
19. Jan. 2026 23:01Nicole Günther
Andacht 20.01.2026
Gedanken zum Thema: Erleben
Ich habe die Jugendstunden unserer Gruppe namens BoDo (Bochumer und Dortmunder Gemeinde) geliebt. Einmal waren wir im Bochumer „Eistreff“ Schlittschuhlaufen. An jenem Tag trug ich den Pullover von einer Jugendevangelisationswoche. Mit einer Freundin drehte ich eine Runde, als ein Junge hinter mir immer wieder laut sagte: „Gott, Gott, Gott. Und was ist mit Gott?“ Ich fuhr langsamer, um mit dem Jungen auf einer Höhe zu sein, und entgegnete: „Erleben!“ Ich erntete ein verständnisloses „Häh?“. Dann erklärte ich ihm, dass auf der Rückseite meines Pullis nicht nur das Wort Gott 32 Mal aufgedruckt war, sondern auch einmal das Wort erleben, und dass damit die gesamte Botschaft „Gott erleben“ hieß. Interessanterweise machte er sich nicht über mich lustig, sondern fragte, was man mit Gott schon Tolles erleben könne. Wir kamen ins Gespräch über meinen Glauben, über großartige Dinge, die ich bereits mit Gott erleben durfte, über die Jugendgruppe und unsere Aktivitäten, über alles, was mich am Glauben begeisterte.
„Trotzdem ganz schön mutig, einen solchen Pulli zu tragen“, hallt es in meinen Ohren, als ich meinen viele Jahre vergessenen Pulli mit der immer noch topaktuellen Botschaft entdecke. Wie leicht fällt es mir heute, diese Botschaft nach außen zu tragen? Hat mir damals die Stärke der Jugendgruppe den Mut gegeben, mich zu Gott zu bekennen? War ich erfüllter von ihm durch wundervolle Erfahrungen, durch regelmäßige Jugendtreffen, Bibelseminare, Freizeiten, Evangelisationen und vieles mehr? Trug ich damals mehr Liebe zu meinen Mitmenschen in mir und damit auch den inneren Drang und Wunsch, dass sie auch unbedingt diesen großartigen Gott kennenlernen müssen, um sich für ihn entscheiden zu können?
Was auch immer es war, ich wünsche mir diese Begeisterung zurück. Ich wünsche mir mehr Mut, im Alltag meinen Glauben zu bekennen und die gute Botschaft von Jesus zu proklamieren, mehr Liebe zu den Mitmenschen, mehr Liebe und Feuer für meinen Gott, der alles gab, um mich zu erretten. Ob ich mich wohl ab heute wieder traue – sinnbildlich – mit meinem Pulli aus dem Haus zu gehen?
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Erleben
Ich habe die Jugendstunden unserer Gruppe namens BoDo (Bochumer und Dortmunder Gemeinde) geliebt. Einmal waren wir im Bochumer „Eistreff“ Schlittschuhlaufen. An jenem Tag trug ich den Pullover von einer Jugendevangelisationswoche. Mit einer Freundin drehte ich eine Runde, als ein Junge hinter mir immer wieder laut sagte: „Gott, Gott, Gott. Und was ist mit Gott?“ Ich fuhr langsamer, um mit dem Jungen auf einer Höhe zu sein, und entgegnete: „Erleben!“ Ich erntete ein verständnisloses „Häh?“. Dann erklärte ich ihm, dass auf der Rückseite meines Pullis nicht nur das Wort Gott 32 Mal aufgedruckt war, sondern auch einmal das Wort erleben, und dass damit die gesamte Botschaft „Gott erleben“ hieß. Interessanterweise machte er sich nicht über mich lustig, sondern fragte, was man mit Gott schon Tolles erleben könne. Wir kamen ins Gespräch über meinen Glauben, über großartige Dinge, die ich bereits mit Gott erleben durfte, über die Jugendgruppe und unsere Aktivitäten, über alles, was mich am Glauben begeisterte.
„Trotzdem ganz schön mutig, einen solchen Pulli zu tragen“, hallt es in meinen Ohren, als ich meinen viele Jahre vergessenen Pulli mit der immer noch topaktuellen Botschaft entdecke. Wie leicht fällt es mir heute, diese Botschaft nach außen zu tragen? Hat mir damals die Stärke der Jugendgruppe den Mut gegeben, mich zu Gott zu bekennen? War ich erfüllter von ihm durch wundervolle Erfahrungen, durch regelmäßige Jugendtreffen, Bibelseminare, Freizeiten, Evangelisationen und vieles mehr? Trug ich damals mehr Liebe zu meinen Mitmenschen in mir und damit auch den inneren Drang und Wunsch, dass sie auch unbedingt diesen großartigen Gott kennenlernen müssen, um sich für ihn entscheiden zu können?
Was auch immer es war, ich wünsche mir diese Begeisterung zurück. Ich wünsche mir mehr Mut, im Alltag meinen Glauben zu bekennen und die gute Botschaft von Jesus zu proklamieren, mehr Liebe zu den Mitmenschen, mehr Liebe und Feuer für meinen Gott, der alles gab, um mich zu erretten. Ob ich mich wohl ab heute wieder traue – sinnbildlich – mit meinem Pulli aus dem Haus zu gehen?
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