
19. Juli 2026 22:01Wolfram Gauger
Andacht 20.07.2026
Gedanken zum Thema: Preis
Ein Schriftsteller wollte den See Genezareth überqueren, um Inspiration für sein neues Buch zu finden. Als er jedoch den hohen Preis für die Überfahrt erfuhr, entschied er sich dafür, den See zu Fuß zu umrunden. Auf dem Weg traf er einen Fischer, der ihm erzählte, dass Jesus einst auf dem Wasser über den See gegangen war. Der Schriftsteller war fasziniert und fragte den Fischer, ob er wisse, was Jesus dazu bewogen hatte. Der Fischer antwortete: „Nun, ich denke, er wollte auch kein Boot mieten.“
Diese erfundene Geschichte kommt schnell zum Kern der Sache: Wir Menschen achten beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen mehr oder weniger auf den Preis. Wir wägen ab, ob wir uns etwas leisten wollen und können. So wird für uns jeder Gewinn auch zum Verlust. Wir erhalten etwas, müssen aber auch etwas dafür geben. In unserem täglichen Leben haben wir uns an diese Gesetzmäßigkeit gewöhnt. Nur bei größeren Ausgaben verharren wir länger und wägen ab. Sehr oft denken wir an unseren Vorteil und stellen uns die Frage: Was bringt es mir?
Im heutigen Bibeltext – einem Gleichnis – wird von einer weitreichenden Entscheidung berichtet. Ein Schatz war für einen Mann so wertvoll, dass er alles auf eine Karte setzte. Würde dieses Gleichnis in der heutigen Zeit spielen, würde mit Sicherheit von vielen Menschen berichtet, die einen Anteil am Schatz fordern. Aber denken wir den zentralen Gedanken des Gleichnisses weiter: Was ist mir so wichtig, dass ich alles daransetze, es zu bekommen? Hand aufs Herz: Wir sind doch oft meilenweit entfernt von dem Gemeindelied: „Mich verlangt nicht nach Schätzen, nicht nach Silber und Gold, mich verlanget zu wissen, ob mein Heiland mir hold“ (Walter Rauschenbusch).
Warum ist das so? Ja, wir Menschen können nur im Hier und Jetzt leben. Aber haben wir Christen nicht deutlich mehr zu erwarten? Schon auf dieser Erdenzeit haben wir viel von Gott geschenkt bekommen – längst nicht nur Materielles –, wofür wir täglich dankbar sein sollten. Richte dich heute neu nach ihm aus und freue dich über den Tag. Wir dürfen seine Segnungen dankbar annehmen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Preis
Ein Schriftsteller wollte den See Genezareth überqueren, um Inspiration für sein neues Buch zu finden. Als er jedoch den hohen Preis für die Überfahrt erfuhr, entschied er sich dafür, den See zu Fuß zu umrunden. Auf dem Weg traf er einen Fischer, der ihm erzählte, dass Jesus einst auf dem Wasser über den See gegangen war. Der Schriftsteller war fasziniert und fragte den Fischer, ob er wisse, was Jesus dazu bewogen hatte. Der Fischer antwortete: „Nun, ich denke, er wollte auch kein Boot mieten.“
Diese erfundene Geschichte kommt schnell zum Kern der Sache: Wir Menschen achten beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen mehr oder weniger auf den Preis. Wir wägen ab, ob wir uns etwas leisten wollen und können. So wird für uns jeder Gewinn auch zum Verlust. Wir erhalten etwas, müssen aber auch etwas dafür geben. In unserem täglichen Leben haben wir uns an diese Gesetzmäßigkeit gewöhnt. Nur bei größeren Ausgaben verharren wir länger und wägen ab. Sehr oft denken wir an unseren Vorteil und stellen uns die Frage: Was bringt es mir?
Im heutigen Bibeltext – einem Gleichnis – wird von einer weitreichenden Entscheidung berichtet. Ein Schatz war für einen Mann so wertvoll, dass er alles auf eine Karte setzte. Würde dieses Gleichnis in der heutigen Zeit spielen, würde mit Sicherheit von vielen Menschen berichtet, die einen Anteil am Schatz fordern. Aber denken wir den zentralen Gedanken des Gleichnisses weiter: Was ist mir so wichtig, dass ich alles daransetze, es zu bekommen? Hand aufs Herz: Wir sind doch oft meilenweit entfernt von dem Gemeindelied: „Mich verlangt nicht nach Schätzen, nicht nach Silber und Gold, mich verlanget zu wissen, ob mein Heiland mir hold“ (Walter Rauschenbusch).
Warum ist das so? Ja, wir Menschen können nur im Hier und Jetzt leben. Aber haben wir Christen nicht deutlich mehr zu erwarten? Schon auf dieser Erdenzeit haben wir viel von Gott geschenkt bekommen – längst nicht nur Materielles –, wofür wir täglich dankbar sein sollten. Richte dich heute neu nach ihm aus und freue dich über den Tag. Wir dürfen seine Segnungen dankbar annehmen.
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