
15. Apr. 2026 22:01Stephanie Kelm
Andacht 16.04.2026
Gedanken zum Thema: Misstrauen
Wie gut ist Gott wirklich? Mit einem Bibelvers ist diese Frage nicht beantwortet. Je nachdem, welchen Vers ich wähle, fällt die Antwort anders aus. Manche Bibelworte vermitteln mir absolute Geborgenheit, andere lassen mich eher zittern. Ich höre den verschiedenen Stimmen in mir zu, sehe mich mit Adam und Eva unterm Baum. Die Schlange diskutiert: „Hat Gott euch wirklich verboten, die Frucht zu essen? Wie kann er euch das nur vorenthalten? Er sagt zwar immer, dass er gut ist, aber …“
Stimmen des Misstrauens – wie oft erwische ich mich dabei, ihnen eher zu glauben als denen, die mich an den guten Gott erinnern. Meine Angst und meine Zweifel sind viel schneller aktiviert als mein Vertrauen.
Vielleicht steht die Geschichte vom Sündenfall nicht umsonst am Anfang der Bibel. Wir wissen dadurch, wie die Sünde in die Welt kam, erfahren aber auch, mit welcher Stimme und Absicht Gott sprach und mit welcher die Schlange.
Gott schuf eine vollkommene Welt. Reich an Leben und echter Fülle. Das Paradies nannte sich nicht nur Paradies, es war wirklich eins. Die Schlange dagegen machte diese Welt madig, meckerte über Gott, unterstellte ihm Kleinlichkeit, Bevormundung und Gier. Wer hatte recht – Gott oder die Schlange?
Am Ende dieses tragischen Tages, an dem Adam und Eva der Schlange mehr glaubten als Gott, suchte Gott nach ihnen. Denn sie taten etwas, was sie noch nie gemacht hatten: Sie versteckten sich vor ihm. Gott suchte sie. Er machte ihnen Kleidung. Ja, er verdeutlichte die Konsequenzen, aber er verhieß ihnen auch einen Retter. In diesem ganzen Spiel ist Gott der Gute und Satan der Böse, nicht umgekehrt. Und der, der Gott madig macht, ist immer der Böse.
Wie gut ist Gott wirklich? Die Begebenheit zeigt mir: Gott ist besser, als ich es mir je vorstellen kann. Er schafft Schönheit und Frieden. Er nutzt Blöße und Scham nicht aus, sondern bedeckt sie. Er kam als Retter in diese Welt.
Die Stimmen in mir, die Gott kleinmachen, sind leiser geworden. Ich spüre, ich habe keine Ahnung davon, wie großzügig und gnädig Gott wirklich ist. Aber ich weiß eins: Er ist noch immer derselbe Gott, der Adam und Eva suchte, bekleidete und sie mit Hoffnung in ihr neues Leben schickte. Und diesem Gott will ich glauben.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Misstrauen
Wie gut ist Gott wirklich? Mit einem Bibelvers ist diese Frage nicht beantwortet. Je nachdem, welchen Vers ich wähle, fällt die Antwort anders aus. Manche Bibelworte vermitteln mir absolute Geborgenheit, andere lassen mich eher zittern. Ich höre den verschiedenen Stimmen in mir zu, sehe mich mit Adam und Eva unterm Baum. Die Schlange diskutiert: „Hat Gott euch wirklich verboten, die Frucht zu essen? Wie kann er euch das nur vorenthalten? Er sagt zwar immer, dass er gut ist, aber …“
Stimmen des Misstrauens – wie oft erwische ich mich dabei, ihnen eher zu glauben als denen, die mich an den guten Gott erinnern. Meine Angst und meine Zweifel sind viel schneller aktiviert als mein Vertrauen.
Vielleicht steht die Geschichte vom Sündenfall nicht umsonst am Anfang der Bibel. Wir wissen dadurch, wie die Sünde in die Welt kam, erfahren aber auch, mit welcher Stimme und Absicht Gott sprach und mit welcher die Schlange.
Gott schuf eine vollkommene Welt. Reich an Leben und echter Fülle. Das Paradies nannte sich nicht nur Paradies, es war wirklich eins. Die Schlange dagegen machte diese Welt madig, meckerte über Gott, unterstellte ihm Kleinlichkeit, Bevormundung und Gier. Wer hatte recht – Gott oder die Schlange?
Am Ende dieses tragischen Tages, an dem Adam und Eva der Schlange mehr glaubten als Gott, suchte Gott nach ihnen. Denn sie taten etwas, was sie noch nie gemacht hatten: Sie versteckten sich vor ihm. Gott suchte sie. Er machte ihnen Kleidung. Ja, er verdeutlichte die Konsequenzen, aber er verhieß ihnen auch einen Retter. In diesem ganzen Spiel ist Gott der Gute und Satan der Böse, nicht umgekehrt. Und der, der Gott madig macht, ist immer der Böse.
Wie gut ist Gott wirklich? Die Begebenheit zeigt mir: Gott ist besser, als ich es mir je vorstellen kann. Er schafft Schönheit und Frieden. Er nutzt Blöße und Scham nicht aus, sondern bedeckt sie. Er kam als Retter in diese Welt.
Die Stimmen in mir, die Gott kleinmachen, sind leiser geworden. Ich spüre, ich habe keine Ahnung davon, wie großzügig und gnädig Gott wirklich ist. Aber ich weiß eins: Er ist noch immer derselbe Gott, der Adam und Eva suchte, bekleidete und sie mit Hoffnung in ihr neues Leben schickte. Und diesem Gott will ich glauben.
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