
7. Nov. 2026 23:01Andre Zander
Andacht 08.11.2026
Gedanken zum Thema: Gottes Nähe
Tromsø in Norwegen ist eine Reise wert. Die moderne Eismeerkathedrale ist das Wahrzeichen dieser schönen Stadt geworden. Der Kirchenraum hat die perfekte Größe: groß genug, um Ehrfurcht zu erzeugen, aber klein genug, um eine heimelige Atmosphäre auszustrahlen; Letzteres wird auch durch die bequemen Sofas unterstützt.
Auch die Domkirche hat mich fasziniert. Sie ist ein einfacher Bau aus Holz, wirkt aber durch ihr gemütliches Licht sehr einladend. An der Stelle des üblichen Kreuzes befindet sich ein Bild des auferstandenen Christus, der aus der Grabeshöhle steigt, mit dem Untertitel „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh 11,25). Das Mitternachtskonzert mit der berührenden skandinavischen Musik war für mich ein sehr emotionales Erlebnis.
Das sind die Momente, in denen ich mich Gott besonders nahe fühle. Natürlich sind auch Nachdenken, Studium oder Gedankenaustausch wie im Bibelgespräch wichtig, aber es sind besonders diese emotionalen Ereignisse, die mir ins Herz sprechen und mir sagen: „Gott meint es gut mit dir!“ So wünsche ich mir Kirche. Sie soll nicht nur ein Ort sein, an dem wir uns als Gemeinde begegnen, sondern auch ein Ort, an dem Gott mir nahe ist.
Diese Sehnsucht nach Gottes Nähe hat auch David verspürt. Für ihn sind das Haus Gottes mit dem gedeckten Tisch und dem vollen Becher, mit dem angenehmen Duft von Salböl, mit Gutem und Barmherzigkeit verbunden. Ich bin überzeugt, dass David mit dem letzten Satz dieses wunderbaren Psalms nicht nur die ferne Ewigkeit, das kommende Paradies gemeint hat, sondern auch schon das gegenwärtige Leben.
Lasst uns dafür sorgen, dass unsere Gemeinden Orte sind, an denen Gottes Nähe präsent ist, Orte zum Wohlfühlen, Orte der gegenseitigen Annahme, der Gemeinschaft und Geborgenheit. Und das sind keine Eigenschaften, die nur durch eine Bauweise oder Ausstattung erzeugt werden können, sondern vor allem durch uns, die Menschen, die zur Gemeinde gehören.
Aus Tromsø nehme ich einen Wunsch mit nach Hause: dass unsere Gemeinden das Haus Gottes sind, das ich mitgestalten kann und in dem ich immer bleiben werde.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)
Gedanken zum Thema: Gottes Nähe
Tromsø in Norwegen ist eine Reise wert. Die moderne Eismeerkathedrale ist das Wahrzeichen dieser schönen Stadt geworden. Der Kirchenraum hat die perfekte Größe: groß genug, um Ehrfurcht zu erzeugen, aber klein genug, um eine heimelige Atmosphäre auszustrahlen; Letzteres wird auch durch die bequemen Sofas unterstützt.
Auch die Domkirche hat mich fasziniert. Sie ist ein einfacher Bau aus Holz, wirkt aber durch ihr gemütliches Licht sehr einladend. An der Stelle des üblichen Kreuzes befindet sich ein Bild des auferstandenen Christus, der aus der Grabeshöhle steigt, mit dem Untertitel „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Joh 11,25). Das Mitternachtskonzert mit der berührenden skandinavischen Musik war für mich ein sehr emotionales Erlebnis.
Das sind die Momente, in denen ich mich Gott besonders nahe fühle. Natürlich sind auch Nachdenken, Studium oder Gedankenaustausch wie im Bibelgespräch wichtig, aber es sind besonders diese emotionalen Ereignisse, die mir ins Herz sprechen und mir sagen: „Gott meint es gut mit dir!“ So wünsche ich mir Kirche. Sie soll nicht nur ein Ort sein, an dem wir uns als Gemeinde begegnen, sondern auch ein Ort, an dem Gott mir nahe ist.
Diese Sehnsucht nach Gottes Nähe hat auch David verspürt. Für ihn sind das Haus Gottes mit dem gedeckten Tisch und dem vollen Becher, mit dem angenehmen Duft von Salböl, mit Gutem und Barmherzigkeit verbunden. Ich bin überzeugt, dass David mit dem letzten Satz dieses wunderbaren Psalms nicht nur die ferne Ewigkeit, das kommende Paradies gemeint hat, sondern auch schon das gegenwärtige Leben.
Lasst uns dafür sorgen, dass unsere Gemeinden Orte sind, an denen Gottes Nähe präsent ist, Orte zum Wohlfühlen, Orte der gegenseitigen Annahme, der Gemeinschaft und Geborgenheit. Und das sind keine Eigenschaften, die nur durch eine Bauweise oder Ausstattung erzeugt werden können, sondern vor allem durch uns, die Menschen, die zur Gemeinde gehören.
Aus Tromsø nehme ich einen Wunsch mit nach Hause: dass unsere Gemeinden das Haus Gottes sind, das ich mitgestalten kann und in dem ich immer bleiben werde.
© Advent-Verlag Lüneburg mit freundlicher Genehmigung (der Link ist: http://www.advent-verlag.de)



