
22. Apr. 2026 22:01Siegfried Wittwer
Andacht 23.04.2026
Gedanken zum Thema: Not
Es war Krieg. Der König der Aramäer hatte sein gesamtes Heer zusammengezogen, um Samaria, die Hauptstadt Israels, zu belagern. Wie lange die Belagerung andauerte, wird nicht berichtet. Doch schon bald litten die Bewohner Hunger und Not. Ihre Lage war hoffnungslos. Da versprach der Prophet Elisa, dass man am nächsten Tag im Stadttor feinstes Weizenmehl und Gerste für wenig Geld kaufen könne. Das klang unglaublich, und so mancher schüttelte den Kopf.
Als der nächste Morgen heraufdämmerte, beratschlagten vier Leprakranke, die vor dem Stadttor ihr Leben fristeten, was sie tun sollten. Hier würden sie schon bald verhungern, in der Stadt ebenso, falls man sie überhaupt hineinließ. Also entschieden sie sich, zum Lager der Aramäer zu gehen. Vielleicht würden die Soldaten sie am Leben lassen und ihnen ein paar Essensreste überlassen. So schleppten sich die von Hunger und Krankheit Geschwächten ins feindliche Lager. Erstaunt mussten sie feststellen, dass es verlassen war. Die Aramäer hatten alles stehen und liegen gelassen und waren voller Panik geflohen. Durch ein Hörwunder waren sie der Überzeugung, dass riesige Heere der Hethiter und Ägypter heranziehen würden, um die Stadt zu befreien.
Das gab ein Festessen für die vier Leprakranken! Nachdem sie satt waren, plünderten die Männer zwei Zelte und vergruben ihre Schätze. Doch dann meldete sich ihr Gewissen. Wie konnten sie hier schwelgen, während den Menschen in der Stadt der Hungertod drohte?! Als unheilbar Kranke hatte man sie zwar verflucht und aus Samaria verbannt, und trotzdem wollten sie das Elend der Bewohner beenden und informierten die Wächter am Stadttor über die Flucht der Feinde. Alle Not hatte ein Ende. Die Hungerzeit war endlich vorbei. Was für ein Freudentag!
Die vier Männer sind die eigentlichen Helden des Berichts. Man hatte sie aus der Stadt geworfen und ihrem Schicksal überlassen. Sie dagegen zahlten es den Bewohnern nicht mit gleicher Münze heim, sondern sorgten dafür, dass diese wieder aufatmen konnten. Wirklich bemerkenswerte Vorbilder.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Not
Es war Krieg. Der König der Aramäer hatte sein gesamtes Heer zusammengezogen, um Samaria, die Hauptstadt Israels, zu belagern. Wie lange die Belagerung andauerte, wird nicht berichtet. Doch schon bald litten die Bewohner Hunger und Not. Ihre Lage war hoffnungslos. Da versprach der Prophet Elisa, dass man am nächsten Tag im Stadttor feinstes Weizenmehl und Gerste für wenig Geld kaufen könne. Das klang unglaublich, und so mancher schüttelte den Kopf.
Als der nächste Morgen heraufdämmerte, beratschlagten vier Leprakranke, die vor dem Stadttor ihr Leben fristeten, was sie tun sollten. Hier würden sie schon bald verhungern, in der Stadt ebenso, falls man sie überhaupt hineinließ. Also entschieden sie sich, zum Lager der Aramäer zu gehen. Vielleicht würden die Soldaten sie am Leben lassen und ihnen ein paar Essensreste überlassen. So schleppten sich die von Hunger und Krankheit Geschwächten ins feindliche Lager. Erstaunt mussten sie feststellen, dass es verlassen war. Die Aramäer hatten alles stehen und liegen gelassen und waren voller Panik geflohen. Durch ein Hörwunder waren sie der Überzeugung, dass riesige Heere der Hethiter und Ägypter heranziehen würden, um die Stadt zu befreien.
Das gab ein Festessen für die vier Leprakranken! Nachdem sie satt waren, plünderten die Männer zwei Zelte und vergruben ihre Schätze. Doch dann meldete sich ihr Gewissen. Wie konnten sie hier schwelgen, während den Menschen in der Stadt der Hungertod drohte?! Als unheilbar Kranke hatte man sie zwar verflucht und aus Samaria verbannt, und trotzdem wollten sie das Elend der Bewohner beenden und informierten die Wächter am Stadttor über die Flucht der Feinde. Alle Not hatte ein Ende. Die Hungerzeit war endlich vorbei. Was für ein Freudentag!
Die vier Männer sind die eigentlichen Helden des Berichts. Man hatte sie aus der Stadt geworfen und ihrem Schicksal überlassen. Sie dagegen zahlten es den Bewohnern nicht mit gleicher Münze heim, sondern sorgten dafür, dass diese wieder aufatmen konnten. Wirklich bemerkenswerte Vorbilder.
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