
25. Juni 2026 22:01Beate Strobel
Andacht 26.06.2026
Gedanken zum Thema: Kraftquelle
Zum Schuljahresende – kurz vor den Zeugnissen – beobachte ich jedes Jahr, wie sich einige Schülerinnen und Schüler als Genies im Endspurt zeigen. Die meiste Zeit des Jahres lassen sie den Unterricht an sich vorüberziehen, ohne allzu viel Energie aufzubringen. Aber ein paar Wochen vor den Zeugniskonferenzen fangen sie an, aktiv alle Aufgaben zu erledigen. Fast immer klappt es mit der Versetzung. Das kurze Bemühen wird gewürdigt, auch wenn die Lehrerinnen und Lehrer das Spiel durchschauen.
Die Frage, woher man Kraft für den Alltag bezieht, stellt sich allen Menschen. Biologisch lässt sie sich mit Schlaf, gesundem Essen und körperlicher Aktivität beantworten. Aber wie steht es mit den seelischen Kräften? Woher kommt Energie und Zuversicht? Für Paulus ist es die „rettende Botschaft“, die uns jeden Tag hilft. Er bezeichnet sie als Kraftquelle.
Damit meint er: „Lernt Gottes Spuren in der Welt sehen. Gott ist mitten unter uns. In vielen Dingen lässt er uns seine Liebe erfahren.“ Diese rettende Botschaft ist nichts, was wir bei Bedarf abrufen können, wir können sie nur in immer wieder neuen Gestalten erfühlen und erleben. Paulus war davon überzeugt, dass Menschen nur mit viel Vertrauen die Kraft Gottes befreiend spüren können. Und mir geht es so: Wenn ich mein Vertrauen auf Gott setze, laufe ich zuversichtlicher durchs Leben. In der gegenwärtigen Zeit mit Krieg und Klimafragen brennt diese Frage täglich in meinem Herzen: Wem kann ich vertrauen? Welchen Bildern, welchen Hoffnungen kann ich Glauben schenken?
Damit ich jemandem vertrauen kann, brauche ich Zeit und Erfahrungen. Das funktioniert nicht husch, husch wie bei den Endspurtgenies in der Schule. Vertrauen zu Gott zu fassen und anderen Menschen zu schenken ist vielmehr eine zeitintensive und hartnäckige Übung. Ein Teil der Kraft für diesen Einsatz kommt aus mir, aus meiner Erfahrung. Aber die Kraft, die mir darüber hinaus noch von Gott zufließt, entscheidet, ob ich das Ziel erreiche. Oft schenken mir Sätze und Gesten von Menschen etwas von der Kraft Gottes. Und die kann ich auch an andere weitergeben; zum Beispiel heute.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Kraftquelle
Zum Schuljahresende – kurz vor den Zeugnissen – beobachte ich jedes Jahr, wie sich einige Schülerinnen und Schüler als Genies im Endspurt zeigen. Die meiste Zeit des Jahres lassen sie den Unterricht an sich vorüberziehen, ohne allzu viel Energie aufzubringen. Aber ein paar Wochen vor den Zeugniskonferenzen fangen sie an, aktiv alle Aufgaben zu erledigen. Fast immer klappt es mit der Versetzung. Das kurze Bemühen wird gewürdigt, auch wenn die Lehrerinnen und Lehrer das Spiel durchschauen.
Die Frage, woher man Kraft für den Alltag bezieht, stellt sich allen Menschen. Biologisch lässt sie sich mit Schlaf, gesundem Essen und körperlicher Aktivität beantworten. Aber wie steht es mit den seelischen Kräften? Woher kommt Energie und Zuversicht? Für Paulus ist es die „rettende Botschaft“, die uns jeden Tag hilft. Er bezeichnet sie als Kraftquelle.
Damit meint er: „Lernt Gottes Spuren in der Welt sehen. Gott ist mitten unter uns. In vielen Dingen lässt er uns seine Liebe erfahren.“ Diese rettende Botschaft ist nichts, was wir bei Bedarf abrufen können, wir können sie nur in immer wieder neuen Gestalten erfühlen und erleben. Paulus war davon überzeugt, dass Menschen nur mit viel Vertrauen die Kraft Gottes befreiend spüren können. Und mir geht es so: Wenn ich mein Vertrauen auf Gott setze, laufe ich zuversichtlicher durchs Leben. In der gegenwärtigen Zeit mit Krieg und Klimafragen brennt diese Frage täglich in meinem Herzen: Wem kann ich vertrauen? Welchen Bildern, welchen Hoffnungen kann ich Glauben schenken?
Damit ich jemandem vertrauen kann, brauche ich Zeit und Erfahrungen. Das funktioniert nicht husch, husch wie bei den Endspurtgenies in der Schule. Vertrauen zu Gott zu fassen und anderen Menschen zu schenken ist vielmehr eine zeitintensive und hartnäckige Übung. Ein Teil der Kraft für diesen Einsatz kommt aus mir, aus meiner Erfahrung. Aber die Kraft, die mir darüber hinaus noch von Gott zufließt, entscheidet, ob ich das Ziel erreiche. Oft schenken mir Sätze und Gesten von Menschen etwas von der Kraft Gottes. Und die kann ich auch an andere weitergeben; zum Beispiel heute.
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