
14. Sep. 2026 22:01Heidemarie Klingeberg
Andacht 15.09.2026
Gedanken zum Thema: Kraftlosigkeit
Der Prophet Daniel ist für mich eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Bibel. Als Kind erlebte er den alttestamentlichen Irakkrieg. Aus seinem Heimatland verschleppt in eine heidnische Umgebung mit fremder Kultur, Schrift und Sprache durfte er nicht einmal seinen eigenen Namen behalten (vgl. Dan 1,7). König Nebukadnezar, Eroberer und Gewaltherrscher, wollte die Talente der vielversprechenden jungen Nachkommen aus königlichem Hause der Israeliten für sich nutzen (vgl. V. 3–4). Sie sollten ihre eigene Identität ablegen und sich an die neue Umgebung assimilieren.
Aber Daniel hielt an seinem Gott und an seinem Glauben fest. Seine Klugheit, Integrität und Unbestechlichkeit wurden von den Machthabern respektiert und geschätzt, und er absolvierte eine beispiellose politische Karriere. Auch sein Gott hatte für ihn große Aufgaben vorgesehen, die seine ganze Kraft erforderten. Irgendwann wurde alles zu viel für ihn. Während einer göttlichen Vision erlebte er einen körperlichen Zusammenbruch. „Ich hatte keine Kraft mehr“ und „sank […] ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde“, schreibt er in Daniel 10,8–9.
Kommt dir das bekannt vor? „Herr, ich habe keine Kraft mehr, ich kann nicht mehr.“ Diese Kraftlosigkeit hat wohl jeder von uns schon gespürt. Wie geht Gott in dieser Situation mit Daniel um? Er reicht ihm die Hand, er rührt ihn an, er hilft ihm auf. „Gott liebt dich, Daniel! Steh auf und gib acht auf das, was ich dir zu sagen habe“ (V. 11 GNB). In diesem Moment kann sich Daniel nicht auf seine Begleiter stützen. Sie sind geflohen und haben sich verkrochen (vgl. V. 7). Es ist gut, wenn uns liebe Menschen begleiten und auffangen. Aber manchmal ist niemand da – oder zumindest haben wir das Gefühl, dass wir völlig allein dastehen. Doch dann streckt Gott uns seine Hand entgegen. Er berührt uns, er spricht zu uns – auf welche Weise auch immer – und richtet uns wieder auf. „Du von Gott Geliebter, du von Gott Geliebte, höre ihm zu, achte auf seine Worte und auf die Zeichen der Hoffnung, die er dir heute sendet!“
Zum Bibelvers: Daniel 10,10–11
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Kraftlosigkeit
Der Prophet Daniel ist für mich eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der Bibel. Als Kind erlebte er den alttestamentlichen Irakkrieg. Aus seinem Heimatland verschleppt in eine heidnische Umgebung mit fremder Kultur, Schrift und Sprache durfte er nicht einmal seinen eigenen Namen behalten (vgl. Dan 1,7). König Nebukadnezar, Eroberer und Gewaltherrscher, wollte die Talente der vielversprechenden jungen Nachkommen aus königlichem Hause der Israeliten für sich nutzen (vgl. V. 3–4). Sie sollten ihre eigene Identität ablegen und sich an die neue Umgebung assimilieren.
Aber Daniel hielt an seinem Gott und an seinem Glauben fest. Seine Klugheit, Integrität und Unbestechlichkeit wurden von den Machthabern respektiert und geschätzt, und er absolvierte eine beispiellose politische Karriere. Auch sein Gott hatte für ihn große Aufgaben vorgesehen, die seine ganze Kraft erforderten. Irgendwann wurde alles zu viel für ihn. Während einer göttlichen Vision erlebte er einen körperlichen Zusammenbruch. „Ich hatte keine Kraft mehr“ und „sank […] ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde“, schreibt er in Daniel 10,8–9.
Kommt dir das bekannt vor? „Herr, ich habe keine Kraft mehr, ich kann nicht mehr.“ Diese Kraftlosigkeit hat wohl jeder von uns schon gespürt. Wie geht Gott in dieser Situation mit Daniel um? Er reicht ihm die Hand, er rührt ihn an, er hilft ihm auf. „Gott liebt dich, Daniel! Steh auf und gib acht auf das, was ich dir zu sagen habe“ (V. 11 GNB). In diesem Moment kann sich Daniel nicht auf seine Begleiter stützen. Sie sind geflohen und haben sich verkrochen (vgl. V. 7). Es ist gut, wenn uns liebe Menschen begleiten und auffangen. Aber manchmal ist niemand da – oder zumindest haben wir das Gefühl, dass wir völlig allein dastehen. Doch dann streckt Gott uns seine Hand entgegen. Er berührt uns, er spricht zu uns – auf welche Weise auch immer – und richtet uns wieder auf. „Du von Gott Geliebter, du von Gott Geliebte, höre ihm zu, achte auf seine Worte und auf die Zeichen der Hoffnung, die er dir heute sendet!“
Zum Bibelvers: Daniel 10,10–11
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



