
15. Juli 2026 22:01Nicole Günther
Andacht 16.07.2026
Gedanken zum Thema: Brot
Ist die Bitte um tägliches Brot nicht für viele von uns, die im Überfluss leben, unverschämt? In Deutschland fallen im gewerblichen Bereich jährlich zwei Millionen Tonnen Speisereste an. Fünfzig Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel stammen aus privaten Haushalten. Zehn Prozent aller gekauften Nahrungsmittel landen ungeöffnet im Hausmüll – das sind Lebensmittel im Wert von fünfzehn Millionen Euro.
Zur Zeit Jesu war Brot das wichtigste Grundnahrungsmittel. Mit dieser Bitte zeigt Jesus, wie bedeutsam es ist, um das Wichtigste zu bitten und zwar nicht nur für sich selbst. Der Satz „Unser tägliches Brot gib uns heute“ schließt unsere Mitmenschen ein. Wir bitten um die Grundlage des Überlebens für die Menschheit.
Jesus betont zwei Worte, nämlich „täglich“ und „heute“. Während der Wüstenwanderung erhielt das Volk Israel Manna als Nahrung des Himmels geschenkt. Sammelten die Menschen an einem Tag mehr, als sie brauchten, war es am nächsten Tag verdorben. Die Bitte im Vaterunser heißt nicht: „Gib uns immer jede Menge zu essen“, sondern „Unser tägliches Brot gib uns heute“; es ist ein Gebet für den Moment, eine pragmatische Bitte, den Hunger zu stillen.
Ich glaube, dass dieser Wunsch nach Brot auch den geistlichen Aspekt einbezieht, denn Gottes Wort ist das Brot des Lebens. Was zur Erhaltung unseres ganzheitlichen Lebens notwendig ist, sollen wir für jeden neuen Tag von Gott erbitten. Damit steht das Brot nicht nur für Essen, sondern für alles, was Körper, Herz und Seele nährt. Gleichzeitig enthält die Bitte praktische Impulse für unser tägliches Leben: 1. Wir sollten dankbar für unser Essen sein, es nicht als selbstverständlich hinnehmen. 2. Wir sollten das teilen, was wir von Gott erhalten: Nahrungsmittel, Zeit, Ressourcen, Energie und Liebe.
Die Bitte drückt zudem unsere ganzheitliche Abhängigkeit aus und erinnert daran, dass wir nicht allein für uns sorgen können, sondern auf Gottes Hilfe angewiesen sind.
Matthäus 6,11 ruft die Bedeutung der einfachen Dinge ins Gedächtnis, fördert einen respektvollen Umgang mit uns selbst, unseren Mitmenschen sowie den Ressourcen dieser Welt und unsere vertrauensvolle Abhängigkeit in Gottes umsorgende, allumfassende Liebe.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Brot
Ist die Bitte um tägliches Brot nicht für viele von uns, die im Überfluss leben, unverschämt? In Deutschland fallen im gewerblichen Bereich jährlich zwei Millionen Tonnen Speisereste an. Fünfzig Prozent aller weggeworfenen Lebensmittel stammen aus privaten Haushalten. Zehn Prozent aller gekauften Nahrungsmittel landen ungeöffnet im Hausmüll – das sind Lebensmittel im Wert von fünfzehn Millionen Euro.
Zur Zeit Jesu war Brot das wichtigste Grundnahrungsmittel. Mit dieser Bitte zeigt Jesus, wie bedeutsam es ist, um das Wichtigste zu bitten und zwar nicht nur für sich selbst. Der Satz „Unser tägliches Brot gib uns heute“ schließt unsere Mitmenschen ein. Wir bitten um die Grundlage des Überlebens für die Menschheit.
Jesus betont zwei Worte, nämlich „täglich“ und „heute“. Während der Wüstenwanderung erhielt das Volk Israel Manna als Nahrung des Himmels geschenkt. Sammelten die Menschen an einem Tag mehr, als sie brauchten, war es am nächsten Tag verdorben. Die Bitte im Vaterunser heißt nicht: „Gib uns immer jede Menge zu essen“, sondern „Unser tägliches Brot gib uns heute“; es ist ein Gebet für den Moment, eine pragmatische Bitte, den Hunger zu stillen.
Ich glaube, dass dieser Wunsch nach Brot auch den geistlichen Aspekt einbezieht, denn Gottes Wort ist das Brot des Lebens. Was zur Erhaltung unseres ganzheitlichen Lebens notwendig ist, sollen wir für jeden neuen Tag von Gott erbitten. Damit steht das Brot nicht nur für Essen, sondern für alles, was Körper, Herz und Seele nährt. Gleichzeitig enthält die Bitte praktische Impulse für unser tägliches Leben: 1. Wir sollten dankbar für unser Essen sein, es nicht als selbstverständlich hinnehmen. 2. Wir sollten das teilen, was wir von Gott erhalten: Nahrungsmittel, Zeit, Ressourcen, Energie und Liebe.
Die Bitte drückt zudem unsere ganzheitliche Abhängigkeit aus und erinnert daran, dass wir nicht allein für uns sorgen können, sondern auf Gottes Hilfe angewiesen sind.
Matthäus 6,11 ruft die Bedeutung der einfachen Dinge ins Gedächtnis, fördert einen respektvollen Umgang mit uns selbst, unseren Mitmenschen sowie den Ressourcen dieser Welt und unsere vertrauensvolle Abhängigkeit in Gottes umsorgende, allumfassende Liebe.
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