unserem Leben, die wir nicht erklären und einordnen können. Und wir fragen dann: „Warum ist das mir passiert?“

Hiob, einen gottesfürchtigen und rechtschaffenen Mann, der auf einen Schlag allen Besitz, seine zehn Kinder und schließlich auch noch seine Gesundheit verlor, plagte diese Frage. Denn er glaubte wie viele Menschen seiner Zeit, dass Gott Gutes und Böses schickt, dass er die belohnt, die Gutes tun, und alle bestraft, die unrecht handeln. Hiob war sich keiner persönlichen Schuld bewusst und fühlte sich deshalb von Gott bestraft. Die wahren Hintergründe, die sein Leiden verursachten, kannte er nicht.

Uns geht es oft wie Hiob. Erkranken wir plötzlich schwer, erleiden einen unverschuldeten Unfall, verstirbt unser Ehepartner oder ein Kind, werden oft quälende Fragen laut. Naturkatastrophen rauben uns Hab und Gut, die Arbeitsstelle wird gekündigt und wir kommen in existenzielle Not oder der Partner verlässt uns. Jeder kann von solchen Ereignissen unvermittelt betroffen sein.

Manchmal meinen wir, die Ursachen für unser Leid zu kennen. Rauchte jemand lange Zeit und erkrankt an Lungenkrebs, sehen wir einen Zusammenhang. Wer aber nie geraucht hat und dieselbe Krankheit bekommt, fragt sich: Wieso ich?

Bin ich mit dem Auto zu schnell gefahren und lande im Graben, wurde die Fliehkraft wirksam. Was aber ist, wenn der Gegenverkehr auf meine Fahrspur gerät und ich nicht mehr ausweichen kann?

Hiob fand keine Erklärung für sein Leiden, aber er erkannte Gottes Allmacht und Größe und beugte sich seiner Weisheit und Führung. Er bezeugte danach: „Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer“ (Hiob 42,2).

Auch Christen müssen mit unbeantworteten Fragen leben. Doch sie dürfen wissen, „dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt“ (Röm 8,28 NLB). Diese Zusage, die Paulus den Gläubigen in Rom gab, tröstet auch mich, wenn ich keine Antwort auf meine quälenden Fragen finde.

Zum Bibelvers: Hiob 3,25

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