
29. Jan. 2026 23:01Albert Przykopanski
Andacht 30.01.2026
Gedanken zum Thema: Rettung
Matthäus berichtet zunächst von Müttern, die ihre Kinder zu Jesus brachten, damit er sie segnete. Dann schildert er, wie Jesus mit einem Mann spricht: „Was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ (V. 16). Der Fragesteller erklärte, alle Gebote gehalten zu haben, und schob nach: „Was fehlt mir noch?“ (V. 20). Was er dann hörte, brachte ihn aus der Fassung: „Verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen“ (V. 21). In der damaligen Vorstellung war Reichtum ein Segen Gottes und Armut eine Bestrafung für Sünden. Gesundheit und Reichtum galten als Zeichen rechten Glaubens. Alle sahen: Da ist ein von Gott gesegneter Mensch. Und nun sollte er den Reichtum – den Ausweis seiner Rechtgläubigkeit – abgeben?
Hin und wieder fesselt mich beim Hören einer Predigt eine bestimmte Aussage derart, dass ich weiteren Ausführungen nicht mehr folge. Die Gedanken kreisen beständig um diesen einen Punkt. Hier berichtet Matthäus, dass der junge Mann so an dieser Aussage hing, dass er Jesus nicht weiter zuhörte und sogar fortging. Und die Jünger fragten: „Wer kann denn dann überhaupt gerettet werden?“ (V. 25 NLB).
Die vorangegangene Begegnung Jesu mit den Kindern gewinnt hier ihre Bedeutung: „Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir kommen; denn solchen gehört das Himmelreich“ (V. 14). Ein Kapitel zuvor sagt Jesus: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Mt 18,3). Das meint, wir müssen nicht erst erwachsen werden, zu Reichtum gelangen, gesund bleiben und gute Taten vorweisen, um ins Reich Gottes zu kommen. Die eingangs gestellte Frage nach dem Halten der Gebote hat ihre Berechtigung, denn die Gebote regeln unser Verhältnis zu Gott und unseren Mitmenschen. Doch die Frage nach der ewigen Seligkeit hat eine andere Dimension und ist nicht abhängig von Geboten, Reichtum oder Gesundheit. Sie ist daran gebunden, dass Jesus für mich, für meine Schuld gestorben und wieder auferstanden ist. Der Fragesteller verpasste leider Jesu entscheidende Worte: „Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich“.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Rettung
Matthäus berichtet zunächst von Müttern, die ihre Kinder zu Jesus brachten, damit er sie segnete. Dann schildert er, wie Jesus mit einem Mann spricht: „Was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ (V. 16). Der Fragesteller erklärte, alle Gebote gehalten zu haben, und schob nach: „Was fehlt mir noch?“ (V. 20). Was er dann hörte, brachte ihn aus der Fassung: „Verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen“ (V. 21). In der damaligen Vorstellung war Reichtum ein Segen Gottes und Armut eine Bestrafung für Sünden. Gesundheit und Reichtum galten als Zeichen rechten Glaubens. Alle sahen: Da ist ein von Gott gesegneter Mensch. Und nun sollte er den Reichtum – den Ausweis seiner Rechtgläubigkeit – abgeben?
Hin und wieder fesselt mich beim Hören einer Predigt eine bestimmte Aussage derart, dass ich weiteren Ausführungen nicht mehr folge. Die Gedanken kreisen beständig um diesen einen Punkt. Hier berichtet Matthäus, dass der junge Mann so an dieser Aussage hing, dass er Jesus nicht weiter zuhörte und sogar fortging. Und die Jünger fragten: „Wer kann denn dann überhaupt gerettet werden?“ (V. 25 NLB).
Die vorangegangene Begegnung Jesu mit den Kindern gewinnt hier ihre Bedeutung: „Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir kommen; denn solchen gehört das Himmelreich“ (V. 14). Ein Kapitel zuvor sagt Jesus: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Mt 18,3). Das meint, wir müssen nicht erst erwachsen werden, zu Reichtum gelangen, gesund bleiben und gute Taten vorweisen, um ins Reich Gottes zu kommen. Die eingangs gestellte Frage nach dem Halten der Gebote hat ihre Berechtigung, denn die Gebote regeln unser Verhältnis zu Gott und unseren Mitmenschen. Doch die Frage nach der ewigen Seligkeit hat eine andere Dimension und ist nicht abhängig von Geboten, Reichtum oder Gesundheit. Sie ist daran gebunden, dass Jesus für mich, für meine Schuld gestorben und wieder auferstanden ist. Der Fragesteller verpasste leider Jesu entscheidende Worte: „Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich“.
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