
24. Aug. 2026 22:01Manuela Hübler
Andacht 25.08.2026
Gedanken zum Thema: Last
Heute fällt meiner Tochter der Gang zur Schule schwer. In ihrem Hals sitzt ein Kloß, der einfach nicht verschwinden möchte. Ich begleite sie bis zur Schultür, dann muss ich mich von ihr verabschieden. Nach einer festen Umarmung schiebe ich sie Richtung Eingang. Plötzlich greift ihr großer Bruder nach ihrer Hand: „Komm, ich bring dich zu deinem Klassenraum und sage deiner Lehrerin, dass es dir heute nicht so gut geht!“ Erleichtert schaue ich zu, wie die beiden im Schulhaus verschwinden.
„Geteilte Last ist halbe Last“, lautet ein bekanntes Sprichwort. In schweren Zeiten jemanden an seiner Seite zu wissen, der zu einem hält, ist wertvoller als ein Sechser im Lotto. Im besten Fall sind die Familie oder der Freundeskreis solch ein sicherer Ankerpunkt. Paulus nimmt in seinem Brief an die Galater jedoch auch die Glaubensgeschwister in die Pflicht. „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen, so erfüllt ihr das Gesetz, das wir von Christus haben“ (Gal 6,2 NLB), fordert er auf. Statt das Leben anderer zu verurteilen, sollen Christen praktische Nächstenliebe üben. Denn damit folgen sie dem Vorbild Jesu.
Lasten zu tragen kann ganz unterschiedlich aussehen. Mal ist es die Bereitschaft zuzuhören, wenn jemand von seinen Nöten berichtet, ein anderes Mal die tatkräftige Unterstützung beim Lösen eines Problems und wieder ein anderes Mal der Zuspruch, dass Gott selbst in eigenverschuldeten Notlagen an unserer Seite steht.
Wie schnell passiert es, dass ich andere für ihre Verfehlungen verurteile. Doch dann schaue ich auf Jesus und begreife, dass er für alle Fehler am Kreuz sein Leben gelassen hat. Diese Liebe macht mich demütig und befähigt mich, auch meine Mitmenschen zu lieben.
Eine der größten Ressourcen christlicher Gemeinschaften ist das Gebet. Wenn jemand in Not ist, können andere den Notleidenden vor Gottes Thron bringen. Sich von Gebeten begleitet zu wissen schenkt Hoffnung und Mut.
Ich wünsche dir Kraft, um die Lasten anderer zu tragen, und auch den Mut, deine eigenen Probleme mit anderen zu teilen.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Last
Heute fällt meiner Tochter der Gang zur Schule schwer. In ihrem Hals sitzt ein Kloß, der einfach nicht verschwinden möchte. Ich begleite sie bis zur Schultür, dann muss ich mich von ihr verabschieden. Nach einer festen Umarmung schiebe ich sie Richtung Eingang. Plötzlich greift ihr großer Bruder nach ihrer Hand: „Komm, ich bring dich zu deinem Klassenraum und sage deiner Lehrerin, dass es dir heute nicht so gut geht!“ Erleichtert schaue ich zu, wie die beiden im Schulhaus verschwinden.
„Geteilte Last ist halbe Last“, lautet ein bekanntes Sprichwort. In schweren Zeiten jemanden an seiner Seite zu wissen, der zu einem hält, ist wertvoller als ein Sechser im Lotto. Im besten Fall sind die Familie oder der Freundeskreis solch ein sicherer Ankerpunkt. Paulus nimmt in seinem Brief an die Galater jedoch auch die Glaubensgeschwister in die Pflicht. „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen, so erfüllt ihr das Gesetz, das wir von Christus haben“ (Gal 6,2 NLB), fordert er auf. Statt das Leben anderer zu verurteilen, sollen Christen praktische Nächstenliebe üben. Denn damit folgen sie dem Vorbild Jesu.
Lasten zu tragen kann ganz unterschiedlich aussehen. Mal ist es die Bereitschaft zuzuhören, wenn jemand von seinen Nöten berichtet, ein anderes Mal die tatkräftige Unterstützung beim Lösen eines Problems und wieder ein anderes Mal der Zuspruch, dass Gott selbst in eigenverschuldeten Notlagen an unserer Seite steht.
Wie schnell passiert es, dass ich andere für ihre Verfehlungen verurteile. Doch dann schaue ich auf Jesus und begreife, dass er für alle Fehler am Kreuz sein Leben gelassen hat. Diese Liebe macht mich demütig und befähigt mich, auch meine Mitmenschen zu lieben.
Eine der größten Ressourcen christlicher Gemeinschaften ist das Gebet. Wenn jemand in Not ist, können andere den Notleidenden vor Gottes Thron bringen. Sich von Gebeten begleitet zu wissen schenkt Hoffnung und Mut.
Ich wünsche dir Kraft, um die Lasten anderer zu tragen, und auch den Mut, deine eigenen Probleme mit anderen zu teilen.
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